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HEIDINGSFELD

HGK hält beim Ersten bis zum 10:10 mit

Sport: Handball Landesliga Nord Herren TG Heidingsfeld : HG Kunstadt 31:23 (16:13)
Trotz großer Gegenwehr des starken Heidingsfelder Abwehrblocks kam Kunstadts Hajck Karapetjan (Mitte) bei der TG Heidingsfeld zu sieben Treffern. Foto: Matthias Schneider

Handball

(mts) Die Situation für die Handballer der HG Kunstadt hat sich nach dem Spieltag am Wochenende verschärft. Die Truppe von Spielertrainer Johan Andersson verlor – wie zu erwarten war – beim souveränen Tabellenführer TG Heidingsfeld mit 23:31 (13:16). Allerdings punktete die Konkurrenz im Abstiegskampf. So fertigte Erlangen-Bruck den TV Münchberg mit 46:28 ab und zog an der HGK vorbei. Dazu kam der sensationelle 28:25-Heimerfolg des TSV Mainburg gegen den Tabellenzweiten ASV Cham. Mainburg– nächste Woche Gast in Burgkunstadt – rückte damit bis auf drei Zähler an die Kunstadter heran.

Die Heidingsfelder können bei nun acht Punkten Vorsprung auf die Verfolger schon den Meisterschaftssekt kalt stellen.

Andersson lobt die Einstellung

Die Partie in Heidingsfeld bot aber in dieser Hinsicht bereits Grund für Optimismus. „Die Einstellung hat gepasst, doch mit unserem dünnen Kader war gegen einen solch starken Gegner nicht mehr zu holen“, zeigte sich Coach Andersson nach dem Spiel zufrieden mit der Leistung seines Teams. In der Tat machte sich das Fehlen von Oliver Oester, Fabian Brungs und Toni Lakiza erst im zweiten Abschnitt bemerkbar.

Vor allem in der ersten Halbzeit verlangte die HGK der TGH um Trainer Heiko Karrer alles ab. In der 6. Minute besorgte Nicklas Oester die 4:2-Führung für die Männer vom Obermain, die sich im Anschluss auch nicht vom Heidingsfelder Gegenschlag zum 10:6 (19.) entmutigen ließen. Zwei Tore des guten Johannes Bauer sowie Treffer von Andrei Stirbati und des wieder genesenen Johan Andersson zum 10:10-Ausgleich (23.) ließen den Anhang der HGK sogar zwischenzeitlich von einer Sensation träumen. Allerdings griffen in den Folgeminuten die beiden Schiedsrichter ins Spielgeschehen ein, mit deren Entscheidungen Coach Andersson auch nach dem Abpfiff noch ein wenig haderte.

HGK nur mit drei Feldspielern

Denn nach drei Zeitstrafen in Folge stand die HG zwischenzeitlich mit drei Feldspielern auf dem Platz, was die Unterfranken bis zur Halbzeit zum 16:13 nutzten.

Spielentscheidend war aber der Beginn der zweiten Hälfte. Heidingsfeld vergrößerte dank der Tore des starken Angriffsduos Patrick Schneider und Luis Franke den Vorsprung von Minute zu Minute. Schneiders Doppelpack zum 22:15 (42.) kam dann einer Vorentscheidung gleich, weil die Kusntadter auch aufgrund fehlender Wechselmöglichkeiten konditionelle Probleme bekamen. Dennoch gab sich die HG bis zum Schluss nicht auf und kam vor allem über Hajck Karapetjan und sehenswerte Treffer von Kreisspieler Marco Scholz immer wieder zum Torerfolg. Am klaren Ergebnis von 31:23 änderte dies aber wenig, weil Heidingsfeld im Stile eines Tabellenführers nichts mehr anbrennen ließ.

TG Heidingsfeld: Tatzel, Varga – Schneider (7), Franke (5/1), Nass (5), Lang (5), Farkas (3/2), Polydore (2), Maier (1), De. Orf (1), Wisso (1), Do. Orf, Borda'cs / HG Kunstadt: Ho. Karapetjan, Kießling – Ha. Karapetjan (7), Scholz (5), Andersson (3/1), Maile (2), Bauer (2), Deuber (1), Stirbati (1), Jung (1), Oester (1) / SR: Hawly (Stadeln), Hawly (Nürnberg)

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