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BURGKUNSTADT

Kunstadt ist zum Siegen verdammt

Sport Handball: Vorbericht der HG Kunstadt: Alles oder nichts!
Für die Kunstadter Handballer um Johannes Bauer (gelbes Trikot) zählt gegen die SG Auerbach/Pegnitz nur ein Sieg, um noch eine Chance auf den Abstiegsrelegationsplatz zu haben. Mit 100 Treffern ist Bauer nach Hajck Karapetjan (152 Treffer) der zweitbeste Torschütze der HGK. Foto: Matthias Schneider

Handball

Die Handballer der HG Kunstadt haben bereits 24 Spiele in den Knochen. Doch am Sonntag (16 Uhr) steht in der heimischen Obermainhalle gegen die SG Auerbach/Pegnitz das wichtigste Spiel der Saison bevor.

Die Gäste sind als Tabellenzehnter mit 20:28 Punkten eine Position und einen Zähler besser platziert als die Kunstadter. Im Rennen um den Abstiegsrelegationsplatz ist die Begegnung das entscheidende Duell. Gewinnt die Mannschaft von Spielertrainer Johan Andersson die Partie, darf sie weiter auf den Klassenerhalt hoffen. Geht das Spiel an die Gäste aus der Oberpfalz, ist der Abstieg einen Spieltag vor Saisonende beschlossene Sache. Die HGK müsste nach nur einem Jahr in der Landesliga in die Bezirksoberliga zurück. Bei einem Kunstadter Sieg setzt sich der Abwärtstrend der Auerbacher fort. Die Oberpfälzer spielten vor wenigen Jahren noch in der 3. Liga.

Keine Entscheidung bei Heimsieg

Die Gäste um Spielertrainer Matthias Schnödt hätten bei einer Niederlage am Sonntag noch die Möglichkeit, die HGK in der darauffolgenden Woche abzufangen. Voraussetzung hierfür wäre ein Heimsieg der SG gegen die HSG Fichtelgebirge und eine gleichzeitige Niederlage der Kunstadter beim heimstarken TV Roßtal (7. Platz). Ein Szenario, welches mit Blick auf die schwache Rückrunde der HSG Fichtelgebirge und auf die Auswärtsschwäche der HGK nicht unrealistisch erscheint.

Damit es so weit kommt, müssen die Kunstadter erst einmal in der Tabelle an Auerbach vorbeiziehen. Anlass zum Optimismus gibt es für die HGK allemal: Gerade in eigener Halle hatten Andersson und sein Team ihre besten Momente in dieser Spielzeit. Der letzte Heimauftritt beim 34:27 gegen den TV Erlangen/Bruck II fiel überzeugend aus, während die Auerbacher noch mit dem Ausgang der vergangenen Partie hadern.

Der Tabellenzehnte brachte sich bei der 22:23-Niederlage gegen den TSV Mainburg durch einen Wechselfehler in den Schlusssekunden selbst um zwei Zähler. Die Auerbacher Formkurve zeigte in den vergangenen Wochen deutlich nach unten. Sieben Niederlagen in Serie sorgen dafür, dass die Oberpfälzer mit wenig Selbstbewusstsein an den Obermain reisen werden.

Doch das Team um Top-Torschütze Thomas Wilke erhält Unterstützung von seinen Anhängern, die mit einem Fanbus anreisen und dem Abstiegskracher die angemessene Atmosphäre verleihen wollen. Die Hausherren sollten das knappe Hinspielergebnis von 27:29 im Hinterkopf behalten. Bei einem möglichen Punktgleichstand am Ende der Saison würde der direkte Vergleich über den Klassenerhalt beziehungsweise den Abstieg entscheiden.

Von unserem Mitarbeiter Matthias Schneider

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