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LICHTENFELS

Winfried Weinbeer war 48 Jahre Kreisrat

Winfried Weinbeer war 48 Jahre Kreisrat
Die verabschiedeten Kreisräte der CSU, Jungen-Bürger und Freien Wähler mit Landrat Christian Meißner (3. v. li.) und den Vorsitzenden der CSU-Kreistagsfraktion Peter Schmauser (2.v.li.) und der FW-Kreistagsfraktion Heinz Petterich (2.v.re.): Günter Knorr (li.), Christian Barth (4.v.li.), Winfried Weinbeer (Mitte), Georg Vonbrunn (4.v.re.), Thomas Kneipp (3.v.re.) und Robert Gack (re.). Foto: Heidi bauer / Landratsamt

In zwei Feierstunden im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes verabschiedete Landrat Christian Meißner Ende vergangener Woche Kreisrätinnen und Kreisräte, die zum Ende der Legislaturperiode 2014-2020 aus dem Kreistag ausgeschieden sind. An einem Tag waren die Mitglieder der Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen an der Reihe (wir berichteten / Obermain-Tagblatt, 28. Juli, Seite 7), am anderen die der CSU-, Freien Wähler und Jungen Bürger-Fraktionen. Und hierbei stach Winfried Weinbeer heraus, denn der überall bekannte Lichtenfelser gehörte dem Kreistag 48 Jahre an.

„Es ist eine schöne Tradition, dass der Landkreis die ausscheidenden Kreisräte und Kreisrätinnen in würdigem Rahmen verabschiedet und ihre Verdienste würdigt“, so der Landrat. Normalerweise erfolge diese Ehrung traditionell in der Jahresschluss-Sitzung. Doch diese sei im Jahr 2020 Corona bedingt ausgefallen, heißt es in der Pressemitteilung des Landratsamtes.

Deswegen wurde die Verabschiedung nun – da die Inzidenzzahlen augenblicklich niedrig sind - nachgeholt. Und zwar im Großen Sitzungssaal, wo auch immer die Kreistagssitzungen stattgefunden und die Kreisrätinnen und Kreisräte viele Entscheidungen auf den Weg gebracht hätten. An zwei Terminen, um die Abstandsregelungen einhalten zu können. So könnten auch Begleitpersonen und die Vorsitzenden der jeweiligen Kreistagsfraktionen, stellvertretend für den Kreistag, an den Ehrungen teilnehmen können, erklärte Meißner.

„Eine solch lange

Mitgliedschaft dürfte

bayernweit Seltenheitswert haben!“

Christian Meißner in der

Laudatio für Winfried Weinbeer

Eine ganz besondere Verabschiedung durfte der Landrat im Rahmen der ersten Feierstunde am Donnerstag vornehmen: 48 Jahre – von 1972, also seit der Kreisgebietsreform, bis 2020 – gehörte Winfried Weinbeer (Freie Wähler, früher CSU) dem Lichtenfelser Kreistag an, der sich damit in die Reihe der fünf dienstältesten Kreisräte der Nachkriegszeit des Landkreises Lichtenfels einreihte, wie Landrat Christian Meißner besonders herausstellte: „Eine solch lange Mitgliedschaft dürfte bayernweit Seltenheitswert haben!“

Für die Vielzahl seiner Verdienste wurde Winfried Weinbeer bereits mehrfach ausgezeichnet – so unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande (2001), dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern (1994) sowie mit der Kommunale Verdienstmedaille in Silber (2018). Seit dem 16. Dezember 1996 ist er bereits Träger der Ehrenmedaille des Landkreises Lichtenfels.

In den fast fünf Jahrzehnten als Kreisrat habe sich Winfried Weinbeer unter vier Landräten in vorbildlicher Weise für die Bürgerinnen und Bürger eingesetzt, würdigte Landrat Meißner dessen Verdienste: neun Jahre mit Landrat Helmut G. Walther (SPD), zwölf Jahre mit Ludwig Schaller (CSU), 18 Jahre mit Reinhard Leutner (CSU) und neun Jahre gemeinsam mit ihm, Christian Meißner (CSU).

