aktualisiert:

KONA

Schulter von Andreas Dreitz hält nicht

DSPO tria Dreitz 6 Hawaii 2018
Der Michelauer Andreas Dreitz musste aufgrund einer Schulterverletzung vorzeitig aufgeben. Foto: Archiv/pr

Triathlon

Vor einem Jahr sorgten sie auf der Radstrecke als sogenannte Blue-Man-Group für Furore. Am Samstag stiegen sie niedergeschlagen vom Rad. Die Rede ist von den Triathlon-Profis vom Team Erdinger-alkoholfrei, Patrick Lange und Andreas Dreitz.

Während die Aufgabe des Weltmeisters 2017 und 2018 aus Hessen live über die Bildschirme des öffentlichen Fernsehens und im Livestream weltweit gesendet wurde, stieg Andi Dreitz aus Michelau (Lkr. Lichtenfels) – immerhin Sieger der Challenge in Roth in diesem Jahr – unbeachtet von allen Kameras vom Rad.

Lange, der in der Nacht zum Rennen Fieber bekam und trotzdem an den Start ging, musste nach 2:27 Stunden auf Rang 7 liegend aufgeben.

Der Oberfranke Dreitz, der im Vorjahr bei seinem Hawaii-Debüt auf dem Rad zwischenzeitlich auf Rang 4 lag und Lange als Lokomotive zum Sieg in Rekordzeit zog, war vor fünf Wochen bei der 70.3-WM in Nizza schwer gestürzt. Eine Wunde an der Schulter verhinderte vier Wochen lang ein Schwimmtraining. Den Höhepunkt auf Kona wollte er aber dennoch nicht verpassen und stürzte sich am Samstagmorgen in die Kailuba Bay vor Kona. Die 3,6 Kilometer im Pazifik mit ordentlichem Wellengang hielt der 30-Jährige Michelauer durch. Nach 54:26 Minuten stieg er aus dem Wasser und hatte damit knapp sieben Minuten Rückstand auf die Spitze um den späteren Weltmeister Jan Frodeno und Titelverteidiger Patrick Lange.

Rückstand wächst auf dem Rad an

Für Dreitz kein Drama, gilt er doch als einer, der selbst große Rückstände auf dem Rad aufholen kann. Doch die Kenner des Oberfranken mussten schon beim Blick auf die Zwischenzeiten erkennen, dass mit dem Modellathleten etwas nicht stimmte. Der Rückstand wuchs an. Nach 23 Kilometern lag der Michelauer schon über zehn Minuten hinter der Spitze, nach 50 Kilometern rund 13 Minuten. Bei der siebten Zwischenzeit tauchte Dreitz nicht mehr auf.

„Ein schwarzer Tag für Andi. Aufgrund von starken Schmerzen in der Schulter konnte er die Aero-Position auf dem Rad nicht halten und musste aufgeben. Danke an alle, die ihn unterstützt und angefeuert haben“, las man auf seinem Profil in den sozialen Medien.

Während der Fokus vorne auf Jan Frodeno, Sebastian Kienle und die spätere Weltmeisterin Anne Haug aus Bayreuth lag, kämpften über 2400 Altersklassenathleten gegen die Hitze, den Wind und den inneren Schweinehund. Darunter waren einige Franken.

Dels Zweiter seiner Altersklasse

So landete der Bamberger Chris Dels (Böhnlein-Sports) auf Rang 2 seiner Altersklasse M35-39. Ein Top-5-Platz war sein Ziel gewesen. Der 35-Jährige lieferte ein super Rennen ab und wurde nach 8:44:12 Stunden sogar Gesamt-34. aller Männer. Nach 59:08 Minuten Schwimmen, benötigte er 4:40:51 Stunden für die 180 Kilometer auf dem Rad und für den Marathon 2:56:56 Stunden.

Christian Birke aus Bischwind (Lkr. Coburg) war in der gleichen Altersklasse am Start und wurde dort 41. Nach 9:25:50 Stunden war der 35-Jährige von der DJK Gaustadt im Ziel. Seine Zeiten waren 1:02:06 Stunden für das Schwimmen, 4:54:27 Stunden für das Radfahren und 3:20:31 für den Marathon.

Martin Falk aus Rügheim (Lkr. Haßberge) benötigte eine halbe Stunde länger als Birke. Wie Dels für das Team Böhnlein-Sports Bamberg startend, stieg der 37-Jährige nach 1:05:13 Stunde aus dem Pazifik, fuhr 4:56:40 Stunden auf dem Rad, lief den Marathon in 3:48:16 Stunden und wurde damit 107 der Altersklasse M35-39.

Sein ehrgeiziges Ziel, unter neun Stunden ins Ziel zu kommen, verpasste Bernd Hagen mit 9:44:49 Stunden deutlich. Dennoch zeigte der 45-Jährige aus Möhrendorf (Lkr. Erlangen-Höchstadt) eine gute Leistung und belegte in der Altersklasse M45-49 den 21. Platz von 295 Startern. Nach 1:07:07 Stunden für das Schwimmen, fiel er im Radfahren mit 5:02:31 zurück, ehe er mit einer guten Marathonzeit von 3:26:10 Stunden noch Plätze gutmachte.

Bei den Frauen startete Katja Stöcker aus Bayreuth in der Altersklasse 35-39. Die 36-Jährige hatte sich bereits mit der Qualifikation für Hawaii einen Lebenstraum erfüllt. Dort kam sie in ihrer Klasse auf Rang 28 von 79 Starterinnen. Nach knapp elf Stunden durfte sich sich als Eisenfrau von Kona feiern lassen. 10:57:42 Stunden dauerte das Rennen für die Oberfränkin. 1:24:30 Minuten benötigte sie für das Schwimmen, machte dann mit 5:38:26 Stunden für das Radfahren viele Plätze gut und hielt mit 3:43:05 Stunden im Laufen ihre guten Rang. (us)

Weitere Artikel