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COBURG

HSC begeistert zum Auftakt

Teil 1 HSC geg Berlin Füchse
Alois Mraz

Handball

Euphorie will der HSC Coburg in der neuen Saison in der 2. Handball-Liga entfachen. Der Auftakt ist geglückt. Denn beim 30:27 (17:10)-Heimsieg über den TV Großwallstadt waren die 1043 Fans in der HUK-Arena von ihrem neuen Team begeistert. Die im „Biene-Maja“-Look spielenden Gastgeber brannten ein Offensiv-Feuerwerk ab, wirbelten die gegnerische Abwehr immer wieder durcheinander und stachen in den richtigen Momenten zu. Der Sieg hätte sogar zwei, drei Tore höher ausfallen müssen.

Der Bundesliga-Absteiger begann mit zwei neuen Spielern in der Startformation: Dieudonne Mubenzem im rechten Rückraum und Jan Schäffer am Kreis. Beide vergaben in der Anfangsphase zwar klare Einwurfchancen, avancierten aber im Laufe des Spiel wie quasi alle eingesetzten Neuzugänge zu Aktivposten.

Nach dem 3:3 (7. Minute) nahm der HSC die Großwallstadter 6:0-Abwehr auseinander. Vor allem Kapitän Andreas Schröder und der kaum zu bremsende Tobias Varvne nutzten ihre Chancen (7:3, 13.). Trainer Alois Mraz zog früh alle Register, schickte die Neuzugänge Merlin Fuß, Stefan Bauer und Karl Toom auf die Platte. Großwallstadt nahm den Kampf zwar an, verkürzte auch auf 8:10 und erzwang die erste HSC-Auszeit (21.), doch bis zur Pause sorgten die Gastgeber für klare Verhältnisse (17:10). Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch kehrten die Gäste aus der Kabine zurück auf die Platte. Angeführt vom wurfgewaltigen Griechen Savvas verkürzten die Unterfranken auf 13:17. Florian Billek lief nun zur Höchstform auf. Auch Billeks Nebenmann, Neuzugang Merlin Fuß, war bis in die Haarspitzen motiviert und hatte immer wieder starke Szenen: 26:18 (47.).

Großwallstadt ließ mit vier Toren in Folge (26:22, 52.) noch kein Schaulaufen der „Gelb-Schwarzen“ zu. Doch spätestens als Mraz, der von Beginn an eine deutlich emotionalere Körpersprache zeigte als noch in der zurückliegenden Frust-Saison, fünf Minuten vor der Schluss-Sirene den zehnfachen Torschützen Florian Billek und kurz zuvor schon den starken Jan Kulhanek (zehn Paraden) von der Platte holte, war der Deckel im Derby drauf. (oph)

HSC Coburg: Kulhanek, Jochens, Apfel – Preller, Kelm, Fuß (3), Toom (2), Billek (10/2), Mubenzem (2), Varvne (3), Schäffer (3), Schikora, Kurch (1), Grozdanic (2/2), Schröder (4), Bauer, Siegler (n.e.)

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