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Sparkasse Coburg-Lichtenfels zieht Bilanz

Sarkasse Coburg-Lichtenfels zieht Bilanz
Die Sparkassenvorstände Dr. Martin Faber (re.) und Roland Vogel (li.). Foto: Jana Lindner-Okrusch

2019 war für die Sparkasse Coburg-Lichtenfels ein zufriedenstellendes Jahr, das von zahlreichen Herausforderungen geprägt war. Mit den erreichten Ergebnissen - vor allem im Kreditgeschäft - zeigt sich der Vorstand zufrieden. Die anhaltende Niedrigzinsphase hat einen erheblichen Einfluss auf das Geschäftsmodell der Sparkasse und erfordert konsequente Maßnahmen auf der Ertrags- und Kostenseite.

Das öffentlich-rechtliche Kreditinstitut ist seit Beginn der Corona-Krise zusätzlich gefordert: Es stellt nicht nur die Bargeldversorgung und die stabile Abwicklung des Zahlungsverkehrs sicher, sondern unterstützt vor allem die regionalen Firmen und Gewerbetreibenden, um deren wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu erhalten und den aktuellen Liquiditätsbedarf der Unternehmen zu sichern.

Der erste Ansprechpartner

Im Mittelpunkt stehen dabei direkte Maßnahmen der Sparkasse wie die Änderung von Kreditlinien, Tilgungsaussetzungen oder die Gewährung von Sparkassen-Darlehen. Darüber hinaus ist die Sparkasse als Hausbank erster Ansprechpartner, wenn es um die Bereitstellung finanzieller Unterstützungen aus den Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der LfA Förderbank Bayern geht.

„Die aktuelle Corona-Krise stellt die Sparkasse vor die große Herausforderung, in kürzester Zeit handeln zu müssen, gewohnte Arbeitsweisen umzustellen und uns als Unternehmen neu zu strukturieren.“
Roland Vogel, Sparkassen-Vorstand

Für betroffene Vereine stellt die Sparkasse zusätzlich 100 000 Euro an Spendenmitteln zur Verfügung. Seit Beginn dieser Woche sind alle Filialen der Sparkasse, die coronabedingt vorübergehend geschlossen waren, wieder geöffnet.

Die Bilanzpressekonferenz der Sparkasse ist seit vielen Jahren ein wichtiger Termin im ersten Quartal des neuen Jahres. Der aktive und persönliche Austausch mit den Medienvertretern hat für die Vorstände Dr. Martin Faber und Roland Vogel eine große Bedeutung.

„Es ist uns wichtig, Ihnen einmal im Jahr aktuelle Themen und neue Entwicklungen rund um unsere Sparkasse vorzustellen und mit Ihnen zu diskutieren. Gerne hätten wir daher auch in diesem Jahr persönlich Auskunft zum Verlauf des Geschäftsjahres 2019 gegeben und über die aktuelle Lage berichtet“, hebt Vorstandsvorsitzender Dr. Faber hervor.

„Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen sehen wir dieses Jahr davon ab, eine Bilanzpressekonferenz in der bisherigen Form abzuhalten“, fügt er hinzu.

Corona führt zu raschen Veränderungen

Der Vorstand informiert nachfolgend über die wesentlichen Entwicklungen der Sparkasse und gibt eine Einschätzung zur aktuellen Lage: „Seit Anfang März bestimmt das Corona-Virus unseren Alltag - beruflich und privat. Innerhalb sehr kurzer Zeit hat sich die Entwicklung auch in unserem Geschäftsgebiet rasant verändert.

Seit über 60 Jahren stand unsere Gesellschaft nicht mehr vor einer derartigen Herausforderung, von der jeder Einzelne von uns betroffen war und ist: Ausgangsbeschränkungen, Kontaktverbote, geschlossene Schulen, Restaurants und Geschäfte, geschlossene Fabriken, Kurzarbeit, Krankenhäuser im Krisenmodus medizinisches Personal im Dauereinsatz…

Zum Schutz ihrer Kunden und Mitarbeiter hat die Sparkasse Coburg-Lichtenfels bereits frühzeitig entsprechende Maßnahmen ergriffen und persönliche Kontakte auf ein Minimum reduziert. Gleichzeitig muss das Kreditinstitut aber dafür Sorge tragen, dass der Geschäftsbetrieb robust aufgestellt ist.

„Wir gehören zur kritischen Infrastruktur und müssen Zahlungsverkehr, Bargeldversorgung, Wertpapierabwicklung und vieles mehr auch in Krisenzeiten sicherstellen. Für Unternehmen, die wegen der Corona-Krise Liquiditätshilfen brauchen, setzen wir als Hausbank vor Ort die Hilfsprogramme der Förderbanken um. Deshalb haben wir personelle Ressourcen gebündelt und setzen sie unter anderem unterstützend für die Firmenkundenberatung und die Kreditsachbearbeitung ein“, erklärt Dr. Faber die besondere Rolle der Sparkasse.

Mit Engagement und Besonnenheit

„Die aktuelle Corona-Krise stellt die Sparkasse vor die große Herausforderung, in kürzester Zeit handeln zu müssen, gewohnte Arbeitsweisen umzustellen und uns als Unternehmen neu zu strukturieren. Das erfordert bereits seit Anfang März unseren vollen Einsatz und die ständige Anpassung unserer Handlungen an die jeweilige Lage. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse bedeutet das - sowohl beruflich als auch privat - eine außergewöhnliche Belastung. Diese haben sie mit Engagement, Besonnenheit und Angemessenheit bislang hervorragend gemeistert. Das verdient unseren Dank und unsere Anerkennung“, ergänzt Roland Vogel.

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