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LICHTENFELS

Schwellenbrecher-Tag öffnet Berufsperspektiven im Landkreis

Schwellenbrecher-Tag öffnet Berufsperspektiven im Landkreis
Vanessa Mertens von der Herzog-Otto-Schule in Lichtenfels durfte in der Lehrlingswerkstatt von Smia selbst Hand anlegen. Foto: red

Beim zweiten sogenannten Schwellenbrecher-Tag im Landkreis Lichtenfels hatten Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse aller Mittelschulen die Möglichkeit, die Schwelle zu potenziellen Ausbildungs- oder Praktikumsbetrieben zu überschreiten. Potenzielle Arbeitgeber hatten die Gelegenheit, früh mit Jugendlichen in Kontakt zu kommen.

Nachdem die Veranstaltung 2019 ein großer Erfolg war und 2020 coronabedingt ausfiel, konnte die Berufsorientierungsmaßnahme in diesem Jahr wieder stattfinden, wie das Schulewirtschaft-Netzwerk Lichtenfels mitteilte. Dabei hatten die 8. Klassen der Herzog-Otto-Mittelschule Lichtenfels, der Adam-Riese-Schule Bad Staffelstein, der Albert-Blankertz-Schule Redwitz und der Mittelschule Altenkunstadt die Möglichkeit, jeweils zwei Betriebe zu besuchen.

Im Rahmen der Vorbereitungen hatten Cornelia Schaller, Schulewirtschafts-Expertin des Landkreis Lichtenfels, die Kontaktlehrer und -lehrerinnen der Mittelschulen, Jochen Mantel von der HWK und einige Klassenleiter 20 Betriebe mit unterschiedlicher Ausrichtung für die Schülergruppen ausgewählt. Gruppenweise konnten die Schüler und Schülerinnen je zwei Betriebe besuchen und sich vor Ort über das Berufsbild informieren.

Schwellenbrecher-Tag öffnet Berufsperspektiven im Landkreis
Die Achtklässler der Adam-Riese-Schule durften bei Service Center George GmbH in den Beruf des Automechatronikers schnuppern. Foto: red

Drei Jugendliche entscheiden sich spontan für ein Praktikum

So war die 8bG der Herzog-Otto-Schule etwa bei Smia, einem großen Automobilzulieferer in Michelau, in der Lehrlingswerkstatt zu Gast. Neben theoretischen Ausführungen und einer sehr interessanten Betriebsführung, konnten sich die Schüler und Schülerinnen in der Lehrlingswerkstatt auch selbst beim Bohren ausprobieren. Drei Jugendliche entschieden sich danach, dort ihr erstes Betriebspraktikum zu absolvieren.

Einen Kontrast zur industriellen Fertigung bildete danach der Besuch im Korbmuseum in Michelau, wo der Korbflechtmeister Philippidis Lefteris den Jugendlichen die Ausbildungsmöglichkeiten im Korbflechthandwerk näherbrachte.

Ganz handwerklich orientiert, besuchten die Achtklässlerinnen und Achtklässler aus Redwitz eine Bäckerei, eine Metzgerei sowie einen Augenoptiker. Auch die Obermain Therme hatte anlässlich des Schwellenbrecher-Tags wieder ihre Türen geöffnet und über die vielen Möglichkeiten in diesem Bereich informiert.

Die Bad Staffelsteiner Schülerinnen und Schüler wurden von Günther Deinlein, Geschäftsführer der Görtler und Schramm GmbH, in die Welt der Bauberufe eingeführt und konnten daneeben in der Autowerkstatt George Einblicke in den Beruf des Automechatronikers gewinnen.

Liebevoll wurden die Altenkunstadter bei Regens Wagner über die Ausbildungsmöglichkeiten im pflegerischen Bereich aufgeklärt.

Die abschließende Reflexion der Veranstaltung durch die Kontaktlehrerinnen und -lehrer ergab, dass es für die Schülerinnen und Schüler sehr gewinnbringend gewesen sei, vor allem kleinere Betriebe kennen zu lernen. Auch die beteiligten Firmen zogen ein durchweg positives Resume, so dass die Veranstaltung im nächsten Schuljahr sicher wiederholt wird. (red)

 

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