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Lichtenfelser Schützen nehmen neue Schießanlage in Betrieb

Lichtenfelser Schützen nehmen neue Schießanlage in Betrieb
Sportleiter Christian Thiel (li.) und Bauleiter Horst Gräber (re.) verweisen im neuen Kurzwaffenstand auf verschiedene Ziele, nämlich (v. li.) auf eine Präzissionsscheibe, ein Westernschießziel (Gong) und auf Klappfallscheiben. Foto: Alfred Thieret

Nachdem Corona-bedingt das Schützenfest zweimal hintereinander ausfallen musste, konnte auch der anlässlich der Fertigstellung der neuen Schießanlage der Königlich-privilegierten Scharfschützengesellschaft geplante Tag der offenen Tür nicht stattfinden. Nur in kleinem Rahmen fand die Segnung durch den katholischen Pfarrer George Thottankara und die evangelische Pfarrerin Anne Salzbrenner unter der Mitgestaltung von Markus Brandmeier (Musik, Gesang) und Dieter Brandmeier (Lesung) statt.

Wenn man im Schießstand steht, geht es um Punktezahlen, um Erfolge und ums Können, da tritt das gemeinschaftliche Denken in den Hintergrund, führte die Pfarrerin aus. Dabei dürfe man nicht vergessen, dass wir miteinander unterwegs sind und dass die Gemeinschaft im alltäglichen Leben das Wichtigste ist, mahnte sie. Man dürfe also nicht außer Acht lassen, dass auch diejenigen, die vielleicht nicht so gut zielen und nicht so fit sind, genauso dazugehören.

Ehrenamtliche Helfer haben unglaublich viel geleistet

Pfarrer George Thottankara bat dann um den Segen Gottes für die Anlage und für alle Schützen, die sie nutzen. Zum Abschluss stimmte Markus Brandmeier das Lied „Lobe den Herrn“ an, in das alle Anwesenden einstimmten. Abschließend bedankte sich 1. Schützenmeister Erwin Kalb bei den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, die beim Bau des neuen Kurzwaffenstands sowie bei der Sanierung der bestehenden Stände unglaublich viel geleistet hätten.

Lichtenfelser Schützen nehmen neue Schießanlage in Betrieb
Die beiden Pfarrer George Thottankara und Anne Salzbrenner segneten den neuen Schießstand. Foto: Alfred Thieret

Der Bau des zweiten Kurzwaffenstands der Königlich-privilegierten Scharfschützengesellschaft ist notwendig geworden durch den starken Mitgliederanstieg in den vergangenen 20 Jahren auf mittlerweile über 500. Nach der Erstellung des Rohbaus im Zeitraum von Oktober 2020 bis März 2021 aus 42 Betonfertigteilen nahmen die aufwändigen Innenbauarbeiten noch mehrere Monate in Anspruch.

Rückprallsicherer Bodenbelag und Innenwandbereich

Dabei fanden natürlich die neuesten Sicherheitsmaßnahmen Berücksichtigung. So wurde der neue 25-Meter-Kurzwaffenstand ebenso wie die bestehenden Kurz- und Langwaffenstände mit einem speziellen rückprallsicheren Bodenbelag versehen. Sollte ein Schütze versehentlich in den Boden schießen, bleibt das Geschoss im Boden stecken und prallt nicht ab. Zudem wurde der Innenwandbereich rückprallsicher und schalldämmend ausgekleidet. Wichtig war auch eine verbesserte Ausleuchtung durch LED-Lampen. Außerdem wurden ein Kugelfangbereich, eine Schallschutzschleuse und eine Abluftanlage eingebaut.

Der neue Kurzwaffenstand ist als Mehrdistanzstand ausgelegt und ist daher neben dem Pistolenschießen auch für das Westernschießen und als Winterquartier für die Bogenschützen geeignet. Mit dem Bau des 25–Meter-Mehrdistanzstandes und der umfassenden Sanierung der übrigen Schießanlage wurde unter der Bauleitung von Horst Gräber die gesamte Anlage auf den neuesten Stand gebracht, stellte Erwin Kalb erfreut fest.

Von Alfred Thieret

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