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LICHTENFELS

FCL dominiert nach der Pause

Lichtenfels - Selbitz
Der Lichtenfelser Lukas Dietz (links) behält den Überblick und spielt den Ball, bevor der Selbitzer Markus Walther diesen erreicht. Foto: Gunther Czepera

Fußball-Landesliga Nordost

Das Karl-Fleschutz-Stadion scheint wieder zu einer Festung zu werden. Zum dritten Mal in Folge siegte der FC Lichtenfels in seinem „Wohnzimmer“. Am Samstag besiegte das Team des Trainergespanns Alexander Grau/ Christian Goller den Vorletzten der Fußball-Landesliga Nordost, die SpVgg Selbitz, verdient mit 2:0, auch wenn es 45 Minuten lang überhaupt nicht danach ausgesehen hatte.

Der FC Lichtenfels gewann verdient und setzte im zweiten Abschnitt wieder einmal spielerische Akzente. Selbitz schaffte nach dem Trainerwechsel noch nicht die ersehnte Wende, hielt aber zumindest in der ersten Hälfte kämpferisch dagegen.

Aggressive Selbitzer

Die Heimelf fand nicht in diese Partie. Die Selbitzer kauften den Korbstädtern mit einer aggressiven, körperbetonten Spielweise den Schneid ab und hatten selbst nach vier Minuten den ersten Torabschluss. Der Freistoß von Gebhardt wurde zur sicheren Beute von FCL-Torwart Kraus. Im weiteren Verlauf prägten Ungenauigkeiten und Ideenlosigkeit hüben wie drüben das Geschehen. Erst nach einer halben Stunde erarbeiteten sich die Gastgeber ein leichtes Übergewicht. Mehr als zwei Halbchancen durch Jankowiak, der beide Male das Gehäuse verfehlte, sprangen in dieser Phase jedoch nicht heraus. Kurz vor der Pause kamen auch die Gäste noch einmal gefährlich vors Lichtenfelser Tor, doch Hackenberg schloss zu überhastet ab und schoss somit drüber.

Zaubertrank statt Pausentee

In der Kabine hatte die Heimelf wohl einen Zaubertrank bekommen. Wie verwandelt kamen die Hausherren aus der Kabine, pressten sehr früh und setzten die Gäste pausenlos unter Druck. Doch außer einer Flanke von Dietz, die Wagner aus kurzer Distanz neben den Kasten setzte, fanden zunächst zig gefährliche Hereingaben keinen Abnehmer. Der Führungstreffer lag in der Luft – spätestens als Lulei eine Geldner-Ecke per Kopf knapp über den Querbalken wuchtete – und fiel dann auch in der 70. Minute. Wige spielte einen langen Ball in den „Sechzehner“, Vuckov und Torhüter Schall waren sich nicht einig, wer den Ball denn nun klären sollte, Lukasz Jankowiak nutzte dies und grätschte den Ball zum 1:0 ins Netz.

2:0 lässt lange auf sich warten

In der Folge verpasste es der FCL den beruhigenden zweiten Treffer nachzulegen. Wagner, Lulei und Jankowiak vergaben teils beste Einschusschancen. Die Selbitzer versuchten zwar, vorwiegend über ihren Torjäger Pohl, dem Spiel noch eine Wende zu geben, doch letztlich war immer noch ein Abwehrbein der aufmerksamen FCL-Defensive dazwischen oder die wenigen Abschlüsse waren einfach zu harmlos.

So dauerte es bis zur 90. Minute, ehe Lichtenfels seine Fans erlöste. Ein Freistoß von Geldner aus dem Halbfeld fand den Kopf von Lulei, und der nickte zum 2:0 ein.

FC Lichtenfels: Kraus – L. Dietz, N. Lulei, Wige, Mohr, Scholz, Geldner, Mex (71. M. Hellmuth), Pfadenhauer (77. Schunke), Wagner (88. Zollnhofer), L. Jankowiak / SpVgg Selbitz: Schall – Gebhardt, Walther (46. Heblik), Vuckov, Röthlingshöfer (81. Schödel), Pohl, Lang, Strootmann, Hackenberg, Eichelkraut (61. Czaban), Findeiß / SR: Chr. Tauscher (Nürnberg) / Zuschauer: 200 / Tore: 1:0 L.Jankowiak (70.), 2:0 N. Lulei (90.)

Von unserem Mitarbeiter

Oliver Limmer

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