BAD STAFFELSTEIN

In Zerbst geht's um die Meisterschaft

Vorbericht Zerbst - Staffelstein
Marcus Gerdau ist der beste Kegler beim SKC Staffelstein und liegt auf Rang 2 der Bundesliga im Auswärtsschnitt.

Kegeln

(SKC) Wird am Samstag bereits die deutsche Meisterschaft entschieden? Sieben Spieltage sind in der Kegler-Bundesliga noch zu absolvieren. Morgen steht ein vorgezogenes Endspiel auf dem Spielplan, wenn die Staffelsteiner (20:2 Punkte) beim punktgleichen Spitzenreiter und Titelverteidiger Zerbst antreten.

Der Serienmeister aus Sachsen-Anhalt hat lediglich aufgrund der mehr erzielten Mannschaftspunkte (70) gegenüber den Oberfranken (64) die Nase vorn.

Eine Vorentscheidung in Sachen Meisterschaft könnte durchaus fallen, auch wenn nach diesem Wochenende noch sechs Spieltage zu absolvieren sind. Die Staffelsteiner denken aber, dass sich die Zerbster in ihren weiteren Partien keine Blöße mehr geben werden, da das Potenzial der Mannschaft immens hoch ist. Andererseits hatten die „Rot-Weißen“ in dieser Saison schon extrem viel Glück und hätten durchaus den ein oder anderen Punkt abgeben können.

Die Staffelsteiner rechnen sich durchaus etwas aus, denn über das nötige Können verfügen sie. Aber sind die Kegler vom Obermain in der Lage, ihr Potenzial auf die Zerbster Bahnen zu bringen? Oder gehen sie – wie in der Vergangenheit – bei solchen Duellen unter? Die Oberfranken müssten an oder über 3800 Holz im Zerbster Hexenkessel erzielen, um eine Chance zu bekommen. Ob dies gelingt, wird sich am Samstag ab 13 Uhr auf der Anlage der „Rot-Weißen“ zeigen.

SKCler haben fleißig trainiert

Die Mannen um Teamchef Hans-Karl Brütting sind hochmotiviert. Der Trainingsfleiß der SKCler war in der fünfwöchigen Spielpause hoch. Alle Akteure sind fit. So fahren die Staffelsteiner die gut 300 Kilometer nach Zerbst mit Torsten Reiser, Marcus Gerdau, Julian Hess, Mathias Dirnberger, Alexander Stephan, Florian Bischoff, Miroslav Jelinek und Radek Hejhal. Welches Sextett gegen die Zerbster Aufstellung gestellt wird, entscheidet Teamchef Brütting mit Kapitän Reiser erst kurz vor Spielbeginn. Da lässt man sich – wie üblich – nicht in die Karten schauen. Der Druck liegt bei den Zerbstern, die seit 2006 keine deutsche Meisterschaft mehr verloren haben. Die Staffelsteiner haben nichts zu verlieren und können eigentlich locker aufspielen.

Spielentscheidend wird sicherlich die Tagesform jedes einzelnen Akteurs sein. Zum Vorteil der Gastgeber wird die lautstarke Unterstützung werden, die sie durch ihre Fans sicherlich in so einem Topspiel bekommen. Die Zerbster können auch Phillip Vsetecka, Manuel Weiß, Thomas Schneider, Timo Hofmann, Jürgen Pointinger, Fabian Seitz, Mathias Weber und Boris Benedik für ihre Startsechs auswählen.

Raindorf in Lauerstellung

Auf Tabellenplatz 3 liegen derzeit die Chambthalkegler aus Raindorf, die zum Jahresauftakt den Vorletzten ASV Neumarkt erwarteb. Victoria Bamberg ist als Vierter gegen den Siebten FEB Amberg auf eigenen Bahnen ebenso Favorit wie Nibelungen Lorsch (7.) beim Tabellenschlusslicht TSV Zwickau. Interessant ist das Mittelfeldduell zwischen Schwabsberg (6.) gegen den punktgleichen TSV Breitengüßbach (5.).