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LICHTENFELS

Lichtenfelser Wallfahrer mit Blumen begrüßt

Lichtenfelser Wallfahrer mit Blumen begrüßt
Die am Dienstagabend von ihrer Wallfahrt nach Gößweinstein zurückkehrenden Lichtenfelser Pilger wurden am Beginn der Langheimer Straße vom Stadtpfarrer Roland Neher empfangen und wallten gemeinsam zurück zur Pfarrkirche. Foto: Hilmar Schütz

Am Dienstagabend kehrten die Lichtenfelser Wallfahrer, die sich entsprechend einer langen Tradition am Samstagfrüh auf den Weg nach Gößweinstein gemacht hatten, nach einem viertägigen, etwa 130 Kilometer langen Fußmarsch wieder in ihre Heimatpfarrei zurück.

Die Pastoralreferentin Birgit Janson begleitete die Pilger und bereicherte die Wallfahrt mit Impulsen, Gedanken und Gebeten. Ein Höhepunkt war sicher die Ankunft der Lichtenfelser Wallfahrer am Sonntag in Gößweinstein, wo sie gegen 13 Uhr unter Glockengeläut in die von Balthasar Neumann erbaute Basilika einzogen und traditionell von vielen Angehörigen empfangen wurden. Den abendlichen Festgottesdienst, den die Wallfahrtsmusiker musikalisch mitgestalteten, hielt der ehemalige Lichtenfelser Stadtpfarrer Alfred Bayer, der die Wallfahrt bis 2016 fast 30 Mal begleitete.

Später begaben sich die Gläubigen noch zur Marienverehrung, zum Kreuzweg und zur Lichterprozession, die der ehemalige Lichtenfelser Kaplan und jetzige Hofer Pfarrer Stefan Fleischmann begleitete und der auch den Gottesdienst am Montagmorgen zelebrierte, nach dem sich die Wallfahrer wieder auf den Rückweg machten. Mit dem Segen des Hollfelder Pfarrers im Ruhestand, Markus Brendel, begab man sich nach dem Frühgottesdienst am Dienstag auf die letzte Etappe, wobei die letzte Pause in Lahm eingelegt wurde.

Am Stadtrand kam der Pfarrer dazu

Am Stadtrand von Lichtenfels wurden dann die Pilger von Pfarrer Roland Neher empfangen. Auf dem Weg durch die Stadt säumten viele Anwohner die Straßen und die Angehörigen übergaben traditionell an die heimkehrenden Wallfahrer einen kleinen Blumengruß.

Lichtenfelser Wallfahrer mit Blumen begrüßt
Pater Ludwig (links) bedankte sich beim Wallfahrtsführer Markus Brandmeier, bei Helga Friedrich und Silvia Deuerling-Rehe für 25-jährige und bei Elke Mahr (2. bis 5. v. li.) für 40-jährige Teilnahme an der Wallfahrt. Foto: Hilmar Schütz

In der Stadtpfarrkirche angekommen, hob der Wallfahrtsführer Markus Brandmeier hervor, dass die Wallfahrer vier Tage auf dem Weg zu einem gemeinsamen Ziel unterwegs gewesen wären, und miteinander gebetet, gesungen, Gemeinschaft erlebt und sicherlich neue Erfahrungen für ihr Leben und ihren Glauben gewonnen hätten. Sein Dank galt den Begleitern der Wallfahrt, den Vorbetern, Ministranten, Sanitätern, dem Ordnungsdienst und den Wallfahrtsmusikern mit ihrem Leiter Martin Lorenz sowie der für die Absicherung zuständigen Polizei. Mit dem abschließenden Segen verabschiedete Pfarrer Roland Neher die Wallfahrer.

Auch diesmal wurden in der Basilika von Gößweinstein wieder vier Wallfahrtsjubilare geehrt, nämlich Elke Mahr für die 40. Teilnahme an der Wallfahrt sowie Helga Friedrich, Silvia Deuerling-Rehe und der Wallfahrtsführer Markus Brandmeier für jeweils 25 Mal.

Leider setzte sich der seit Jahren zu beobachtende Rückwärtstrend bei den Wallfahrern auch heuer fort. Nur noch 71 Gläubige pilgerten nach Gößweinstein, wobei sicher auch die Corona-Pandemie eine Rolle spielte.

 

Von Alfred Thieret

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