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Verabschiedung des Abi-Jahrgangs 2021 am Meranier-Gymnasium

Verabschiedung des Abi-Jahrgangs 2021 am Meranier-Gymnasium
Auf jeder der drei parallelen Veranstaltungen sprachen auch je eine Abiturientin und ein Abiturient, hier Lorenz Gran und Alexandra Thiel. Foto: MGL

So außergewöhnlich wie das gesamte Schuljahr gestaltete sich die Verabschiedung der diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten mit Zeugnisübergabe am vergangenen Freitag am Meranier-Gymnasium. Wie schon 2020 war es aufgrund der geltenden Abstandsregeln auch in diesem Jahr nicht möglich, den gesamten Jahrgang gemeinsam zu verabschieden. Vielmehr musste der Abschlusskurs wieder auf drei Gruppen aufgeteilt werden, die nacheinander ihre Abiturzeugnisse überreicht bekamen.

Jeder schulischen Veranstaltung war das Angebot einer besinnlichen Feier in der Martin-Luther-Kirche vorgeschaltet, die von Pfarrer Helmuth Bautz gefeiert und von Schülerinnen und Schülern der zehnten und elften Klassen unter der Leitung von Studiendirektor Hubert Gehrlich musikalisch gestaltet wurden. Alle drei Veranstaltungen wurden per Livestream übertragen, damit weitere Familienmitglieder und Verwandte die Übergabe der Zeugnisse sowie der Buchpreise, die der Verein der Freunde und Förderer gestiftet hatte, zuhause am Bildschirm verfolgen konnten.

Eine der größten gesamteuropäischen Krisen

Eine weitere Besonderheit war die Tatsache, dass Schulleiter Thomas Carl die Zeugnisse nicht persönlich überreichen konnte, da er durch private Umstände verhindert war. Dennoch ließ er es sich nicht nehmen, den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen in einer kleinen Videobotschaft zu gratulieren.

Bereits zwei Tage vorher konnte er im Rahmen eines letzten Kurstreffens sehr persönliche Worte an die erfolgreichen Schülerinnen und Schüler richten. Unter anderem sagte er: „Ihr habt die wichtigsten eineinhalb Jahre eurer Schulzeit inmitten der größten gesamteuropäischen Krise seit 75 Jahren verbracht. Ihr habt gut ein Drittel eures Oberstufenunterrichts über Videokommunikation oder über das legendäre ,Mebis‘ erhalten, ein Begriff, den nur bayerische Abiturient*innen mit ins ,wahre Leben‘ nehmen, wobei ich euch versichern kann, dass gerade diese beiden letzten Jahre sehr wohl zum ,wahren Leben‘ dazuzählen!

„Ihr habt Dinge gelernt, die in keinem Lehrplan stehen. Ihr habt eine neue Welt kennengelernt.“
Thomas Carl, Schulleiter
Verabschiedung des Abi-Jahrgangs 2021 am Meranier-Gymnasium
Diese 13 Absolventinnen und Absolventen haben einen Abischnitt zwischen 1,0 und 1,5. Foto: MGL

Kaum ein Jahrgang vor euch hat so viel gelernt. Ihr habt Dinge gelernt, die in keinem Lehrplan stehen. Ihr habt eine neue Welt kennengelernt. Ihr habt gelernt, dass man nicht unbedingt weiß, was in drei Monaten, in zwei Wochen oder in fünf Tagen passiert. Ihr habt gelernt, dass man auch mit Masken und am PC Unterricht haben kann. Ihr habt gelernt, indem das Leben an sich euer täglicher Lehrer war. Das hat euch Fähigkeiten, ,Skills‘, mitgegeben, die von unschätzbarem Wert für euch sein können.“

In seiner Videobotschaft betonte er, dass die erworbene Hochschulreife keineswegs – wie häufig dargestellt – ein minderes „Corona-Abitur“ sei, sondern im Gegenteil höchste Anerkennung verdiene.

Motto des Jahrgangs: „Abidemie – mit Abstand die Besten“

Studiendirektor Paul Endres begrüßte unter den Gästen den stellvertretenden Landrat Helmut Fischer, der in seinem Grußwort die Glückwünsche des Landrats sowie des gesamten Kreistags übermittelte. Fischer betonte, dass der Landkreis große Energie aufwende, um als Sachaufwandsträger die „Hardware“ der Schule auf den bestmöglichen Stand zu bringen. In diesem Zusammenhang verwies er auf die geplante Sanierung des Physikbereichs und die großen Investitionen im Bereich der Digitalisierung. Er ermutigte die scheidenden Schülerinnen und Schüler, nach erfolgreicher Ausbildung oder Studium zurück in die Heimat zu kommen, um an deren erfolgreicher Weiterentwicklung mitzuwirken.

