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SK-Fahne, Pfadfinder-Bauwagen und Kapelle gesegnet

In der Staffelsteiner Pfarrkirche Sankt Kilian wird die neue Fahne der Soldatenkameradschaft geweiht (rechts). Dazu nehmen die Fahnenträger der verschiedenen Abordnungen beim Festzug vor dem Hochaltar Aufstellung (links). Foto: Schardt

Der Stamm Andechs Meran der DPGS-Pfadfinder Lichtenfels lässt am 11. Juni 1995 seinen in Eigenleistung als Truppraum hergerichteten Bauwagen segnen, der nun hinter der Kirche Heilige Familie seinen Standort hat und für Gruppenstunden genutzt werden soll.

Wenn es in Oberreuth schon etwas zu feiern gibt, dann mit Anlauf: Nach dem Bieranstich am Freitagabend und Festzeltbetrieb am Samstag wird schließlich als Höhepunkt am Sonntag, 11. Juni 1995, die neue Kapelle Maria Königin durch Prälat Hans Wunder (Bamberg) und Pfarrer Wolfgang Scherbel feierlich geweiht.

Freundschaftsbecher und Bierkrüge zur Erinnerung

Zuvor waren Vereine, Gemeinde- und Vereinsvertreter, Bürger und Pfarreimitglieder im Festzug vom Ortseingang zum Kapellenvorplatz gezogen. Freundschaftsbecher und Bierkrüge werden als Erinnerungsgabe verkauft.

Zum 800-jährigen Bestehen gibt's Grüße aus Michelau

„Grüße aus Michelau”: Zum Auftakt der 800-Jahr-Feierlichkeiten des Korbmacherorts sendet der Bayerische Hörfunk am 11. Juni 1995 live eine Stunde lang aus der Angerturnhalle. Moderator Egon Helmhagen (Mitte) interviewte dabei unter anderem Bürgermeister Fred Köhlerschmidt und Museumsführerin Elisabeth Lorenz. Foto: Herold Gagel

Der Bayerische Rundfunk sendet am 11. Juni live: „Grüße aus Michelau“ von 8 bis 9 Uhr im Radio – wie einen Monat zuvor aus Lichtenfels. Natürlich wird die 800-Jahr-Feier des Korbmacherorts in Interviews mit Bürgermeister Fred Köhlerschmidt und den Festleitern Herold Gagel und Lothar Schardt thematisiert, ebenso das Deutsche Korbmuseum und der Spitzname „Fraßkrüetn“. Musikalisch garnieren örtliche Chöre und Kapellen sowie der singende Korbmachermeister Gerd Backert die Live-Sendung mit Moderator Erich Helmhagen aus der Angerturnhalle.

Abiturient Silvan Wagner aus Ebneth erringt beim 32. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ mit seinem Zupfensemble (Altersgruppe V, bestehend aus zwei Mandolinen, Mandola und Gitarre) die höchstmögliche Auszeichnung: „erster Platz – mit hervorragendem Erfolg“. Sie hatten wohl gedacht: „Zweimal hintereinander kommen die nicht …“

Doppelschlag des Zolls auf Redwitzer Baustelle

Denkste: Nachdem Zollbeamte bereits in der ersten Juni-Woche 1995 in Redwitz sieben Polen ohne Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis auf einer Redwitzer Baustelle erwischt haben, schnappen sie am 13. Juni erneut sechs Polen. Das wird eine strafrechtlich teure Angelegenheit für Auftraggeber und „Arbeitnehmer“.

Am 11. Juni 1995 wird die Oberreuther Kapelle Maria Königin von Prälat Hans Wunder und Pfarrer Wolfgang Scherbel geweiht. Foto: hb

Zerstörungswut braucht nicht viel Mut, wenn das Objekt an so abgelegener Stelle steht wie die Skaterbahn an der Lichtenfelser Stadthalle. Dort nimmt der Vandalismus immer mehr zu, berichtet die Polizei: Aktueller Höhepunkt ist das Abfackeln von 25 Fallschutzplatten, die zur Sturzsicherung neben der Skaterbahn verlegt wurden.

Am Islinger Friedhof sägen Unbekannte die Beine der Christusfigur ab, die am Kreuz neben dem Eingang zur Leichenhalle hängt.

„Wir waren Soldaten und bleiben Kameraden.“
Schriftzug auf der neuen Fahne der Staffelsteiner Soldatenkameradschaft

An Fronleichnam 1995 zieht die Staffelsteiner Soldatenkameradschaft mit großer Festgemeinde und zwei Dutzend Fahnen- und Standartenabordnungen durch die Stadt zur Kilianskirche und lässt ihre neue Fahne durch Dekan Gerhard Hellgeth weihen. Die alte war sehr in die Jahre gekommen. Die neue Fahne hat 12 000 Mark gekostet und zeigt auf der einen Seite das Staffelsteiner Rathaus und auf der anderen das Bayerische Staatswappen und den Schriftzug: „Wir waren Soldaten und bleiben Kameraden.“

Von Gabi Kriese

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