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LICHTENFELS

Schulleiter Stefan Völker am MGL verabschiedet

Schulleiter Stefan Völker am MGL verabschiedet
Gemeinsam mit Oberstudiendirektor Völker habe der Landkreis als Sachaufwandsträger der Schule in den vergangenen elf Jahren viele Themen vorangebracht, betonte Landrat Christian Meißner bei der Verabschiedung des Schulleiters des Meranier-Gymnasiums. Foto: Landratsamt Lichtenfels

„Sie haben am Meranier-Gymnasium deutliche Spuren hinterlassen. Sie haben konsequent daran gearbeitet, die Bedeutung dieses Gymnasiums zu stärken und der Öffentlichkeit vor Augen zu führen“: Großes Lob zollte der Ministerialbeauftragte für die oberfränkischen Gymnasien, Leitender Oberstudiendirektor Harald Vorleuter Schulleiter Stefan Völker bei dessen Verabschiedung in den Ruhestand. Just dort, wo dieser seine gymnasiale Laufbahn als Schüler 1965 begonnen hatte, beendet er sie auch zum 31. August 2020 als Schulleiter.

„Meine Barke fährt weiter“, sinnierte Oberstudiendirektor Völker in seiner Begrüßung in Anspielung auf das Gedicht von Somin Yussuf Assaf, mit dem er zu der Feier eingeladen hatte, legte seiner Abschiedsrede den Leitgedanken „Quod factum tege quod futurum rege“ (Was getan ist, beschütze; was sein wird, beherrsche“ zugrunde. Wenn er nach 40 Jahren im Lehrberuf und nach elfeinhalb Jahren als Schulleiter aus dem aktiven Dienst ausscheide, erinnere er sich gerne: Sein Dank galt Schülern, Kollegium, dem Landkreis als Sachaufwandsträger der Schule, dem Elternbeirat und dem Verein der Freunde und Förderer: „Wir haben eine gute Mannschaft beieinander – danke für das, was mir an dieser Schule geschehen ist.“

Mit stets akkuratem und diszipliniertem Arbeitsethos

„Ein Abschied schmerzt immer, auch wenn man sich schon lange darauf freut“: Dieses Zitat Artur Schnitzlers stellte Ministerialbeauftragter Dr. Harald Vorleuter an den Anfang seiner Laudatio. Er habe Oberstudiendirektor Völker als einen Schulleiter kennenlernen dürfen, dessen Motto es ist, dass Hinschauen die wichtigste Grundlage für ein gelingendes Unterstützen und Helfen ist. Ein Schulleiter, der zuhörte und stets kritisch reflektierte, der offen war für neue Projekte und „mit stets akkuratem und diszipliniertem Arbeitsethos“.

Hoher Anspruch an gymnasiale Bildung

Der scheidende Schulleiter vertrete einen hohen Anspruch an gymnasiale Bildung, einen Humboldtschen Bildungsansatz, in dem die Universalität und die Nachhaltigkeit von Bildung, prägende Erfahrungen in der Gemeinschaft, eine ganzheitliche Erziehung mit hohem moralischen Anspruch einen eindeutigen Vorrang vor einer populären und allzu schnell dahergesagten Verwertbarkeit von Wissen haben, betonte der Ministerialbeauftragte. Er habe eine Vielzahl gelungener Impulse gegeben, „die eine gemeinschaftliche Weiterentwicklung des Meranier-Gymnasiums vorangetrieben und profiliert haben“ und somit das Gymnasium in den elf Jahren geprägt.

Landrat Christian Meißner unterstrich, er habe den Schulleiter als einen Menschen kennengelernt, der auf Wertigkeit und Wertschätzung Wert legt. Humorvoll erinnerte der Landrat dabei an seine eigene Schulzeit, als er den Schulleiter selbst als Lehrer in katholischer Religionslehre hatte.

„Gute Jahre für diese Schule“

Gemeinsam mit Oberstudiendirektor Völker habe der Landkreis als Sachaufwandsträger der Schule in den vergangenen elf Jahren viele Themen vorangebracht: „Es waren gute Jahre für diese Schule“, so der Landrat. So sei beispielsweise der Bio-/Chemie-Trakt erneuert worden, die Sanierung der Physiksäle stehe bevor. Dank sagte Meißner dem scheidenden Schulleiter besonders auch dafür, dass er stets ein offenes Ohr für Ideen hatte, die er an ihn herangetragen habe, wie beispielsweise das P-Seminar 13 Führerscheine oder das Forum Zukunft mit dem Präsidenten der Technischen Universität (TU) München, der selbst Schüler des Meranier-Gymnasiums war.

Für den Elternbeirat dankte Vorsitzender Andreas Spitzenpfeil, für den Personalrat Andrea Kirsch und für die Fachschaft Latein Sabine Scheer Völker für sein Engagement. Schülersprecherin Tamara Schnapp betonte: „Wir fühlten uns als SMV immer Ernst genommen und konnten viele Projekte umsetzen.“ Als Dank, dass der Schulleiter als Kapitän das MGL stets auf dem richtigen Kurs gehalten und auch durch Böen und hohe Wellen in den sicheren Hafen gelenkt hat, überreichte sie von der SMV eine „zeitgemäße Kapitänsmütze zur Weiterfahrt auf seiner Barke“: einen Fahrradhelm.

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