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BAMBERG

Fußball: Großevents: Situation ungewiss

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Manfred Neumeister

Fußball

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie machen es sämtlichen Sportarten, die im Herbst wieder ihren Spielbetrieb aufnehmen möchten, nicht leicht. Wie Bund und Länder am Mittwoch beschlossen, sollen Großveranstaltungen grundsätzlich bis mindestens Ende Oktober verboten werden. Zuvor hatte die Frist noch bei Ende August gelegen.

Welche Auswirkungen könnte diese Verlängerung auf den Spielbetrieb des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) haben, der ab September mit der Fortsetzung der Saison 2019/20 wieder aufgenommen werden soll? „Derzeit ist der Begriff ,Großveranstaltung' von der Staatsregierung nicht in Gänze definiert und somit nur bedingt eine Aussage möglich“, erklärt Manfred Neumeister, Kreisvorsitzender des Spielkreis Bamberg/Bayreuth, auf Anfrage dieser Zeitung. „So ist zum DFB-Pokalfinale in Berlin von dessen Senat festgelegt worden, dass 1000 Zuschauer zugelassen sind. Geht man bei uns von einem Mindestabstand bei 1,50 Metern aus, so könnten auf einen Sportplatz bei einer Größe von 100 x 65 Meter so etwa 220 Zuschauer in erster Reihe zugelassen sein.“

Spielplan nach BFV-Leitplanken

Entscheidender als die Definition von Großveranstaltungen sei für Neumeister jedoch die Frage, ob ab September der Kontaktsport Fußball im Amateurbereich zugelassen wird. Dabei habe Bayern als föderalistischer Freistaat berechtigterweise strengere Auflagen, so Neumeister. „Der BFV hat ein Konzept mit Leitplanken für den Spielbetrieb erstellt und wir Kreise werden nun mögliche Spielpläne dazu ausarbeiten. Ich werde in diesem Zusammenhang zumindest die Vereine aus meinem Spielkreis mitnehmen“, erklärt der Kreisvorsitzende. „Entscheidungen wurden vom BFV-Vorstand getroffen, und als Verantwortlicher im Kreis werde ich solche Entscheidungen demokratisch annehmen.“ Der 64-Jährige will nicht mehr die Grundsatzfragen neu aufwerfen, sondern laut eigener Aussage mit den gegebenen Leitplanken das Beste für die Vereine anbieten und umsetzen. (mg)

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