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LICHTENFELS

Wo sind die Naturgärten im Landkreis Lichtenfels?

Wo sind die Naturgärten im Landkreis Lichtenfels?
Landrat Christian Meißner (2. v. re.) sieht in der Naturgarten-Initiative einen guten Beitrag, wenn es darum geht, die Vielfalt der Gärten als Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen zu fördern. Zusammen mit Kreisfachberater Michael Stromer (re.), Helga Dressel (li.) und Maria Will vom Vorstand des Kreisverbandes lädt Landrat Chritian Meißner auch 2021 zur Teilnahme an der Gartenzertifizierung ein. Die Aufnahme stammt aus dem vergangenen Jahr. Foto: Umweltstation

Der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege bietet – wie bereits im vergangenen Jahr – auch 2021 eine Zertifizierung von Gärten als Naturgärten an. Die Auszeichnung kann jeder erhalten, der seinen Garten nach bestimmten ökologischen Grundsätzen bewirtschaftet.

Als Muss-Kriterien gehören dazu der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel und die Vermeidung von Torf und chemisch-synthetischen Düngemitteln, gemeinhin „Mineraldünger.“ Außerdem muss der Garten verschiedene Lebensräume aufweisen, zum Beispiel Bäume und Sträucher, Trocken- oder Feuchtbereiche mit entsprechender Bepflanzung, einen Nutzgarten oder auch eine Blumenwiese. Im Vordergrund steht also nicht die Ästhetik, sondern das „Wie“: Wie wird der Garten bewirtschaftet?

„Ein gepflegter Garten kann genauso die ökologischen Kriterien erfüllen wie ein eher wilder.“
Michael Stromer, Kreisfachberater

„Ein gepflegter Garten kann genauso die ökologischen Kriterien erfüllen wie ein eher wilder“, erläutert der Kreisfachberater Michael Stromer. Für Mitglieder von Gartenbauvereinen ist die Zertifizierung kostenlos. Hier übernehmen der Kreisverband und der Landesverband die entstehenden Kosten. Bei Nichtmitgliedern wird eine Gebühr von 80 Euro erhoben; die Abrechnung erfolgt über den Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege.

Die Zertifizierung erfolgt im Rahmen eines zirka einstündigen Beratungsgespräches, zu dem zwei geschulte Mitglieder des Kreisverbands-Vorstandes in den jeweiligen Garten kommen. Die erfolgreiche Anerkennung wird mit einer Naturgarten-Plakette und einer Urkunde bescheinigt. Die Beratungsgespräche in den Gärten sollen im Juni stattfinden – unter Berücksichtigung der Corona-Bestimmungen.

Landrat Christian Meißner, der auch 1. Vorsitzender des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege ist, sieht in der Naturgarten-Initiative einen guten Beitrag, wenn es darum geht, die Vielfalt der Gärten als Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen zu fördern. Zusammen mit Kreisfachberater Michael Stromer sowie Helga Dressel und Maria Will vom Vorstand des Kreisverbandes lädt er deshalb zur Teilnahme an der Gartenzertifizierung ein: „Eigentlich kann man nur gewinnen; auch wenn die Zertifizierung nicht positiv ausfallen sollte – eine persönliche fachliche Beratung gibt?s allemal.“

Mit der Naturgarten-Initiative „Bayern blüht – Naturgarten“ zielt der Gartenbau-Verband insgesamt auf mehr Ökologie und weniger Verarmung in den Gärten ab. Alle Kritierien, weitere Informationen und Bilder aus zertifizierten Gärten gibt?s auf der Homepage des Kreisverbandes unter www.landespflege-lichtenfels.de.

Wer seinen Garten zertifizieren lassen möchte, der meldet sich dazu in der Umweltstation in Weismain an unter Tel. (09575) 921455 oder E-Mail: umweltstation@landkreis-lichtenfels.de. (red)

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