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LICHTENFELS

FCL ohne Druck zum Titelfavoriten

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Die Chancenverwertung war zuletzt das große Problem des FC Lichtenfels. Um in Feucht bestehen zu können, muss die Mannschaft um Lukasz Jankowiak (Mitte) ihr Visier besser einstellen. Foto: Gunther Czepera

Fußball-Landesliga Nordost

Es war ein Befreiungsschlag für den 1. FC Lichtenfels. Nach zuvor fünf sieglosen Spielen in der Landesliga Nordost holte der Tabellenneunte zuletzt einen 2:0-Erfolg bei Aufsteiger SC Großschwarzenlohe. Der Druck auf die Mannschaft der beiden Trainer Christian Goller und Alexander Grau ist nun deutlich geringer – und im nächsten Spiel können die Lichtenfelser nur überraschen. Am Freitag (19 Uhr) sind sie beim Aufstiegsfavoriten SC Feucht (3. Platz) krasser Außenseiter.

Um in Feucht zu bestehen, muss vor allem die Chancenverwertung deutlich besser werden. Schließlich vergab der FCL in Großschwarzenlohe reihenweise beste Einschussmöglichkeiten. So musste er trotz deutlicher Überlegenheit bis in die Schlussphase um den Auswärtserfolg zittern.

„Wir müssen uns derzeit eben jeden Punkt hart erarbeiten“, sagt Goller. „Wir haben defensiv in Großschwarzenlohe eigentlich nichts zugelassen und hätten das Spiel schon viel früher entscheiden müssen. Letztendlich zählen aber nur die drei Punkte.“

Die Zähler waren auch für das angekratzte Selbstvertrauen Gold wert. „Man hat nach der 1:0-Führung sehen können, dass wir endlich wieder Fußball gespielt haben“, sagt Goller. „Wir hatten den Glauben an uns aber sowieso nie verloren, zumal wir ja auch zuletzt nie schlecht, aber eben erfolglos gespielt haben. Der Auswärtssieg hat uns allen jedoch sehr gut getan.“

Am Freitag sind die Rollen klar verteilt: Die Lichtenfelser sind beim selbst ernannten Meisterschaftsfavoriten nur Außenseiter. Der Feuchter Kader hat sehr viel Qualität: So verfügen unter anderem Torwart Andreas Sponsel (ehemals SpVgg Bayreuth), Verteidiger Bastian Leikam (Forchheim) und der achtmalige Torschütze Michael Eckert (SpVgg Bayreuth) über reichlich Erfahrung in höheren Ligen.

Torjäger ist gesperrt

Ein weiterer Leistungsträger – Stürmer Szymon Pasko (8 Tore), der in Kornburg schon Bayernliga spielte – ist rotgesperrt. Das war Pasko aber auch schon gegen den starken Aufsteiger FC Herzogenaurach (5.) und dennoch gewannen die Mittelfranken mit 2:0 souverän.

Allerdings läuft für die Feuchter nicht alles nach Plan. Die drei Niederlagen – eine davon zu Hause gegen Kellerkind SpVgg Selbitz (16.) – waren sicherlich nicht eingeplant, zumal der Rückstand auf den unbesiegten Spitzenreiter FC Eintracht Bamberg schon auf fünf Punkte angewachsen ist. Der Zweitplatzierte TSV Neudrossenfeld hat vier Zähler Vorsprung auf den SC. Einen Ausrutscher gegen Lichtenfels wollen sich die Feuchter sicher nicht erlauben, zumal Bamberg und Neudrossenfeld am Wochenende vor lösbaren Aufgaben stehen.

Ist das die Chance für den FCL? „Letztendlich brauchen wir eine sehr gute Leistung, wenn wir Feucht wirklich in Verlegenheit bringen wollen“, betont Goller. „Ein Flutlichtspiel ist für uns aber etwas ganz Besonderes und wir haben schlichtweg nichts zu verlieren.“

FC Lichtenfels: Kraus, Köster – Wige, Schardt, L. Dietz, L. Jankowiak, Schaller, Ljevsic, Scholz, Schunke, Mohr, Zollnhofer, Lulei, Graf, Hellmuth, Wagner.

Von unserem Mitarbeiter Steffen Berghammer

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