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MISTELFELD

Leuchsentaler Heimatfest: Musizieren stimmt fröhlich

Für langjährige Mitgliedschaft im Fränkischen Sängerbund wurden ausgezeichnet (vo. v. li.): Dora Keller (40 Jahre), Dieter Bittner (40 Jahre), Grete Schmitt (50 Jahre), Andreas Raab (70 Jahre) und Bernd Dauer (10 Jahre Chorleiter). 1. Vorsitzender Karl-Heinz Dorsch, stellvertretende Kreischorleiterin Pia Hempfling, Kreisvorsitzender des Sängerkreises Coburg-Kronach-Lichtenfels Jens-Uwe Peter und 2. Vorsitzender Martin Dirauf (hi. v. li.) beglückwünschten die Geehrten. Foto: Alfred Thieret

Im Rahmen des 51. Leuchsentaler Heimatfestes, das mit seinem vielfältigen Programm von Donnerstag bis Sonntag viele Besucher nach Mistelfeld gelockt hat, feierte zum Auftakt am Donnerstag die Leuchsentaler Blasmusik mit einem festlichen Ehrungsabend ihr 95-jähriges Bestehen.

Wie immer übernahm im Festzelt auf dem Kirchenvorplatz der 1. Vorsitzende Karl-Heinz Dorsch in bewährter Weise die Moderation, während sein Stellvertreter Martin Dirauf den organisatorischen Part souverän meisterte und die Leuchsentaler Blasmusik unter der Leitung von Norbert Brand sowohl mit schmissigen als auch konzertanten Klängen die Besucher bestens unterhielt.

Die Festveranstaltung wurde mit dem obligatorischen Bieranstich durch Bürgermeister Andreas Hügerich im Beisein des Landratstellvertreters Helmut Fischer, der Zweiten Bürgermeisterin Sabine Rießner sowie von Andreas Leikeim und dem Gebietsverkaufsleiter Christian Hoh eröffnet.

Karl-Heinz Dorsch freute sich, dass er endlich wieder einmal zahlreiche Besucher in einem Festzelt begrüßen konnte, nachdem Corona-bedingt in den vergangenen zwei Jahren nur wenige Kontakte zu den Menschen möglich waren. Davon können beide Seiten profitieren. Den Musikern biete sich endlich wieder die Gelegenheit, in einem größeren Rahmen gemeinsam zu musizieren, und die Musikfreunde können entspannt der Blasmusik lauschen.

Seitens des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB) wurden zahlreiche Musiker geehrt (v. li.): Bezirksvorsitzender des NBMB Thomas Kolb, Manfred Werner und Norbert Brand (beide 50 Jahre), Ralph Pfadenhauer (30 Jahre), Dominik Laubert (20 Jahre), Dieter Gallant (40 Jahre), Kreisvorsitzender des NBMB Horst Sünkel, Wilfried Laubert (40 Jahre), 1. Vorsitzender Karl-Heinz Dorsch, stellvertretender Kreisvorsitzender des NBMB Florian Zapf und Martin Dirauf (25 Jahre Tätigkeit im Verein). Foto: Alfred Thieret

Mit dem Festprolog hieß Kathi Fischer nicht nur die Gäste willkommen und wünschte ihnen viel Spaß und Unterhaltung, sondern sie stellte gleichzeitig fest, dass Singen und Musizieren die Menschen fröhlich stimmen. Der stellvertretende Landrat Helmut Fischer überbrachte die Grüße des Landrats und gratulierte zum Jubiläum mit einem Geschenk. Nach der langen Corona-bedingten Pause zeigte er sich begeistert, endlich wieder einmal die Leuchsentaler Blasmusik live in Aktion zu erleben.

„Gesellschaft wäre um Vielfaches ärmer“

Auch Bürgermeister Andreas Hügerich beglückwünschte den Verein zu den Feierlichkeiten und bedankte sich für die ehrenamtliche Tätigkeit der Blasmusiker und der Aktiven des Gesangvereins mit der Übergabe eines Geschenks. „Wenn es euch nicht gäbe, wäre unsere Gesellschaft um ein Vielfaches ärmer, weil ihr einen großen Anteil dazu beigetragen habt, dass das Miteinander in unserer Gesellschaft funktionieren kann“, meinte der Bürgermeister.

Im Namen aller Ortsvereine beglückwünschte der Ortsverbandsvorsitzende, Jürgen Panzer, den Jubelverein und bedankte sich mit einem Geschenk für den wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben durch die musikalischen Darbietungen. Horst Sünkel, der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes, gratulierte auch im Namen der 16 Kreiskapellen und dankte herzlich für die Arbeit, die in Mistelfeld für die traditionelle Blasmusik geleistet wird.

Gruppe sangeslustiger Männer schloss sich 1925 zusammen

Martin Dirauf ging dann ausführlich auf die Chronik des Gesang- und Musikvereins Mistelfeld ein, der sowohl einen Gesangsverein als auch mit der Leuchsentaler Blasmusik einen Musikverein in sich vereint. So habe sich am 11. Januar 1925 eine Gruppe sangeslustiger Männer auf Initiative des damaligen Lehrers Josef Zitzmann zu einem Gesangverein zusammengeschlossen, wobei Zitzmann den Vorsitz des Vereins und die Leitung des Chors übernahm.

