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BAD STAFFELSTEIN

Nur vor der Pause auf Augenhöhe

Ringen 1
Ömer Halil Recep (unten) brachte die Lichtenfelser mit dem Sieg gegen den Schorndorfer Georgios Scarpello in Front. Foto: G. Czepera

Ringen

Der AC Lichtenfels hat in der Bundesliga Südost eine Überraschung verpasst. Im Heimkampf gegen den favorisierten Tabellenzweiten ASV Schorndorf unterlagen die Eagles in der gut gefüllten Adam-Riese-Halle in Staffelstein zum Rückrundenauftakt mit 10:19.

Bundesliga Südost

AC Lichtenfels – ASV Schorndorf 10:19

Auch mit zwei Debütanten im Team musste der ACL die Übermacht der Schorndorfer anerkennen. Allerdings wäre die Niederlage etwas knapper ausgefallen, hätte Ahmet Duman nicht nach Kampfende noch eine Rote Karte gesehen. Diese machte aus einer 0:1-Niederlage eine 0:4-Wertung. Wie sich später zeigen sollte, hätten die Lichtenfelser aber auch ohne diese Rote Karte keine Siegchance gehabt.

57 kg, griechisch-römisch: Der Lichtenfelser Ömer Recep wurde erstmals in seiner eigentlichen Gewichtsklasse eingesetzt. In einem ausgeglichenen Kampf gegen Georgios Scarpello und wechselseitigen, angeordneten Bodenlagen gelang es Recep aus seiner Oberlage zu punkten. Diesen knappen Vorsprung hielt er clever bis zum Kampfende. (1:0 für ACL) 130 kg, Freistil: Stefan Kehrer vergrößerte die Lichtenfelser Führung gegen den physisch unterlegenen Patrik Beck. Kehrer verlagerte den Kampf nach einem frühen Angriff auf den Boden, drehte seinen Widersacher wiederholt, ehe er den Kampf vorzeitig auf Schulter gewann. (5:0 für ACL) 61 kg, Freistil: Das hitzigste Duell des Abends lieferten sich Ahmet Duman und Georgi Vangelov. Der amtierende Olympia-Fünfte Vangelov überraschte Duman früh und ging in Front. Den 0:5-Pausenrückstand verkleinerte Duman dank guter Angriffe auf 3:5 – dann war die Kampfzeit abgelaufen. Doch zuvor hatte sich Vangelov eine Unsportlichkeit geleistet, so dass es nach dem Gong zu einem Handgemenge kam. Dieses, sowie das vorzeitige Verlassen der Matte bestrafte der Schiedsrichter mit einer Rote Karte für Duman. Der Lichtenfelser gab deshalb statt nur einem vier Punkte an den Gegner ab. (5:4 für ACL)

98 kg, griechisch-römisch: Deutlich leichter als sein Gegner, der das Gewichtslimit ausreizte, stand das ACL-Urgestein Hannes Wagner gegen Kai Dittrich. Nach der ersten angeordneten Oberlage und einem Dreher ging Wagner in Führung, die er durch einen Konter-Wurf nach außen ausbaute. Zwei angeordnete Oberlagen und vier Durchdreher später punktete sich Wagner zum vorzeitigen Sieg. (9:4 für ACL) 66 kg, griechisch-römisch: Wagners Teamkollege Rumen Savchev traf im letzten Kampf vor der Pause auf Razvan Arnaut. Trotz eigener guter Ansätze gelang es Savchev nicht, seine Aktionen in etwas Zählbares zu verwandeln. Dagegen punktete sich sein Gegner zur 14:0- Führung, so dass der Lichtenfelser das vorzeitige Kampfende nicht verhindern konnte. (9:7 für ACL)

86 kg, Freistil: Gut acht Kilogramm leichter als zuletzt stellte sich Darius Mayek in den Dienst der ACL-Mannschaft. Er schlug gegen Benjamin Sezgin eine offensive Marschroute an, hatte dem Schorndorfer bei der vorzeitigen Niederlage jedoch nicht viel entgegensetzen. (11:9 für ASV) 71 kg, Freistil: Lukas Tomaszek wurde von Shamil Ustaev, der vor kurzem von der U23-Weltmeisterschaft heimgekehrt war, früh unter Druck gesetzt. Der gebürtige Bamberger hielt lange stand, ehe der Kampf in Runde 2 ein vorzeitiges Ende fand. (15:9 für ASV) 80 kg, griechisch-römisch: Sein Debüt im ACL-Trikot gab Max Schwabe im spannendsten Kampf des Abends gegen Karan Mosebach. Schwabe legte den Vorwärtsgang ein, wurde aber zweimal ausgekontert – 0:4. Aus der Oberlage drehte Schwabe – und wurde überstiegen. Er verlor das Duell knapp mit 3:5 (16:9 für ASV). 75 kg, griechisch-römisch: Selcuk Can und Ilie Cojocari kämpften auf Augenhöhe. Der Gast sicherte sich die erste Oberlage, konnte jedoch nicht punkten. Can holte sich in Runde 2 die bessere Bodenposition, hob und warf seinen Gegner und fügte ihm so mit 3:1 die erste Saisonniederlage zu. (16:10 für ASV) 75 kg, Freistil: Im letzten Kampf des Abends fand Zsombor Gulyas gegen WM-Teilnehmer Murad Kuramagomedov kein Rezept. So versuchte er zumindest, den Rückstand in Grenzen zu halten. Nach sechs Minuten gingen mit dem Duellergebnis von 0:8 drei Teamzähler an die Gäste. (19:10 für ASV). (dm)

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