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FUSSBALL-BEZIRKSLIGA

Kellerkinder sind auswärts gefordert

Arnstein
Während der TSV Marktzeuln um Spielertrainer Lukas Engelmann (links) sich mit einer Serie ins hintere Mittelfeld der Tabelle gekämpft hat, rennt der SC Jura Arnstein um Jürgen Mahr und Tobias Raab (rechts) weiterhin der Konkurrenz meist hinterher. Foto: Gunther Czepera

Fußball-Bezirksliga

Zum Vorrundenausklang hat von den vier Vertretern der Bezirksliga Oberfranken West aus der Region Lichtenfels nur die SpVgg Ebing Heimvorteil. Das Überraschungsteam der zurückliegenden beiden Spieltage empfängt am Sonntag (15 Uhr) den TSV Burgebrach. Die schwerste Aufgabe wartet am Samstag (15 Uhr) auf den TSV Ebensfeld, der bei Spitzenreiter Sylvia Ebersdorf antritt. Auch der SC Jura Arnstein ist am Samstag (16 Uhr) beim TSV Mönchröden klarer Außenseiter. Der formstarke TSV Marktzeuln hofft am Sonntag (15 Uhr) auf einen Erfolg beim FSV Buttenheim.

Bezirksliga Oberfranken West

SpVgg Ebing (14.) – TSV Burgebrach (5.)

Ein Trainerwechsel kann viel bewirken – das zeigt sich bei der SpVgg Ebing. Vor zwei Wochen noch am Ende der Tabelle, setzen die Ebinger unter den neuen Spielertrainern Sebastian Derra und Johannes Landgraf nun zur Aufholjagd an. Das 3:2 gegen den TSV Schammelsdorf war schon mit einem dicken Ausrufezeichen versehen. Diesem Sieg folgte dann noch ein 6:1 gegen den über Wochen ungeschlagenen FC Oberhaid. Der Lohn: Platz 14. Der Kampf gegen den Abstieg geht trotzdem weiter. Und nun kommt mit Burgebrach der beste Aufsteiger der Liga mit der Empfehlung eines 3:1-Sieges gegen den TSV Mönchröden ins Seestadion. Platz 5 verdanken die torgefährlichen Gäste jedoch hauptsächlich ihrer Heimstärke. Auswärts stehen den drei Niederlagen drei Siege gegenüber. Fehlt eigentlich nur noch ein Remis. Damit könnte der TSV leben, für die Hausherren wäre eine Punkteteilung aber zu wenig, um den Tabellenkeller zu verlassen.

FSV Buttenheim (8.) – TSV Marktzeuln (11.)

Das Team von TSV-Spielertrainer Lukas Engelmann tritt in Buttenheim mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein an. Schließlich hat das Unternehmen Klassenerhalt nach verkorkstem Saisonstart mittlerweile Fahrt aufgenommen. Seit fünf Spieltagen ist der TSV ungeschlagen, holte zwei Siege und drei Unentschieden. Der jüngste Coup: der späte Sieg gegen den SV Merkendorf. Wenige Minuten vor dem Abpfiff mit 0:1 in Rückstand, drehte der TSV Marktzeuln noch die Partie und gewann mit 2:1. Allerdings ist Buttenheim ein angeschlagener und deshalb gefährlicher Gegner. Der FSV verlor zuletzt mit 0:3 beim SV Ketschendorf und darf sich keinen weiteren Ausrutscher erlauben, sonst droht ein weiteres Abrutschen in der Tabelle.

SC Sylvia Ebersdorf (1.) – TSV Ebensfeld (15.)

Einen heftigen Rückschlag musste der TSV Ebensfeld zuletzt hinnehmen. Er verlor das wichtige Heimspiel gegen den ebenfalls gefährdeten TSV Sonnefeld knapp mit 0:1. Nach der Niederlage setzten sich die Verantwortlichen zusammen und trennten sich – wie berichtet – einvernehmlich von Trainer Oliver Kellner. Übergangsweise hat nun der frühere TSV-Spieler Christian Quinger das Sagen, unterstützt wird er von Co-Trainer Thomas Helmreich. Durch den Trainerwechsel sollen neue Impulse gesetzt werden. Das Ziel des Duos: Bis zur Winterpause so viele Punkte wie möglich einfahren. Würden die Ebensfelder am Samstag damit anfangen, dann wäre das eine faustdicke Überraschung. Schließlich ist der SC Sylvia Ebersdorf dort angekommen, wo er hinwollte: auf Rang 1. Dies gelang dank einer Serie von fünf Siegen bei 15:2 Treffern. Mit schon 40 Treffern stellen die Gastgeber die mit Abstand beste Offensivabteilung der Liga.

TSV Mönchröden (7.) – SC Jura Arnstein (16.)

Als sieben Mal in Folge siegloses Schlusslicht geht der Aufsteiger SC Jura Arnstein die Aufgabe bei einem der Mitfavoriten auf den Bezirksliga-Titel an. Aus dieser klaren Außenseiterrolle heraus gilt es, zu überraschen. Unmöglich scheint das nicht, schließlich lässt der TSV immer wieder unerwartet Punkte liegen. Mönchröden fehlt in dieser Saison bislang die Konstanz. Zuletzt warfen den TSV zwei Niederlagen hintereinander zurück. Den Frust darüber wollen sie sich nun gegen die Arnsteiner von der Seele schießen. Wollen die „Mönche“ nach der Winterpause um die Titelvergabe mitreden, dürfen sie sich keine Ausrutscher mehr erlauben.

Von unserem Mitarbeiter Gerd Fahner

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