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REDWITZ

Meisterrennen weiter offen

Damen: Redwitz - Lichtenfels
Große Freude nach dem Siegtreffer: Die Redwitzerin Kathrin Schlaf (vorne) scheint selbst von ihrem Traumtor zum 4:3 überrascht zu sein. Ihre Mitspielerin Salin Atik kommt ihr jubelnd entgegen. Foto: Gunther Czepera

Frauenfußball

Der Schwabthaler SV ist seinen vierten Platz in der Frauen-Landesliga Nord los. Er verlor das Mittelfeldduell beim SV Neusorg mit 0:2 und musste den Gegner vorbeiziehen lassen.

Offen ist weiterhin der Kampf um die Meisterschaft in der Frauen-Kreisliga Nord. Der FC Redwitz gewann das Spitzenspiel mit 4:3 und verhinderte so den vorzeitigen Titelgewinn der SG Staffelstein/Lichtenfels.

Landesliga Nord

SV Neusorg – Schwabthaler SV 2:0 (1:0)

Im Gegensatz zu den Schwabthalerinnen waren die Gastgeberinnen noch nicht gesichert. Ein Punkt fehlte zum Klassenerhalt – dementsprechend motiviert gingen sie ins Spiel und drängten den SSV in die Defensive. Vor allem Susanne Stich und Milena Riedl waren kaum in den Griff zu bekommen. So verhinderte SSV-Torfrau Jaqueline Spindler (6.) gegen die frei stehende Riedl mit einer tollen Parade das 1:0. In der 21. Minute strich ein Schuss von Simone Hautmann knapp am rechten Pfosten vorbei, zudem scheiterte Riedl (37.) erneut an Spindler. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit eine weitere Chance für die Heimelf: Riedl legte sich den Ball an der Strafraumgrenze für einen Freistoß bereit – und vollendete gekonnt zum 1:0 (45. +2) in den Winkel des SSV-Tores. Die Gäste hatten in Durchgang 1 nur eine nennenswerte Offensivaktion: Lisa Kestler (18.) entschied sich für den Pass auf Janine Hofmann, so dass die Neusorger Abwehr klären konnte. Hätte Kestler selbst abgeschlossen, wäre es wohl gefährlicher geworden.

Nach dem Seitenwechsel stand Schwabthal in der Defensive besser und entwickelte auch mehr Drang nach vorne. Lisa Kestler (68.) suchte nach schöner Kombination den Abschluss – knapp vorbei. Im Gegenzug vergab Anna Biebl das 2:0, als sie knapp neben das Tor köpfte und zehn Minuten später per Distanzschuss an der Latte scheiterte. Den Gästen fehlten in der Schlussphase die Ideen, um die vielbeinige SV-Abwehr ernsthaft in Gefahr zu bringen. Und dann schlugen die Neusorgerinnen erneut in der Nachspielzeit zu: Anna Kohl schloss einen Konter zum 2:0 (90. + 3) ab. (J.S.)

Bezirksoberliga

FC Michelau – SV Reitsch 0:2 (0:0)

Im Spitzenspiel zeigten die ersatzgeschwächten Michelauerinnen eine kampfstarke Leistung, verpassten aber die Überraschung gegen den Tabellenführer. Der SV war das spielbestimmende Team und übte in der ersten Halbzeit viel Druck aus. Bereits in der 3. Minute scheiterte Sandra Neubauer am Querbalken. Weitere Chancen blieben ungenutzt, oft war aber auch der letzte Pass zu ungenau. So verdiente sich der tief stehende und stark verteidigende FCM das torlose Remis nach 45 Minuten. Nach dem Seitenwechsel war ein Pfostentreffer der Reitscherin Linda Querfurth (47.) der Wachmacher für die Heimelf, die nun auch zu gefährlichen Offensivaktionen kam. Jennifer Schmitt scheiterte zweimal aus aussichtsreicher Position. Auf der anderen Seite hielt FC-Torfrau Melanie Imhof ihr Team lange im Spiel – doch dann besiegelte ein Doppelschlag von Querfurth (75. und 78.) die Niederlage des drittplatzierten FC.

Bezirksliga West

SG Walsdorf/Stegaurach – SCW Obermain 0:3 (0:1)

Der SCW bleibt auf Kurs Vizemeisterschaft. Nach zehn Minuten legte Sarah Henkel mit ihrem Treffer den Grundstein zum Auswärtssieg. Auch nach dem Seitenwechsel waren die Gäste sofort hellwach: Elena Kerling traf drei Minuten nach Wiederanpfiff. Den Schlusspunkt setzte Laura Endres (73.) mit ihrem Treffer zum 0:3-Endstand.

Kreisliga Nord

FC Redwitz – Staffelstein/Lichtenf. 4:3 (3:2)

Im Duell Zweiter gegen Erster wahrte Redwitz seine Titelchancen und hat vor dem letzten Spieltag zwei Punkte Rückstand auf die Spielgemeinschaft aus Staffelstein und Lichtenfels. Den besseren Start ins Spitzenspiel hatten die Gäste: Beim FC fehlte Zuordnung und die SG nutzte die Freiräume, um durch Treffer von Larissa Richter (11.) und Ronja Kohmann (16.) mit 2:0 in Führung zu gehen. Dagegen ließ die Heimelf ihre ersten beiden Großchancen ungenutzt. Und der offene Schlagabtausch fand seine Fortsetzung, als Jasmin Schreppel (SG) den Ball aus kurzer Distanz über die Querlatte schoss und auf der Gegenseite Selin Atik das Tor knapp verfehlte. Nach knapp einer halben Stunde spielte sich Redwitz in einen Rausch: Kathrin Schlaf verkürzte mit einem überlegten Abschluss auf 1:2 (26.) und erzielte mit einem platzierten Flachschuss aus 16 Metern den Ausgleich (39.). Nur zwei Minuten später schaltete Atik bei einem Abpraller blitzschnell – die Partie war zum 3:2 gedreht.

Nach dem Seitenwechsel war wieder Kohmann zur Stelle und erzielte früh das 3:3 (50.). Danach mussten die Teams allerdings dem hohen Tempo der ersten Halbzeit Tribut zollen. Erst in der Schlussphase kam mit Redwitz eine Mannschaft nochmals stärker auf – und Schlaf riss die Gäste mit einer tollen Aktion aus den Titelträumen. Mit einem sehenswerten Schuss aus halbrechter Position in den Winkel erzielte sie das 4:3 (79.). (stp)

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