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ALTENKUNSTADT

Entscheidung nach Remis vertagt

Sport: Handball Landesliga Nord Herren HG Kunstadt : SG Auerbach/Pegnitz 25:25 (11:13)
Mit aller Kraft stemmte sich auch Kunstadts Toni Lakiza (am Ball) gegen den frühzeitigen K.o. im Kampf um den Relegationsplatz und erzielte drei wichtige Treffer. Foto: Matthias Schneider

Handball

Die endgültige Entscheidung im Kampf um den Abstiegsrelegationsplatz der Handball-Landesliga Nord zwischen HG Kunstadt und SG Auerbach/Pegnitz fällt am letzten Spieltag. Nach einem dramatischen Spiel trennten sich am Sonntagnachmittag in der Altenkunstadter Kordigasthalle beide Konkurrenten mit einem 25:25 (11:13)-Unentschieden, obwohl sowohl die Hausherren als auch die Oberpfälzer beste Möglichkeiten hatten, die Partie für sich zu entscheiden.

Die besseren Karten nach dieser leistungsgerechten Punkteteilung haben aber die Auerbacher (21:29 Punkte), denen im Heimspiel gegen die HSG Fichtelgebirge (3.) bereits ein Punkt reicht, ungeachtet dessen, ob die HGK (20:30) zeitgleich am Sonntag (16 Uhr) beim TV Roßtal (6.) gewinnen oder verlieren wird.

Demnach haderten am Sonntag vor allem die Gastgeber mit ihrem Schicksal und der vergebenen besseren Ausgangslage für den Abschlussspieltag. In einem Herzschlagfinale wehrten die HGKler sieben Sekunden vor Ende den letzten Auerbacher Wurfversuch ab, liefen einen Tempogegenstoß, scheiterten aber mit dem Schlusspfiff freistehend am Auerbacher Torhüter Valentin Kroher.

Diese letzten Sekunden waren aber der Höhepunkt einer spannenden Partie, die durch die gut gefüllte Zuschauertribüne einen tollen Rahmen erhielt. Unter dem Trommelwirbel der mitgereisten SG-Fans erwischte die Truppe von Gästetrainer Matthias Schnödt den besseren Start. Schnell zeigte sich, dass Auerbach vor allem über den flinken Jan Wislicenus und den wurfstarken Thomas Wilke Torgefahr ausstrahlte.

Karapetjan sorgt für Ausgleich

Demgegenüber stand der aufopferungsvolle Einsatz des Kunstadters Hajck Karapetjan, der keinem Zweikampf aus dem Weg ging und den 5:5-Ausgleich (12.) erzielte. In der Folgezeit bestimmten die beiden Abwehrreihen, aber auch die zahlreichen Fehler das Geschehen in der Kordigasthalle. Kunstadt agierte über 60 Minuten mit einer stabilen 6:0-Abwehr, während Auerbachs Defensive deutlich offener ans Werk ging. Die dadurch entstehenden Lücken nutzten die HGler über Marco Scholz zum 10:10 (23.). Den stärksten Eindruck in Halbzeit 1 hinterließen aber auf beiden Seiten die Torhüter. Sowohl Kunstadts Alexander Kießling als auch sein Gegenüber Max-Anton Seiffert zeichneten sich mehrmals aus. Das zielstrebigere und schnellere Spiel der Gäste bescherten ihnen aber eine verdiente 13:11-Pausenführung.

Der Oberpfälzer Anhang diskutierte bereits über die Höhe des Auswärtserfolgs, hatten aber den Kampfgeist der Kunstadter nicht auf der Rechnung. Nach dem 11:14 durch den sicheren Siebenmeterschützen Maxim Pankraz (42.) fanden die Gastgeber in der Abwehr dank des Einsatzes von Michael Deuber die richtige Balance und netzten im Gegenzug über Maile, Jung und Deuber sicher ein. Hajck Karapetjan sorgte mit dem 15:14 (38.) für die erste Führung der HGK. Zwei weitere Treffer folgten (17:14; 40.).

Da sich die Gäste in dieser Phase Abspielfehler leisteten, war die Truppe um HGK-Spielertrainer Johan Andersson auf einem guten Weg. Doch wie so oft in der Rückrunde baute die HG durch Fehler den Gegner wieder auf. Nach dem 17:17 (44.) wechselte die Führung ständig, wobei die HGler eigentlich den besseren Eindruck hinterließen, weil nun auch Toni Lakiza und Johannes Bauer viel Verantwortung übernahmen.

Letztlich fiel das 25:25 aber auch deshalb leistungsgerecht aus, weil an diesem Tag keines der beiden Teams die Klasse besaß, die Partie frühzeitig zu entscheiden.

HG Kunstadt: Kießling – Karapetjan (9), Bauer (4), Lakiza (3), Maile (2), Jung (2), O. Oester (1), N. Oester (1), Deuber (1), Scholz (1), Andersson (1), Stirbati / SG Auerbach/Pegnitz: Seiffert, Kroher – Pankraz (6/5), Wilke (4), Schnödt (4), Hofmann (4), Wislicenus (3), Tannenberger (2), Neuß (2), Weiss, Edtbauer, Kraus, Schalanda / SR: M. Hawly, T. Hawly (Nürnberg)

Von unserem Mitarbeiter Matthias Schneider

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