Verabschiedung des Abi-Jahrgangs 2021 am Meranier-Gymnasium
Corona-konform: die Gäste bei der Abiverabschiedung im Meranier-Gymnasium. Foto: MGL

Da es drei Feiern an der Schule gab, hatten sich die Elternvertreterinnen und -vertreter auf drei verschiedene Redner und Rednerinnen geeinigt: Grußworte und Glückwünsche übermittelten Thomas Machalke, Jürgen Schnapp und Angela Wunderlich. Sie beglückwünschten die jungen Erwachsenen zu ihrem erfolgreichen Abitur, das eine wichtige Phase im Leben beende und zugleich der Beginn eines neuen Abschnittes sei. Das Motto des Jahrganges – „Abidemie – mit Abstand die Besten“ – wurde als sehr passend dargestellt. Auch die Leistungen der Eltern verdienten großen Respekt, die in vielerlei Funktionen ihre Kinder bis zu diesem krönenden Abschluss begleitet und unterstützt haben.

Dank für vielfältige Unterstützung unter schwierigen Bedingungen

Die Sprecherinnen und Sprecher des Abiturjahrgangs bei den jeweiligen Veranstaltungen, Marie Weisser und Dominik Hofmann, Gerda Huber und Bastian Girschke sowie Alexandra Thiel und Lorenz Gran, dankten vor allem Oberstufenkoordinator Gregor Christof für die intensive und persönliche Betreuung unter den sehr schwierigen Bedingungen, den Lehrkräften für die gute Vorbereitung auf das Abitur, der Schulleitung für die hervorragende Zusammenarbeit, den Verwaltungskräften, insbesondere Oberstufensekretärin Christine Graßmann, dem Hausverwalter Tino Spitzenpfeil und Andrea Kirsch, die den Kurs vor allem bei der Planung der Abiturfeiern in vielfältiger Weise unterstützt hat. Ihren Mitschülerinnen und Mitschülern wünschten sie alles Gute – verbunden mit der Hoffnung, dass die Verbindung nicht ganz abreißen möge.

Verabschiedung des Abi-Jahrgangs 2021 am Meranier-Gymnasium
Landrat Christian Meißner wurde von Helmut Fischer vertreten. Foto: MGL

Den Höhepunkt bei jeder der drei Feiern bildete die Überreichung der Abiturzeugnisse. Oberstufenkoordinator Christof rief die Abiturienten und Abiturientinnen einzeln auf und Mitarbeiter in der Schulleitung Endres überreichte das Zeugnis und Auszeichnungen für vielfältige Leistungen und herausragendes Engagement in etlichen Bereichen. Ob im Rahmen der Schülermitverantwortung (SMV), als Schulweghelferinnen und -helfer, für den Einsatz als Schulsanitäterinnen und -sanitäter, für langjähriges Engagement im musikalischen oder sportlichen Bereich, aber auch für herausragende Leistungen in bestimmten Fächern – mehr als 25 Schülerinnen und Schüler erhielten Buchpreise.

Außergewöhnlich große Zahl an Spitzenleistungen

Die besondere Qualität des Jahrgangs wurde eindrücklich durch eine außergewöhnlich große Zahl an Spitzenleistungen untermauert: 13 Schülerinnen und Schüler konnten Zeugnisse mit einem Notendurchschnitt bis 1,5 entgegennehmen. Mit Bastian Girschke, Jonas Manke, Phillip Schnapp, Anna-Lena Menzel und Finn Scholl wurde gleich fünfmal die Traumnote 1,0 erreicht. Marie Weisser, Daniel Wiemann, Maximilian Skotnica, Eva-Maria Barth, Christian Robisch, Eric Liesz, Tim Herold und Jan Robisch erhielten Zeugnisse mit Noten von 1,1 bis 1,5.

Die festliche Atmosphäre verstärkte Studienrat Michael Ebert mit seinem virtuosen Spiel am Flügel und passenden Songs wie „We are the champions“, „Tage wie diese“ oder „Ein Hoch auf uns“.

Dank des guten Wetters war es möglich, im Anschluss an jede Veranstaltung auf dem Sportgelände einen kleinen Sektempfang zu geben, den der Elternbeirat gespendet und organisiert hatte. Auch wenn dabei die „Corona-Regeln“ beachtet werden mussten, wurde dieses Angebot gerne von allen angenommen, bot es doch noch einmal die Möglichkeit, sich in ungezwungener Weise auszutauschen. (red)

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