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RINGER-BUNDESLIGA

Start ins Abenteuer „Bundesliga“

Trainer ACL
Die beiden Bundesligatrainer des AC Lichtenfels: Venelin Venkov (links) und Ali Hadidi. Foto: Gunther Czepera

Genau 1758 Tage liegt der letzte Bundesliga-Einsatz des AC Lichtenfels zurück. Am 6. Dezember 2014 verlor der ACL mit 7:21 in Luckenwalde und entschied sich danach für den Rückzug aus der Bundesliga und den Neustart in der Bayernliga. Nun startet das nächste Bundesliga-Kapitel für die Lichtenfelser: Der Aufsteiger empfängt am Samstag (19.15 Uhr) den ASV Schorndorf.

Seitdem der Aufstieg feststand, hat sich viel beim ACL getan. Zusammen mit der Aufstiegsmannschaft beschlossen die Lichtenfelser sich nur in den Gewichtsklassen zu verstärken, in denen keine eigenen Ringer auf Bundesliganiveau zur Verfügung stehen. Dies war – wie bereits berichtet – vor allem in den leichten und schweren Gewichtsklassen der Fall.

Aber auch außerhalb des sportlichen Bereichs hat sich einiges getan. Unter anderem wurde ein neues Marketing-Konzept erarbeitet. „Wir wollen unseren Fans Spitzensport und zugleich ein schönes Event präsentieren“, sagt der stellvertretende ACL-Vorsitzende Ralf Hirle.

Mitaufsteiger Schorndorf zu Gast

Der Auftaktgegner aus Schorndorf ist ebenfalls Aufsteiger. Als Vizemeister der Regionalliga Baden-Württemberg entschloss sich der ASV für den Aufstieg in die Beletage des deutschen Ringkampfsports. Anders als der AC Lichtenfels tauschten die Schorndorfer um Trainer Sedat Sevsay fast ihr komplettes Team aus: Acht Abgängen stehen 13 Neuzugänge gegenüber – und diese können sich allesamt sehen lassen. So steht ein guter Mix aus vielen talentierten deutschen Athleten wie Vladislav Wagner (bis 66 kg Freistil), Dawid Wolny (bis 71 kg Freistil), Maximilian Schwabe (bis 75 kg Griechisch-Römisch) und Ertugrul Agca (bis 98 kg Freistil) und ausländischen Hochkarätern wie Razvan Arnaut (Rumänien, bis 61 kg Griechisch-Römisch), Mohammed Papi (Iran, bis 66 kg Griechisch-Römisch) und Zakarias Berg (Schweden, bis 86 kg Griechisch-Römisch) für den ASV auf der Matte. Hinzu kommt Eigengewächs und Aushängeschild Jello Krahmer (bis 130 kg, Griechisch-Römisch).

Doch Bangemachen gibt es bei den Lichtenfelsern nicht: „Der ASV Schorndorf ist aufgrund seiner Neuzugänge favorisiert“, sagt ACL-Mannschaftsführer Daniel Luptowicz. „Wir wollen aber mit der lautstarken Unterstützung unserer Fans den Kampf im Hexenkessel so eng wie möglich gestalten und vielleicht doch als Sieger von der Matte gehen.“ Dieses Motto wird für die Lichtenfelser wohl für die komplette Saison gelten. „Wir wollten der Aufstiegsmannschaft die Chance geben, Bundesligaluft zu schnuppern. Natürlich geht das nicht komplett ohne Neuzugänge. Wir werden jeden Kampf mit 100 Prozent Leidenschaft und Kampfgeist bestreiten und können so die eine oder andere Mannschaft vielleicht ärgern“, ergänzt Luptowicz.

Vor dem Bundesligaauftakt kämpft am Samstag der AC Lichtenfels II um Punkte in der Landesliga Nord. Gegner ist ab 17.30 Uhr der SV Johannis Nürnberg III. Die ACL-Truppe um Mannschaftsführer Philipp Schütz ist mit 4:2 Punkten gut in die Saison gestartet. Ärgerlich war nur die unnötige 23:25-Niederlage vor zwei Wochen gegen den TSV Burgebrach II. Auch die Nürnberger haben zwei Siege und eine Niederlage auf dem Konto, so dass sich ein Kampf auf Augenhöhe abzeichnet. Sollte die ACL-Reserve allerdings vollzählig antreten, ist jeder Gegner schlagbar.

Der ACL stellt nach vielen Jahren wieder eine Schülermannschaft, die in der Jugendbezirksliga (Oberfranken) antritt. Mit dem Sieg in Neustadt und der knappen Niederlage in Hof bestritt das Team bereits zwei Kampftage. Nun kommt es am Samstag (16.15 Uhr) gegen die WKG Bindlach/Bayreuth zur Heimpremiere in der AC-Halle.

Im Anschluss an den Bundesligakampf eröffnet wieder die ACL-Bar ihre Tore. DJ Tschordan hofft darauf, mit den Fans den ersten Sieg feiern zu können. Zudem gibt es auch in dieser Saison eine Verlosung am Rundenende. Hauptpreis ist ein City-E-Bike im Wert von 2500 Euro. Lose gibt es bei jedem Heimkampf des AC Lichtenfels oder bei „Mr. Bike“ in Lichtenfels zu erwerben.

Von Heiko Scherer

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