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LICHTENFELS

Wieder ein Weinfest in Lichtenfels

Zahlreiche Besucher nutzten das sonnige Wetter und besuchten bei der Eröffnung das Weinfest auf dem Lichtenfelser Marktplatz. Foto: Werner Diefenthal

Die Sonne strahlte mit den Gesichtern der Menschen und dem Wein in den Gläsern um die Wette. Schon lange vor der offiziellen Eröffnung füllte sich der Marktplatz in Lichtenfels. Waren es am Anfang nur die Tische, die im Schatten des Rathauses standen, die voll besetzt waren, so waren es mit sinkender Sonne auch die Tische und Bänke auf dem Marktplatz selber, welche sich immer mehr füllten.

Gut beschattet mit einer Unmenge an Sonnenschirmen standen die Bierbänke und die Tische, die freien Plätze wurden schnell rar. Die Bühne stand noch leer, nur ein paar Instrumente darauf ließen erahnen, dass auch sie sich bald füllen würde. Rechts und links davon die Stände der Winzer und der Anbieter von kulinarischen Köstlichkeiten. Der Duft von Pizza, Bratwurst und Steaks lag in der Luft.

Eröffneten das Weinfest (v. li.): Erster Bürgermeister Andreas Hügerich, die fränkische Weinkönigen Eva I. (re..) und Korbstadtkönigin Alicia I. Foto: Werner Diefenthal

Um 18 Uhr spielten die Rossinis ihre ersten Takte

Erwartungsvolle Angespanntheit lag über dem Platz, sowohl bei den Gästen als auch den Gastgebern. Bange Blicke nach oben, war es am Ende zu heiß? Doch die Befürchtungen ließen nach, als gegen 18 Uhr die Rossinis ihre ersten Takte spielten. Sie mischten sich zunächst unter das Publikum, animierten zum Mitklatschen und auch Mitsingen.

So wurde die Zeit bis zur offiziellen Eröffnung durch den Ersten Bürgermeister Andreas Hügerich überbrückt, der, flankiert von zwei amtierenden Majestäten, gemeinsam mit den Winzerinnen und Sponsoren auf die Bühne trat. Neben der Korbstadtkönigin Alicia I., deren Amtszeit im September nach einer nicht geplanten Verlängerung endet, war auch die Ende Mai gewählte fränkische Weinkönigin Eva Brockmann extra nach Lichtenfels angereist. So trafen eine scheidende und eine frisch in ihr Amt gewählte Königin aufeinander.

Sorgten für Stimmung und gute Laune: Die Rossinis. Foto: Werner Diefenthal

Die Menschen dürstet es nach Veranstaltungen

In ihren Grußworten waren sich sowohl der Bürgermeister als auch die Majestäten einig: Die Durststrecke scheint beendet zu sein. Die Menschen haben Durst. Es dürstet sie nach Veranstaltungen, nach Geselligkeit, nach einem Miteinander. Und, so fügte die amtierende Weinkönigin mit einem Lächeln und einem Augenzwinkern an, hoffentlich auch nach einem Glas Frankenwein. Aber man könne auch auf einem Weinfest getrost ein Bier trinken.

Und so erhob man die Gläser, prostete sich zu und wünschte sich ein schönes Fest.

Der Platz vor der Bühne wurde kurzerhand zur Tanzfläche erklärt, die ersten Paare drehten schon ihre Runden. Auf den Tischen sah man überall den Wein in den Gläsern funkeln, man hörte freudiges Lachen und blickte in zufriedene Gesichter.

An den Ständen der Winzer und den Anbietern der Kulinarik bildeten sich schon schnell die ersten Schlangen, Menschen mit Gläsern und Tellern bahnten sich ihren Weg zurück zu ihrem Platz. Bei herrlichstem Wetter genossen die Gäste den Abend.

Schnell waren fast alle Tische besetzt. Foto: Werner Diefenthal

Flechtkulturlauf am Samstag

Auch für den Rest des Festes soll das Wetter schön bleiben und sogar noch wärmer werden. Was bedeutet das für den Flechtkulturlauf, der am Samstag ebenfalls nach der Corona-bedingten Unterbrechung wieder stattfindet? „Die angekündigten 35 Grad könnten für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Herausforderung werden“, gab Citymanager Steffen Hofman zu. Aber alle würden sich bereits darauf freuen.

Eines war allerdings ein wenig befremdlich. Obwohl deutlich sichtbar, dass auf dem Marktplatz Festbetrieb herrschte, meinten einige, sie müssen mit dem Fahrrad hindurchfahren. Ob man nicht besser Schilder mit dem Hinweis „Radfahrer bitte absteigen“ aufgestellt hätte? Dazu Steffen Hofmann: „Die Vernünftigen steigen von alleine ab. Und die wenigen Unvernünftigen lassen sich auch durch ein solches Schild nicht dazu bewegen.“

Zwei strahlende Majestäten: Die fränkische Weinkönigen Eva I. (li.) und Korbstadtkönigin Alicia I. Foto: Werner Diefenthal

Am Samstag erwartet die Besucher ein volles Programm

Noch bis Samstag erwartet die Besucherinnen und Besucher ein volles Programm mit Live-Musik, kulinarischen Köstlichkeiten und natürlich viel Frankenwein. Es bleibt zu hoffen, dass nach der langen Pause ein friedliches und freudvolles Fest am Ende das Funkeln des Weines weiterstrahlen lässt.

 

Von Werner Diefenthal

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