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LICHTENFELS

Derby gegen Burgebrach zum Korbmarkt

Ringen: AC Lichtenfels - Fiorchheim, Teil 2
Alexander Ender (links) musste zum Saisonauftakt gegen Forchheim sowohl im freien als auch im griechisch-römischen Stil in der 75-Kilo-Klasse auf die Matte. Als Freistilspezialist gewann er überlegen, im Greco verlor er gegen Benedikt Panzer (oben). Foto: Gunther Czepera

Ringen

Den Landesliga-Ringern des AC Lichtenfels II ist am vergangenen Samstag ein erfolgreicher Start in die Saison 2019 gelungen. Mit 24:12 konnte auf heimischer Matte ein klarer Sieg gefeiert werden, und das mit den Ringern, die auch nach Start der Bundesliga für die zweite Mannschaft zur Verfügung stehen werden. Vor dem Heimkampf am morgigen Korbmarktsamstag (17.30 Uhr) gegen den TSV Burgebrach II gibt der neue Mannschaftsverantwortliche Philipp Schütz, Nachfolger von Roland Hopf, das Saisonziel aus. „Ich will auf keinen Fall absteigen – wir haben lang genug gebraucht, aufzusteigen, da möchte ich nicht gleich in der Folgesaison wieder eine Liga tiefer ringen.“

Philipp Schütz als Teamführer

Philipp Schütz ist schon seit mehreren Jahren Betreuer der zweiten Mannschaft und hat Roland Hopf regelmäßig unterstützt. „Jetzt habe ich das komplette Aufgabengebiet übernommen und es mach mir riesig Spaß, mit den Jungs jede Woche eine Mannschaft zu stellen und gute Leistungen zu bringen.“ In der neuen Liga kennen die Mannschaftsverantwortlichen bereits einige Gegner, andere noch nicht. „Jetzt werden einige stärkere Gegner auftauchen. Mein größter Wunsch ist es aber, dass sich die jungen Ringer in der Landesliga etablieren und wachsen. Darüber hinaus wollen wir das Leistungsgefälle zwischen unserer ersten Mannschaft und der Reserve reduzieren.“ Als langfristiges Ziel nennt Schütz, eine vollzählige Mannschaft zu stellen. „Wir wollen für jede Gewichtsklasse zwei Mann, damit die Ringer nicht zweifach ringen müssen. Und vielleicht schaffen wir irgendwann den Aufstieg in die Bayernliga, das wäre ein Riesending.“

Alexander Ender ehrgeizig

Einer der Ringer, auf die Philipp Schütz zählt ist Alexander Ender, Eigengewächs des AC und nach einigen Jahren Pause zurück als feste Stütze im Kader der zweiten Mannschaft. Wie es dazu kam, schildert Ender so: „Ich habe mal wieder ins Training geschaut, weil mich mein Bruder mitgenommen hat. Und da ist die Flamme wieder entfacht worden. Jetzt bin ich wieder aktiv dabei und übernehme auch nebenher Aufgaben, wie das Bambini-Training.“

Der 22-Jährige hat ehrgeizige Ziele: „Ich möchte auf jeden Fall ein, zwei Kämpfe in der Bundesliga ringen, um zu sehen, wie das ist. Langfristig möchte ich Stammringer in der Bundesliga werden.“ Doch bis es so weit ist, steht die Landesliga-Saison bevor. „Ich freue mich darauf, zu sehen, was ich nach einem Jahr Training erreichen kann. Ich möchte die meisten meiner Kämpfe gewinnen und mit der Mannschaft aufsteigen.“

Späteinsteiger Jan Wagner

Völlig anders verlief die Ringerkarriere bei Jan Wagner. Den ersten Kontakt mit dem Ringen hatte er von der Tribüne aus, ist seit 2016 jedoch nicht mehr aus der zweiten Mannschaft wegzudenken. Warum er von den Zuschauerrängen auf die Matte wechselte, erklärt er so: „Ringen ist ein Randsport, jeder Mann ist wichtig. Deshalb ist es wichtig, dass Leute auch aktiv zum Ringen gehen und das nach außen publizieren.“

Den Rollenwechsel beschreibt er so: „Der Zuschauer stellt sich einen Ringkampf leicht vor, aber der Gegner kämpft und wehrt sich, gibt einem Saures. Als Zuschauer denkt man, da will immer nur der eine, und der andere ist da, um ihn zu unterhalten. Es ist nicht so einfach, wie man sich das vorstellt.“

Seine persönlichen Saisonziele lauten, so viele Kämpfe zu gewinnen wie im Jahr zuvor, und er fügt mit einem Schmunzeln hinzu: „Ein persönliches Ziel für die Saison habe ich noch: länger als eine Minute gegen Frank Stäbler auf der Matte stehen.“ Bis für Lichtenfels der Kampf gegen Heilbronn, den Verein von Weltmeister Frank Stäbler, ansteht, vergehen noch ein paar Wochen. Am morgigen Samstag geht es für Jan Wagner gegen den TSV Burgebrach II auf die Matte. Der TSV Burgebrach II ist in der Landesliga etabliert und wird für die Lichtenfelser ein Prüfstein sein. „Mit der Form der Vorwoche stehen die Chancen auf die nächsten Punkte gut“, ist sich Mannschaftsführer Philipp Schütz mit Alexander Ender und Jan Wagner einig.

Schülerteam wieder am Start

Neben dem erfolgreichen Saisonstart der „Zweiten“ gibt es auch aus der Jugendabteilung des ACL positive Nachrichten. Mit dem morgigen Auswärtskampf beim TBVfL Neustadt nimmt seit längerem wieder eine Schülermannschaft an Mannschaftswettkämpfen teil.

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