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WEISMAIN

SCW Obermain vergrößert Kader

Zu- und Abgänge, Testspiele, Stimmung beim SCW Obermain vor der neuen Saison
Spielertrainer Florian Ascherl (links) und Spielleiter Georg Pitterich (rechts) begrüßen im Waldstadion (von links) Mario Herrmannsdörfer (mitspielender Co-Trainer/zuletzt Spielertrainer SV Dörfleins), Timo Horn (vom Türk FC Bayreuth), Hannes Küfner (SV Weidenberg), Dominic Schuberth (ATS Kulmbach), Dominique Pinter (Jugend FC Eintracht Bamberg), Patrick Ott (SG Roth-Main) und Daniel Bauer (eigene Jugend). Es fehlt: Tim Winkler (eigene Jugend). Foto: Marian Hamacher

Fußball

„Nach einer schwierigen Saison im Vorjahr wollen wir jetzt Konstanz in unser Leistungsniveau bringen“, sagt Florian Ascherl, Spielertrainer des SCW Obermain. „Vor allem defensiv müssen wir stabil stehen. Offensiv haben wir die Gewissheit, immer ein Tor machen zu können.“

Der 37-jährige Ex-Regionalligaspieler der SpVgg Bayreuth und der SpVgg Bayern Hof wollte die Weismainer eigentlich erst ab der jetzt beginnenden Serie der Kreisliga Kronach coachen, übernahm dann aber aufgrund der Abstiegsgefahr bereits im April als Spielertrainer.

„Wenn es an der Zeit ist, wollen wir die Kreisliga nach oben verlassen“
Florian Ascherl, Trainer SCW Obermain

Erst durch den 5:1-Sieg im Relegationsderby gegen den FC Altenkunstadt/Woffendorf wurde die Klasse gehalten. „Wir müssen diesmal schnellstmöglich Ruhe gegen die Abstiegsgefahr reinkriegen“, gibt Ascherl für seine erste volle Saison in Weismain das Ziel aus. Seine Zeit im Waldstadion nennt er „ein Projekt“. „Wenn es an der Zeit ist, wollen wir die Kreisliga nach oben verlassen“, sagt Ascherl. „Wenn wir uns schon diese Saison zwischen Platz 2 und 6 einpendeln, wäre es das natürlich sehr gut.“

Trainingslager und Testspiele

Der in der Vorsaison aufgrund vieler Verletzungen oft ausgedünnte Kader wurde verbreitert. An einem Trainingslager in Weismain nahmen 20 Spieler teil. „Die Vorbereitung war bislang ein Erfolg“, sagt Ascherl. „Mit dieser Kaderbreite kann man gut trainieren, auch Abläufe einstudieren.“ In Testspielen gewann der SCWO mit 7:1 gegen den Bamberger Kreisklassisten DJK Teuchatz und mit 5:4 gegen den Bamberger Kreisligisten SV Zapfendorf. Beim Bezirksligisten TSV Schammelsdorf gab es ein 0:0. Der Test am morgigen Mittwoch gegen den FC Altenkunstadt/Woffendorf muss ausfallen, da die Altenkunstadter selbst im Kreispokal-Viertelfinale antreten. Am Samstag, 20. Juli, treffen die Weismainer im Rahmen des eigenen Sportfestes zum 15. Vereinsgeburtstags auf den TSV Staffelstein.

Gestandene Neuzugänge

Zur neuen Saison hat Florian Ascherl einen hochkarätigen Co-Trainer erhalten: Mario Herrmannsdörfer, wie Ascherl mit Vergangenheit beim SC Weismain, war bislang Spielertrainer des Bamberger Kreisligisten SV Dörfleins. Die höchste Liga des 39-jährigen Offensivakteurs als Spieler (SV Memmelsdorf) und als Trainer (ASV Hollfeld) war die Bayernliga. Zudem trainierte er erfolgreich weitere Vereine in der Region Bamberg, führte unter anderem den FC Oberhaid in die Landesliga.

Neuer Torwart des SCWO ist Dominic Schuberth, der im Vorjahr noch für den ATS Kulmbach in der Bezirksliga hielt. Der bisherige Schlussmann Tjerk Berthold wird Stellvertreter und Torwart-Trainer. In der Weismainer Abwehr agiert künftig Timo Horn (31), zuletzt beim Türkischen FC Bayreuth. Stürmer Hannes Küfner (25) kommt vom SV Weidenberg aus der Bayreuther Kreisliga, sammelte aber schon höherklassig Erfahrung – unter anderem beim ASV Hollfeld in der Bayernliga (2013/14) und bei der SpVgg Bayreuth II (Landesliga), in zwei Partien auch in der Regionalligamannschaft.

Talente aus der Region

„Uns war es aber auch wichtig, dass Einheimische dazugekommen sind“, betont Georg Pitterich, seit vielen Jahren SCWO-Spielleiter. Tim Winkler und Daniel Bauer kommen aus der eigenen Jugend, Patrick Ott vom Nachbarverein SG Roth-Main. Und der in Weismain wohnende Dominique Pinter spielte bislang in der Jugend des FC Eintracht Bamberg. Verlassen haben den SCWO Rene Pülz (FC Marktgraitz) und Ingo Schlemmer (ASV Hollfeld).

„Wir haben eine gute Mischung aus jungen Talenten und gestandenen Spielern. Wir gehen positiv in die neue Serie“, betont Georg Pitterich. (asch)

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