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LICHTENFELS

Landkreis Lichtenfels investiert knapp 50 Millionen Euro

Im kommenden Jahr der Physikbereich am Meranier-Gymnasium für rund 400 000 Euro saniert werden. 2023 bis 2025 soll dann ein Erweiterungsbau für sechs Millionen Euro entstehen. Archiv Foto: Stefan Lommatzsch

Neben Fördergeldern des Landkreises für die Feuerwehren und den Denkmalschutz gab es in der Sitzung des Kreisausschusses am Montag einen Überblick von Kreiskämmer Michael Matthes über die größten Investitionen des Landkreises in den kommenden Jahren. Im Zentrum stehen dabei die Schulen. Hintergrund ist dabei auch eine neue Vorgabe des Ministeriums, der zur Folge mehr Klassenzimmer als bisher notwendig werden.

So soll im kommenden Jahr der Physikbereich am Meranier-Gymnasium für rund 400 000 Euro saniert werden. Zwischen 2023 und 2025 soll dann ein Erweiterungsbau für sechs Millionen Euro entstehen. Die Generalsanierung des sogenannten Neubaus soll dann in den Jahren 2026 bis 2028 ausgeführt werden, die Kosten dafür sind noch nicht bekannt.

Der Altbau der Berufsschule soll in den Jahren 2024 bis 2027 für neuen Millionen Euro generalsaniert werden, der Neubau in den Jahren 2028 bis 2030.

Am Schulzentrum Burgkunstadt soll in den Jahren 2026 bis 2028 ein Erweiterungsbau für sechs Millionen Euro entstehen. Die Generalsanierung des Gymnasiums ist in den Jahren 2028 bis 2031 eingeplant, die Container sollen im Jahr 2032 abgebaut werden.

17 Millionen Euro für Ersatzneubau der Bad Staffelsteiner Realschule

Der Ersatzuneubau für den Nord- und Osttrakt der Realschule Bad Staffelstein soll zwischen 2022 und 2024 errichtet werden, Kosten: 17 Millionen Euro. Abgerissen werden sollen der Nord- und der Osttrakt dann im Jahr 2024 für eine Millionen Euro. Zudem soll dann auch der Verbindsbau zwischen den Gebäudebereichen entstehen.

Ein weiterer dicker Brocken ist die Generalsanierung des Landratsamts in den Jahren 2022 bis 2029. 14,7 Millionen Euro sind dafür bisher veranschlagt.

Insgesamt seien für diese Maßnahmen bis ins Jahr 2027 49,5 Millionen Euro nötig. Bei angesetzten Fördergeldern in Höhe von 17,7 Millionen Euro verblieben für den Landkreis 31,7 Millionen Euro Eigenanteil.

Monika Faber (SPD) sprach sich dafür aus, die Sanierung der Berufsschule vorzuziehen. Dort seien seit Jahren die Dächer der Turnhalle und der Aula undicht, bei Regen müssten Wannen aufgestellt werden. Landrat Christian Meißner sagte, dass die Sanierungsarbeiten an der Berufsschule wegen dem Neubau des Klinikums verschoben worden seien. Nichtsdestotrotz sei man aber im stetem Austausch mit der Schulleitung, und die Dächer seien teilweise bereits saniert worden.

Dann müssen eben die Privatleute ran

Der Landrat teilte außerdem mit, dass der Kreishaushalt 2022 seitens der Regierung genehmigt worden sei. Diese habe aufgrund der finanziellen Situation auch wieder mitgeteilt, dass freiwillige Leistungen des Landkreises nur im Rahmen des Haushalts möglich seien und die Ausgaben weiterhin genau geprüft werden müssen. Zudem legt die Regierung der Kreisverwaltung nahe zu prüfen, ob bestimmte Leistungen und Maßnahmen auch von Privatleuten ausgeführt werden können.

Zu einer Anfrage der AfD, inwiefern der Landkreis auf einen Blackout, also einen längeren Stromausfall vorbereitet sei, teilte Landrat Meißner mit, dass der Landkreis, soweit es möglich sei, darauf vorbereitet ist. Die Anfrage werde derzeit aber noch detaillierter bearbeitet.

Möglicher Blackout: Die AfD will es genauer wissen

Kürzlich wurde, nach Rücksprache mit den Schulen, im Kreisausschuss diskutiert, wo und in welchem Rahmen an den landkreiseigenen Schulen mobile Lüftungsgeräte beziehungsweise fest eingebaute, sogenannte Raumlufttechnische Anlagen (RLT) eingebaut werden sollen. Nach erneuter Rücksprache mit den Schulen sei nun festgestellt worden, dass die Schulen nun doch vermehrt den Einbau der RLTs befürworten.

Somit sei sich die Anzahl der ursprünglich anzuschaffenden mobilen Geräte an den Schulen von 122 auf 80 gesunken, die der RTLs entsprechend gestiegen. Die Kosten belaufen sich nun auf 1,6 Millionen Euro, wovon 1,2 Millionen durch Fördergelder gedeckt würden.

Im Kreisausschuss kurz notiert

Folgende Beschaffungsmaßnahmen für die Feuerwehren wurden bekannt gegeben:

• Stadt Lichtenfels:

- Beschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges TSF-W, Gesamtkosten: 140 000 Euro, Kreiszuschuss: 10 000 Euro

- Beschaffung eines Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeuges HLF-20, Gesamtkosten: 380 000 Euro, Kreiszuschuss: 5000 Euro.

• Stadt Bad Staffelstein:

- Beschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges TSF-W für die FFW Wolfsdorf, Gesamtkosten: 140 000 Euro, 10 000 Euro.

• Markt Ebensfeld:

- Neubau eines Feuerwehrgerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr Döringstadt, 220 500 Euro, Kreiszuschuss: 5000 Euro.

Für neun, überwiegend private denkmalpflegerische Maßnahmen im Landkreis wurde eine Förderung von insgesamt 16005 Euro bewilligt.

Von Stefan Lommatzsch

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