Winfried Weinbeer wirkte in zahlreichen Ausschüssen und Gremien, so im Kreisausschuss, im Sozialhilfeausschuss, im Jugendhilfeausschuss, im Ausschuss für Schule, Kultur und Sport (früher: Sportausschuss), Personalausschuss, Krankenhausausschuss und Klinikumausschuss bzw. Aufsichtsrat am Helmut-G.-Walther-Klinikum. Ferner war er Mitglied der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Kreissparkasse Lichtenfels und Verbandsrat im Zweckverband „Konventbau Klosterlangheim“.

Robert Gack: 24 Jahre im Kreistag und in vielen Ausschüssen aktiv

Robert Gack war von 1984 bis 1990 und von 2002 bis 2020 Kreisrat. Tätig war er im Sportausschuss, im Beirat der Volkshochschule im Landkreis Lichtenfels, als Verbandsrat im Zweckverband „Thermalsolbad Bad Staffelstein“, als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, ferner Klinikumausschuss (ab 2002) und nach der Umgründung des Helmut-G.-Walther-Klinikums vom Regiebetrieb zu einer gemeinnützigen GmbH im Jahr 2005 im Aufsichtsrat der Helmut-G.-Walter-Klinikum gGmbH (bis 2008 sowie als Vertreter des Landkreises Lichtenfels im Aufsichtsrat und der Gesellschafterversammlung der Regiomde-Kliniken GmbH. Für seine Verdienste wurde Gack in der Kreistagssitzung am 19. Juli 2021 mit der Ehrenmedaille des Landkreises Lichtenfels ausgezeichnet.

Günter Knorr: von 1996 bis 2020 im Gremium

Von 1996 bis 2020 engagierte sich Günter Knorr im Kreistag, der seit 21. April 2021 Träger der Ehrenmedaille des Landkreises Lichtenfels ist. Er war im Personalausschuss, im Umweltausschuss und als Vertreter des Landkreises Lichtenfels als weiteres Vorstandsmitglied des Landschaftspflegeverbandes.

Georg Vonbrunn: 24 Jahre dabei, für zwei Fraktionen

Auch Georg Vonbrunn war von 1996 bis 2020 im Kreistag, 18 Jahre für die Kreistagsfraktion Junge Bürger/Junge Wähler Union, von 2014 bis 2020 für die CSU. Für die Kreistagsfraktion der Jungen Bürger/Junge Wähler Union war er dabei als stellvertretender und auch Vorsitzender tätig. Er war im Kreisausschuss, im Klinikumausschuss und nach der Umgründung des Helmut-G.-Walther-Klinikums vom Regiebetrieb zur gGmbH im dortigen Aufsichtsrat, im Umweltausschuss, im Ausschuss für Kreisentwicklung, Wirtschaft und Infrastruktur, Verbandsrat für den Landkreis Lichtenfels im Zweckverband für Abfallwirtschaft in Nordwest-Oberfranken und von 2008 bis 2014 auch weiterer Stellvertreter des Landrats. Seit 21. April 2021 ist Georg Vonbrunn auch Träger der Ehrenmedaille des Landkreises.

Thomas Kneipp: von 2002 bis 2020 für die CSU vertreten

18 Jahre, von 2002 bis 2020, war Thomas Kneipp für die CSU im Kreistag und im Rahmen dessen auch Mitglied im Kreisausschuss, im Bauausschuss (seit der konstituierenden Sitzung 2011) sowie im Sportausschuss bzw. Ausschuss für Schule, Kultur und Sport.

Christian Barth engagierte sich zwei Wahlperioden für die Jungen Bürger

Zwei Wahlperioden – zwölf Jahre – von 2008 bis 2020 engagierte sich Christian Barth für die Jungen Bürger im Kreistag. Er war zunächst stellvertretender Vorsitzender und anschließend vom 15. Dezember 2011 bis 2020 Vorsitzender der JB/JWU-Kreistagsfraktion. Er vertrat seine Fraktion auch im Umweltausschuss, im Ausschuss für Kreisentwicklung, Wirtschaft und Infrastruktur und im Ausschuss für Schule, Kultur und Sport. (red)

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