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BAMBERG

Top Four für Brose in Reichweite

ratiopharm Ulm - brose bamberg - MagentaSport BBL
Der Bamberger Neuzugang Kenneth Ogbe (rechts) brachte beim Sieg über Ulm viel Energie aufs Parkett und erzielte zehn Punkte. Foto: Daniel Löb

Basketball

Die jüngsten Corona-Tests bei den Spielern von Brose Bamberg vom Donnerstag fielen allesamt negativ aus, zumindest aus oberfränkischer Sicht steht dem Doppelspieltag am Wochenende im Basketball-Pokalwettbewerb nichts im Wege. In Ulm trifft die Mannschaft von Trainer Johan Roijakkers am Samstag (15 Uhr) auf s.Oliver Würzburg und am Sonntag (20.30 Uhr) auf die MHP Riesen Ludwigsburg.

Den oberfränkischen Erfolg am Wochenende kann Medi Bayreuth komplett machen, wenn das Team von Trainer Raoul Korner nach dem Coup gegen München nun in Weißenfels den gastgebenden MBC (Samstag, 18 Uhr) und tags darauf (13 Uhr) noch die Crailsheim Merlins entzaubert.

Nach dem 74:65-Auftaktsieg am vergangenen Wochenende in Weißenfels gegen Ratiopharm Ulm können die Bamberger mit zwei weiteren Erfolgen das Ticket für das Top-Four-Turnier lösen, das die vier Gruppensieger erreichen. Das Endturnier, das am 2. und 3. November in München hätte stattfinden sollen, wurde aber – wie gemeldet – wegen der sechs Corona-Fälle bei Alba Berlin auf unbestimmte Zeit verschoben.

Fokus auf Verteidigung

„Wir müssen uns weiter auf unsere Verteidigung fokussieren. Wenn wir hinten so spielen wie gegen Ulm, dann haben wir in beiden Spielen eine gute Chance“, sagt Roijakkers vor den Partien gegen Würzburg und Ludwigsburg. Das Duell der nächsten beiden Bamberger Kontrahenten hatten die Schwaben am vergangenen Sonntag mit 78:67 für sich entschieden. Nach einer bis zum Ende des dritten Viertels (58:57) ausgeglichenen Partie setzten sich die Ludwigsburger im Schlussabschnitt mit einem 15:2-Lauf entscheidend ab.

„Wir haben in dieser Woche hart daran gearbeitet, über 40 Minuten als Team zu spielen und nicht alles auf eigene Faust zu lösen, wenn es hinten raus eng wird“, sagt der Würzburger Trainer Denis Wucherer. Sein Team muss das fränkische Derby am Samstag unbedingt gewinnen, wenn es seine kleine Chance auf den Einzug ins Top Four wahren will. Allerdings sieht er seine Mannschaft in der Außenseiterrolle: „Die Bamberger sind in der Entwicklung vielleicht schon etwas weiter als Ludwigsburg. Ihre Verteidigung gegen Ulm hat gezeigt, dass sie schon auf einem hohen physischen Niveau spielen.“

Wiedersehen mit Elias Harris

Auffälligste Würzburger Spieler bei der Niederlage gegen Ludwigsburg waren die beiden Aufbauspieler Tyler Persons (12 Punkte) und Cameron Hunt (11). Letzterer spielte in der vergangenen Saison noch im ProB-Farmteam der Unterfranken. Persons kam aus dem holländischen Leiden und ist einer von sechs Neuzugängen der Würzburger. Jordan Hulls, einer der Leistungsträger aus dem Vorjahr, hat die Unterfranken in Richtung Ludwigsburg verlassen. Er ist einer von insgesamt acht neuen Spielern bei den Schwaben. Zu denen zählt auch Elias Harris. Der langjährige Kapitän von Brose Bamberg war beim Sieg über die Würzburger mit 18 Punkten zusammen mit Barry Brown bester Werfer der Schwaben.

Die MHP Riesen konnten erst am Donnerstagabend mit den Vorbereitungen auf das zweite Pokalwochenende beginnen, an dem sie am Samstag noch auf den schwäbischen Rivalen aus Ulm treffen.

Kurze Vorbereitung für Riesen

Bei den turnusmäßigen Corona-Tests hatte es Anfang der Woche einen Verdachtsfall gegeben. Zur Sicherheit aller Beteiligten und in Absprache mit den zuständigen Behörden begaben sich die komplette Mannschaft sowie das Trainer- und Betreuerteam in häusliche Quarantäne. Da sich der Verdachtsfall nicht bestätigte, wurde diese nach einem weiteren, negativen Test am Donnerstag aufgelöst.

Von Peter Seidel

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