Bereits zwei Jahre später gründete man unter dem Vorsitz von Zitzmann am 16. Januar 1927 die Blaskapelle. Schon bald habe sich der Verein zum Träger des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens der Gemeinde entwickelt, was sich bis zum heutigen Tag fortsetzte.

Einen großen Anteil an der Entwicklung der Leuchsentaler Blasmusik habe der Redwitzer Josef Schiepek gehabt, der ab 1966 knapp 40 Jahre lang die Blaskapelle leitete, ehe er Ende 2005 den Dirigentenstab an seinen Schwiegersohn Norbert Brand übergab. Im gleichen Jahr übernahm Karlheinz Kerner die Jugendausbildung. Seither haben zahlreiche Jungmusiker die Leistungsabzeichen des Nordbayerischen Musikbundes abgelegt. Seit Herbst 2021 gebe es unter der Leitung von Dominik Laubert eine Bläserklasse.

Seit 1989 führt Karl-Heinz Dorsch den Verein

Den Vereinsvorsitz hat seit 1989 Karl-Heinz Dorsch inne. Ihm zur Seite steht Martin Dirauf als 2. Vorsitzender. Zum Schluss seines Rückblicks hob Dirauf hervor, dass die Leuchsentaler Blaskapelle und der gemischte Chor über 95 Jahr das kulturelle Leben des Spankorbmacherdorfes wesentlich bereichert und geprägt habe.

Der lange Ehrungsreigen umfasste die Auszeichnungen langjähriger Sänger und Sängerinnen durch den Fränkischen Sängerbund, die Ehrungen langjähriger Musiker durch den Nordbayerischen Musikbund und die Ehrung aktiver und passiver Vereinsmitglieder durch die beiden Vorsitzenden.

Der 1. Vorsitzende Karl-Heinz Dorsch (2. v. li.) und der 2. Vorsitzende Martin Dirauf (8. v. li.) zeichneten treue Vereinsmitglieder aus, v. li.: Hans Müller (40 Jahre), Margit Gallant (60 Jahre), Jochen Kröner (40 Jahre), Paul Pülz (70 Jahre), Gundi Wohlrath (30 Jahre), Bernd Krauß (40 Jahre), Rüdiger Subat (40 Jahre), Kurt Baldauf, Thomas Weidner und Rainer Grießer (alle 50 Jahre). Foto: Alfred Thieret

Ehrungen

Ehrungen durch den Fränkischen Sängerbund:

40 Jahre: Dora Keller, Dieter Bittner.

50 Jahre: Grete Schmitt.

70 Jahre: Andreas Raab.

Zehn Jahre Chorleiter: Bernd Dauer.

Ehrungen durch den Nordbayerischen Musikbund:

20 Jahre: Dominik Laubert.

30 Jahre: Ralph Pfadenhauer.

40 Jahre: Dieter Gallant, Wilfried Laubert.

50 Jahre: Norbert Brand, Manfred Werner.

15 Jahre Tätigkeit im Verein: Karl-Heinz Kerner.

25 Jahre Tätigkeit im Verein: Martin Dirauf, Günter Reitwießner.

35 Jahre Tätigkeit im Verein und 15 Jahre aktives Dirigieren: Norbert Brand.

Vereinsehrungen für passive Mitglieder:

25 Jahre: Hans Fischer, Thomas Hiller, Manuel Hügerich, Peter Hügerich, Jürgen Panzer, Winfried Weinbeer.

30 Jahre: Gundi Wohlrath.

40 Jahre: Reinhard Feulner, Bernd Krauß, Jochen Kröner, Reinhold Lypold, Christoph Müller, Hans Müller, Annette Schiepek, Rüdiger Subat, Roland Werner.

50 Jahre: Kurt Baldauf, Hans Fischer, Bettina Fritzsche, Rainer Grießer, Edith Höppel, Elke Morgenroth, Rolf-Thomas Neuzerling, Renate Schütz, Hiltrud Senger, Thomas Weidner, Liselotte Werner, Marga Zech.

60 Jahre: Eva Feulner, Margit Gallant, Adalbert Höfer, Günter Kaiser.

70 Jahre; Paul Pülz.

Vereinsehrungen für aktive Mitglieder:

20 Jahre: Ronny Gallant, Roswitha Klemenz, Dominik Laubert, Alexandra Sohla.

30 Jahre: Martin Dirauf, Ralph Pfadenhauer.

40 Jahre: Dieter Bittner, Dieter Gallant, Dora Keller.

50 Jahre: Norbert Brand, Bernd Dauer, Günter Reitwießner, Grete Schmitt, Hanne Schneider, Manfred Werner.

60 Jahre: Waltraud Bittner, Annemarie Hupfer.

70 Jahre: Andreas Raab.

 

thi

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