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„Skyguard“ am Staffelberg überprüft Tiefflüge

Zehn Millionen Mark teuer ist das Radarsystem „Skyguard”, das vom 21. bis 23. August 1995 auf dem Staffelberg die militärischen Tiefflugbewegungen über dem Obermaintal aufzeichnet und analysiert. Foto: Repros: Christine Schweßinger

Biergarten-Feeling am gesamten Säumarkt: Das zweite Lichtenfelser Stadttorfest – initiiert von Einzelhändler Roberto Bauer – lockt mit Musik, Unterhaltung und Attraktionen große und kleine Festgäste in die Deutsche Korbstadt. Sie erleben eine Mini-Playback-Show, eine Verlosung, einen Luftballon-Weitflugwettbewerb, Kulinarisches für jeden Geschmack an gemütlich und geschmackvoll eingedeckten Tischen und zum Finale ein blau-weißes Feuerwerk. „Neuauflage erwünscht“, sind sich die Besucher einig.

Am 20. August 1995, ein Sonntag, sendet der Bayerische Rundfunk das Zwölf-Uhr-Läuten aus der Kuratiekirche Trieb. Das neugotische Gotteshaus wird gerade noch renoviert, bevor das Jubiläum zum 125. Kirchweihfest im Oktober gefeiert werden soll. Die beiden Kirchenglocken sind übrigens auf die Namen „Anna“ und „Joachim“, die Eltern Marias, geweiht. An diesem Sonntag wird auch der neue Schwürbitzer Kinderspielplatz am FC-Sportgelände eingeweiht.

Bayerisches Ehrenzeichen für Elfriede Zillig

Über zwei Jahrzehnte engagiert sich die Ebensfelderin Elfriede Zillig bereits im Gesangverein „Liederkranz“, Pfarrgemeinderat und Caritasverband: Dafür bekommt sie nun das Bayerische Ehrenzeichen für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern verliehen.

Auf dem Staffelberg in Sichtweite der Adelgundiskapelle steht in dieser Woche ein mehr als ungewöhnliches Gefährt: ein Militärfahrzeug mit dem zehn Millionen Mark teuren Radarsystem „Skyguard“ an Bord. Das Luftwaffenamt Köln überprüft drei Tage lang die militärischen Flugaktivitäten über dem Obermaintal auf eventuelle Verstöße gegen die Tiefflugrichtlinien. Insgesamt 13 Tiefflüge werden im Radius von 20 Kilometern festgestellt und sollen ausgewertet werden. Auslöser für die vorher nicht angekündigte Beobachtung war eine Eingabe des Banzer Pfarrers Hans-Werner Alt an die Bayerische Staatsregierung, in der er seine Sorgen über schädliche Tiefflug-Auswirkungen auf die Banzer Klosterkirche schilderte.

Glück im Unglück für Fahrer eines umgekippten Sattelzugs

Mit leichten Blessuren kommt am Morgen des 23. August 1995 der Fahrer eines mit Rohkies beladenen Sattelzugs davon, der bei der Abfahrt von einer Kiesgrube bei Redwitz auf einem nicht asphaltierten Weg nach links in die Uferböschung der Rodach kippt. Er habe einem Schlagloch ausweichen wollen, berichtet er. Am umgestürzten Brummi reißt der Dieseltank aus, und etwa 50 Liter Treibstoff laufen aus: Die Feuerwehr und das THW errichten Ölsperren und baggern das Erdreich ab. Vertreter von Wasserwirtschaftsamt, Landratsamt und Gemeinde begutachten den Unfallort, um alle notwendigen (Umweltschutz-)Maßnahmen einzuleiten und zu überwachen. Ein Radlader, ein Bagger und eine „Raupe“ zerren den Unfalllaster aus der Böschung und stellen ihn wieder auf seine Räder. Der Schaden wird vorerst mit 30 000 Mark angegeben.

Erfolgreiche Sportschützen beim Landesschießen

Beim Landesschießen des Bayerischen Soldatenbunds (BSB) schneiden die Teilnehmer aus dem Landkreis Lichtenfels unter den 935 Qualifizierten hervorragend ab: mit sechsmal Gold und fünfmal Silber. Mit dem Luftgewehr werden Meister: Esther Föhrweißer aus Ebensfeld (in der Schülerklasse I Mädchen), Elisabeth Regele aus Mistelfeld (Damen), Dominik Woitschitzke aus Trieb und Sonja Vega aus Ebensfeld (Jungschützenklasse) sowie die Mistelfelder Damenmannschaft.

Vizetitel holen Anni Schneider aus Kaider (Damen-Veteranenklasse), die Mistelfelser Seniorenmannschaft (Erwin Regele, Richard Mayer und Manfred Minschke), Inge Minschke aus Mistelfeld (Damen-Altersklasse), Edgar Föhrweißer aus Ebensfeld (Versehrtenklasse I) und Gerd Riewe aus Trieb (Versehrtenklasse II). Mit der Luftpistole holt sich Edgar Föhrweißer aus Ebensfeld den Meistertitel in der Versehrtenklasse I.

Bei Redwitz kippt auf einem unbefestigten Weg ein Rohkies-Laster in die Uferböschung der Rodach und wird von einem Radlader, einem Bagger und einer „Raupe” geborgen. Foto: Repro: Josef Ebitsch
Geschmackvoll und attraktiv: Tausende besuchen die zweite Auflage des Stadttorfests in Lichtenfels. Foto: Repros: Irmin Rutkowski

Von Gabi Kriese

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