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MARKTLEUTHEN

Karapetjan und Friedlein setzen Akzente

Sport: Handball Bezirksoberliga Herren HSG Fichtelgebirge II : HG Kunstadt 21:36 (12:16)
Daniel Maile steuerte zum ungefährdeten Auswärtserfolg der HG Kunstadt bei der HSG Fichtelgebirge II fünf Treffer bei. Foto: Matthias Schneider

Handball

Im Fernduell um den Meistertitel der Bezirksoberliga lieferten sich die beiden Teams des HSV Hochfranken und der HG Kunstadt am Samstag erneut ein Kopf-an-Kopf-Rennen – und das nahezu im Gleichschritt. Nur wenige Stunden nach dem 36:21 (16:12)-Auswärtserfolg der HGK bei der HSG Fichtelgebirge II zog der HSV in Bamberg nach und übertraf mit dem 41:24 beim HC 03 Bamberg sogar noch die Torausbeute der HGK-Männer. Dabei sah es für die Kunstadter lange nicht nach einem derart klaren Erfolg aus.

Bezirksoberliga, Männer

HSG Fichtelgebirge II – HG Kunstadt 21:36 (12:16)

„In der ersten Halbzeit hatten wir Startschwierigkeiten, was vor allem am aufopferungsvollen Kampf des Gegners lag“, bilanzierte Kunstadts Trainer Andrei Stirbati nach dem Schlusspfiff. In der Tat kamen die Gäste in Marktleuthen nur schwer ins Spiel, was auch daran lag, dass sie auf David Jung und Marius Keller verzichten mussten.

Nach einem Doppelschlag von Johann Zißler ging die HSG mit 2:0 in Front und hatte bis zum 7:6 (18. Minute) die Nase vorn. Kurz zuvor hatte Trainer Stirbati seine Spieler in einer Auszeit auf deren Nachlässigkeiten hingewiesen und forderte eine andere Einstellung.

Davon wachgerüttelt erzielte mit Nicklas Oester der Spieler den Ausgleich zum 7:7, der auch in der Folgezeit Dreh- und Angelpunkt des Kunstadter Angriffspiels wurde.

Seine elf Tore machten dabei einen ebenso großen Unterschied wie das bemerkenswerte Comeback einer Kunstadter Torhüter-Legende: Aufgrund des Ausfalls von Simon Swoboda hatte nämlich der mittlerweile 49-jährige Jürgen Friedlein, eigentlich Torhüter der zweiten Herrenmannschaft, Stirbati schon vor längerem die Zusage zum Aushelfen gegeben.

Doch mit der Aushilfsrolle gab sich Friedlein nicht zufrieden. Kurz nach seiner Einwechslung ließ der „Hexer“ seine Klasse immer aufblitzen und zog den Gastgebern somit zusätzlich den Zahn.

Bis zur Pause (12:16) hielt der Tabellenvorletzte nämlich noch gut mit, musste aber nach dem Wiederanpfiff auch wegen seiner dünnen Personaldecke die Übermacht der Kunstadter anerkennen. Bei nur einem Auswechselspieler hatten John & Co. letztlich keine Chance mehr, der HGK Paroli zu bieten. Mit sechs Treffern binnen acht Minuten ebnete auf der Gegenseite Hajck Karapetjan den Weg zum 13:23 (41.) und sorgte damit für die Vorentscheidung.

Die Hausherren wehrten sich nach Kräften, mussten die Übermacht des Tabellenzweiten jedoch anerkennen, der somit trotz schwacher Anfangsphase zu einem ungefährdeten und auch in der Höhe verdienten 36:21-Auswärtserfolg kam. (mts)

HSG Fichtelgebirge II: Bayer, John (1) – Zißler (5), Schädlich (5/1), Geuß (3), Fürbringer (3), Purucker (2), Keltsch (2), Weinhold / HG Kunstadt: Doerfer, Friedlein – Oester N. (11), Karapetjan (9/2), Maile (5), Steuer (4), Wünschig (3), Oester O. (3), Schnapp (1), Deuber / Schiedsrichter: Jäger, Uzun

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