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GOCHSHEIM

Zweiter Sieg in Folge für den FCL

LL: Lichtenfels
Der FC Lichtenfels um Niklas Lulei (am Ball, hier im Spiel gegen die DJK Dampfach) wurde beim TSV Gochsheim seiner Favoritenrolle gerecht und besiegte die weiterhin sieglosen Unterfranken mit 3:1.

Fußball

Der FC Lichtenfels bleibt in der Landesliga Nordwest in der Erfolgsspur. Am Dienstagabend feiert er mit dem 3:1-Auswärtserfolg beim TSV Gochsheim den zweiten Sieg binnen vier Tagen. „Den Sieg haben wir uns verdient“, sagte Oliver Müller, Trainer des FC Lichtenfels. „Wir hatten die größere Anzahl an Torchancen.“

Landesliga Nordwest

TSV Gochsheim – FC Lichtenfels 1:3 (0:1)

Die Lichtenfelser waren als klarer Favorit zu den noch sieglosen Gochsheimern gereist. Schnell zeigte sich, weshalb die Gastgeber nur Drittletzter der Tabelle sind. Zwar hatte die Partie für die Hausherren mit der ersten großen Torchance des Spiels vielversprechend begonnen, doch das sollte es dann auch erst einmal mit der Herrlichkeit des TSV gewesen sein.

Zu athletisch und körperlich überlegen zeigten sich die Lichtenfelser, die die Partie an sich rissen. Die Gäste kauften den Hausherren mehr und mehr den Schneid ab. Eigentlich wollte sich die Heimelf vom Schock der jüngsten 1:5-Niederlage gegen Lengfeld erholen, musste aber mit dem Treffer von Leon Holzheid, der freistehend ins lange Eck einschob, ab der 22. Minute einem Rückstand hinterherlaufen.

Noch besser für den FCL kam es kurz nach dem Seitenwechsel. Es mehrten sich die individuellen Fehler aufseiten der Unterfranken. In der 53. Minute landete ein schön herausgespielter Ball, bei dem sich Daniel Oppel im Eins-gegen-eins durchsetzte, in den Gochsheimer Maschen (53.). Die Aktionen des Teams von TSV-Trainer Stefan Riegler ließen sowohl in der Verteidigung als auch in der Offensive viel zu wünschen übrig. „Wir haben viel zu wenig nach vorne agiert“, analysierte Wolfgang Menzinger, Pressewart der Gochsheimer.

Anders die Korbmacher, die einen richtig guten Saisonstart erwischten und nach vier Spielen mit neun Punkten dastehen. 40 bis 45 sollen es diese Saison werden und eine Platzierung im vorderen Tabellenmittelfeld. FCL-Trainer Oliver Müller ist nicht bange, dass dieses Ziel erreicht wird, so zielstrebig, wie seine Mannen beim Underdog zu Werke gingen. Allerdings zuweilen auch ein wenig nachlässig ob der Feldüberlegenheit. „Wir haben es leider verpasst, unsere Chancen effektiver zu nutzen“, fand Müller. So hieß es kurz vor Schluss: Konzentration hochhalten. Denn: Mario Ketterl verkürzte für die Heimelf in der 90. Minute auf 1:2. Doch ein mustergültig ausgeführter Konter brachte schnell das 1:3 durch Kevin Kleylein. Damit war die Messe gelesen.

Bei Gochsheim zeigte sich erneut die chronische Abwehrschwäche. Aber auch der Angriff lässt mit nur vier erzielten Toren einiges zu wünschen übrig. Im Gegenzug haben die Lichtenfelser Oberwasser und dürfen sich über Tabellenplatz 5 freuen. „Wir dürfen aber die Bodenhaftung nicht verlieren“, warnt Müller vor allzu großer Euphorie, denn schon am Samstag (16 Uhr) steht die Partie gegen den Zweiten SV Alemannia Haibach auf dem Programm.

TSV Gochsheim: Busse – Heimrich, Derra, Pfister, Berisha (71. Berisha), Eisend (56. Meusel), T. Kummer (56. N. Kummer), Almousa (46. Sprenger), Mekic, Sommer (67. Gmehling), Tewelde FC Lichtenfels: Weise – Schaller, Hartmann, Funk, Hellmuth, Lulei (69. Schunke), Mahr (60. Wige), Holzheid, Pfadenhauer (89. Graf), Lausch (84. Kleylein), Oppel (60. Brehm) Schiedsrichter: Matthias Zahn (FC Großalbershof) / Zuschauer: 150 / Tore: 0:1 Leon Holzheid (22.), 0:2 Daniel Oppel (53.), 1:2 Nico Kummer (91.), 1:3 Kevin Kleylein (92.)

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