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LICHTENFELS

„Mir reicht auch ein dreckiges 1:0“

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Zuletzt verkaufte sich der FC Lichtenfels um Luca Ljevsic (rechts, im Zweikampf mit Gabriel Jessen) bei Eintracht Bamberg sehr gut, musste beim Spitzenreiter aber dennoch eine Niederlage einstecken. Foto: Sportpress

Fußball

Ein Doppelspieltag steht für den Nordost-Landesligisten FC Lichtenfels (9. Platz) am Osterwochenende an – und das Ziel ist klar: Nach guten Ansätzen und ordentlichen Leistungen in den vergangenen Spielen soll nun der erste Sieg im Jahr 2019 gelingen. Die Chancen darauf stehen wohl im Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen den SC Großschwarzenlohe (15.) höher als am Montag bei der SG Quelle Fürth (8.). Diese Partie wird bereits um 11 Uhr angepfiffen.

Erneut blickt der FC Lichtenfels auf eine gute Leistung zurück, erneut blieb er aber ohne Punkte. Das Team um das Trainer-Gespann Alexander Grau und Christian Goller musste sich zuletzt bei Tabellenführer Eintracht Bamberg mit 2:4 geschlagen geben. Eine Niederlage, die nicht unerwartet kam.

Aber auch eine Niederlage, die Mut macht. „Wenn man nach dem Spiel wieder gute Kritiken oder Schulterklopfer vom Gegner bekommt, bringt einem das herzlich wenig, wenn man leer ausgeht“, sagt Grau. „Die zweite Halbzeit in Bamberg, in der wir sehr gut gespielt haben und in der wir auch in einigen Szenen sehr torgefährlich waren, gilt es jetzt gegen Mannschaften in unseren Tabellenregionen umzusetzen.“

Am besten gleich gegen das abstiegsgefährdete Team aus Großschwarzenlohe. Doch der Trainer der Lichtenfelser ist gewarnt: Der SCG hat sich zuletzt gegen Topteams sehr gut präsentiert.

„Gegen die Spitzenmannschaften Neudrossenfeld und Schwabach haben sie vier Punkte geholt, beim 3:6 gegen Bamberg waren sie lange dran und beim 2:5 gegen Feucht war es auch relativ lange ein offenes Spiel“, erinnert sich Grau.

Defensiv anfälliges Team

Der FCL-Coach weiß, dass seine Mannschaft gegen den Tabellen-15. nur in Top-Form bestehen kann. Allerdings muss er wohl erneut improvisieren: Hinter den Einsätzen von vier Spielern (L. Dietz, Wige, Hellmuth, Goller) steht noch ein Fragezeichen. Dennoch gilt es Druck auf Großschwarzenlohe aufzubauen, schließlich ist der SC in der Defensive sehr anfällig. In den zurückliegenden beiden Spielen mussten die Mittelfranken insgesamt elf Gegentreffer hinnehmen. Zudem sind 61 Gegentore in 29 Saisonspielen der drittschlechteste Wert der Liga nach der SpVgg Selbitz (63) und des TSV Sonnefeld (134), die aktuell auf den letzten beiden Tabellenplätzen liegen.

Ein Offensiv-Spektakel seiner Mannschaft erwartet Grau dennoch nicht. „Mir reicht auch ein dreckiges 1:0. Das Ziel lautet am Ende einfach: ein Tor mehr als der Gegner schießen.“ Schließlich ist den Lichtenfelsern das in den sechs Spielen nach der Winterpause (drei Unentschieden, drei Niederlagen) noch nicht gelungen.

Spielstarke Fürther

Anders sieht das beim Lichtenfelser Montagsgegner aus. Die Fürther holten im aktuellen Kalenderjahr acht Punkte und schoben sich so in der Tabelle am FCL vorbei. Aktuell haben sie einen Punkt mehr auf dem Konto. Allerdings leistete sich die Spielgemeinschaft zuletzt einen 0:2-Ausrutscher im Heimspiel gegen Kellerkind Selbitz.

Und das verdeutlicht auch das Problem der Fürther in dieser Saison: Sie bekommen keine Konstanz in ihre Leistungen. Für Grau hängt das mit den Umstellungen im Spielsystem zusammen: „Sie haben mit dem neuen Trainer den Spielstil ein wenig geändert, und die Anpassung hat ein wenig gedauert. Sie spielen jetzt viel mehr Ballbesitzfußball mit vielen Pässen und Kombinationen. Die neue Taktik setzen sie immer besser um und deshalb wird dieser Gegner auch sehr stark sein.“ Grau warnt bei den spielstarken Fürthern vor allem vor dem neunfachen Saison-Torschützen Dickson Abiama.

FC Lichtenfels: Kraus, Köster – L. Dietz?, Hellmuth?, Wige?, Pfadenhauer Scholz, Mohr, Geldner, L. Jankowiak, Graf, Zollnhofer, Goller?, Schaller, Schardt, Ljevsic, Schunke.

Von unserem Mitarbeiter

Tobias Ebner

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