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LICHTENFELS

Schwabthaler Quellen werden neu umfasst

Monika Faber hatte Bedarf an Auskünften. Besonders die Themen Stadtbus, Parkhaussituation und Gas und lagen ihr am Herzen. Foto: Markus Häggberg

Nicht mal eine halbe Stunde hat es am Montagnachmittag gedauert, dann war der öffentliche Teil der Werksausschusssitzung auch schon vorüber. Stadträtinnen und -räte hörten und berieten zu Berichten, Abläufen und Vorhaben der Stadtwerke. Eine der freudigen Botschaften: Das Lichtenfelser Wasser besitzt eine gute Qualität.

Es war geräumig in der Stadthalle. Alle Tische dort standen eigentlich wegen einer Schulabschlussfeier anderntags. Dass am Montag auf manchen von ihnen auch Ausschussmitglieder sitzen sollten, war einmal mehr Corona geschuldet. Immerhin lassen sich die Vorgaben zum Abstandhalten in der Stadthalle leichter umsetzen als im Rathaus.

Damit sich kein Fremdwasser mit dem Trinkwasser vermischt

Unter dem Vorsitz von Bürgermeister Andreas Hügerich gab Dietmar Weiß, Leiter der Stadtwerke, einen Abriss über die aktuellen Geschehnisse. Dabei ging es auch um die Schwabthaler Quellen, die hauptsächlich die Wasserversorgung leisten. Von diesen Quellen kamen die Ausschussmitglieder sogar her, denn die dortigen baulichen Fortschritte nahmen sie vor der Sitzung in Augenschein.

Seit rund 100 Jahren bezieht die Korbstadt aus ihnen Wasser und nun sind sie im Begriff, neu umfasst zu werden, damit sich kein Fremdwasser mit dem Trinkwasser vermischt. Nach dem Frost setzte der Sanierungsbeginn ein. Bis zum Dezember sollen die Bauarbeiten, zu denen auch neue Leitungen gehören, abgeschlossen sein. Später und abseits der Sitzung sollte Bürgermeister Hügerich seiner Hoffnung Ausdruck geben, dass die Quellen nun „weitere 100 Jahre halten“.

Stadt musste Kredit in Höhe von einer Million Euro aufnehmen

Allerdings muss wegen der Wasserversorgung auch in die Tasche gegriffen werden. So wurde den Ausschussmitgliedern vorgelegt, dass es eben wegen der Sanierung des Quellgebiets End sowie wegen weiterer Infrastrukturmaßnahmen im Bereich der Wasserversorgung im Mai ein Kredit in Höhe von 1 000 000 Euro bei der LfA Förderbank Bayern aufgenommen werden musste. Er ist im Wirtschaftsplan 2021 ausgewiesen. Beschlossen wurde er in der Stadtratssitzung vom 23. November 2020.

Beim Thema Wasser sollte es bleiben, denn zu mehreren Terminen und an mehreren Stellen im Stadtgebiet wurden hauptsächlich im Frühjahr Proben zur Untersuchung entnommen. Das Ergebnis stellte die Ausschussmitglieder zufrieden, lautete es doch auf „beanstandungsfrei“.

Stadtwerke wollen verstärkt auf Erdwärme und Wasserstoff setzen

Die kaufmännische Leiterin der Stadtwerke, Christina Fischer, berichtete von einem erhöhten Gasverkauf der Stadtwerke und nannte dabei die Marke 16 Prozent. Als Vergleichswert wurde der Gasverkauf im ersten Halbjahr 2020 herangezogen. Stadträtin Monika Faber wollte dazu wissen, ob man sich „bei den Stadtwerken Gedanken“ darüber mache, wie sich das mit den Absichten zum Klimaschutz verträgt. „Wir haben uns schon Gedanken gemacht“, versicherte Weiß und gab Aussicht darauf, dass bis 2030 verstärkt auf Erdwärme und Wasserstoff gesetzt würde.

Doch Gas werde auch über das Jahr 2030 hinaus verkauft werden. Grund hierfür sei auch, dass die Energieabnehmer bis dahin selbst noch nicht alle technisch umgerüstet haben dürften. Weiß prognostizierte, dass bis dahin ein Gemisch aus Gas und Wasserstoff auf den Markt kommen dürfte. Jedenfalls würden schon die entsprechenden „Unternehmen daran arbeiten“. Dies wäre dann für jetzige Gasabnehmer interessant.

„Guter Mix“ aus Parkhäusern und Kurzzeitparkplätzen

Wie schon häufig war auch das Thema Lichtenfelser Parkhäuser ein paar Nachfragen wert. Monika Faber hakte nach, weil die Parkhäuser weniger frequentiert werden. Mit Blick auf Coburg lautete eine Frage, ob nicht doch wieder Parkuhren denkbar wären? Bürgermeister Hügerich begegnete dem mit dem Hinweis darauf, dass die außerplanmäßige Corona-Pandemie ihren Anteil an dem Umstand habe und dass die Stadt nun mal dem Einzelhandel entgegenkommen wolle. „Wir haben eigentlich einen guten Mix“, so das Stadtoberhaupt zu den vorhandenen Parkhäusern und Kurzzeitparkplätzen.

Von Markus Häggberg

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