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LICHTENFELS / BAYREUTH

Oberfränksische Industrie hat seit 2010 spürbar zugelegt

Oberfränksische Industrie hat seit 2010 spürbar zugelegt
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Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass die Industrie in Deutschland und auch in Oberfranken weiterhin eine Schlüsselrolle spielt. Die Industrie müsse sich dabei aber mehr denn je zahlreichen Herausforderungen und Transformationen stellen, wird in einer Pressemitteilung der Industrie- und Handesskammer (IHK) für Oberfranken betont. Vor diesem Hintergrund stelle sich die Frage: Wo steht die oberfränkische Industrie?

Eine Koalition von 17 starken Partnern habe sich deutschlandweit im „Bündnis Zukunft der Industrie“ zusammengeschlossen. Neben der IHK-Organisation gehörten auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, weitere Verbände wie der BDI und der BDA sowie die Gewerkschaften diesem Bündnis an.

Welche Rolle spielt die Industrie in Oberfranken?

Welche Rolle die Industrie in Oberfranken spielt, machten zwei Zahlen deutlich. Während gerade einmal 1,3 Prozent aller Einwohner Deutschlands in Oberfranken leben, arbeiteten hier 2,5 Prozent aller Industriebeschäftigten, klärt die IHK auf.

Auch ein Vergleich mit dem Saarland lohne sich. Die Einwohnerzahl Oberfrankens liege zwar nur knapp acht Prozent über dem des Bundeslandes, allerdings arbeiteten hier gut 60 Prozent mehr Menschen in der Industrie als im Saarland.

Wenn man also über die „Zukunft der Industrie“ spreche, lohne sich auf jeden Fall ein Blick auf Oberfranken. In den vergangenen zehn Jahren sei die Beschäftigtenzahl in den Unternehmen mit 50 und mehr Mitarbeitern trotz Corona um 7,3 Prozent gestiegen, der Umsatz sogar um 22,9 Prozent.

Besonders die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten und optischen Erzeugnissen legten zu (+68 Prozent), aber auch die Hersteller von Kfz-Teilen (+64 Prozent). Hier sei zu beachten, dass in dieser Sparte nur Kfz-Hersteller im engeren Sinne enthalten seien und es hier aufgrund statistischer Umstellung auch zu einer Überhöhung der Zuwachsrate kommet.

Was ist das Erfolgsrezept der oberfränkischen Wirtschaft?

Nach dem Erfolgsrezept der oberfränkischen Industrie befragt, muss Dr. Heinrich Strunz, Vizepräsident der IHK für Oberfranken Bayreuth und Geschäftsführer der Lamilux Heinrich Strunz GmbH, nicht lange überlegen: „Unsere mittelständischen familiengeführten Unternehmen zeichnen sich durch ihre unglaubliche Flexibilität und Anpassungsfähigkeit aus.“

Dies sei, ist sich Dr. Michael Waasner, IHK-Vizepräsident und Geschäftsführer der Gebr. Waasner Elektrotechnischen Fabrik GmbH, sicher, nicht nur auf die schnellen Entscheidungswege zurückzuführen. „Die weit überdurchschnittliche Patentdichte zeigt, dass die Unternehmen dafür auch etwas tun. Sie versuchen, der Konkurrenz auch technologisch immer um mindestens zwei oder drei Schritte voraus zu sein.“

Tüpfelchen am dem i: Hochschulen, Unis, Forschungseinrichtungen

An dieser Stelle komme auch den oberfränkischen Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen eine enorme Rolle zu, betont IHK-Hauptgeschäftsführerin Gabriele Hohenner. „Diese Einrichtungen und unsere Industrie befruchten sich gegenseitig. Herausragend die Praxisorientierung von Forschung und Lehre; zweifellos längst ein bedeutender Standortfaktor.“

IHK-Präsidentin und Geschäftsführerin der Denscheilmann + Wellein GmbH, Sonja Weigand, fasst zusammen: „Berücksichtigt man dann noch Engagement und Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter, die bestens ausgebaute Infrastruktur und die zentrale Lage der Region, ist mir um die Zukunft der oberfränkischen Industrie nicht bange.“

Weitere Informationen:

www.buendnis-zukunft-der-industrie.de

#ZukunftderIndustrie (red)

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