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LICHTENFELS

Jubelkonfirmation in Lichtenfels gefeiert

Jubelkonfirmation in Lichtenfels gefeiert
Vor 65 Jahren schritten diese evangelischen Christinnen und Christen erstmals zum Tisch des Herrn und feierten nun eiserne Konfirmation. Foto: Joachim Wegner

Mit einem Festgottesdienst feierten 35 evangelische Christinnen und Christen in der Martin-Luther-Kirche ihre Erinnerung an ihr erstes Abendmahl vor 70, 65, 60 oder 50 Jahren. Sie begingen die Jubelkonfirmation als eine Erinnerung an ihr Konfirmationsversprechen. Die Feier bot zugleich eine gern genutzte Gelegenheit, ehemalige Schulkameraden, alte Bekannte und Freunde wieder zu sehen und sich mit ihnen auszutauschen.

Die Jubelkonfirmation war nicht nur ein guter Anlass, um zurückzuschauen auf alles, was bisher gewesen. Die Jubilare blickten zudem auch nach vorne und baten um Gottes Segen und Geleit für den Weg, der noch vor ihnen liegt.

Auf den Propheten Haggai aus dem Alten Testament bezogen

In seiner Predigt bezog sich Pfarrer Ralph-Peter Zettler auf den Propheten Haggai aus dem Alten Testament, der sich einst für den Wiederaufbau des Tempels in Jerusalem nach dem Babylonischen Exil, einem Tiefpunkt in der Geschichte Israels, eingesetzt hatte.

Jubelkonfirmation in Lichtenfels gefeiert
Zum Fest ihrer Gnadenkonfirmation ließen sich diese sieben evangelischen Christen von Pfarrer Zettler segnen. Foto: Joachim Wegner

Wer das Weltgeschehen verfolge, sehe sich immer wieder mit schrecklichen Ereignissen konfrontiert, betonte der Prediger. In unserer Zeit müsse sich die Menschheit mit der Corona-Pandemie auseinandersetzen, Klimabedrohungen wie der Flut im Sommer im Ahrtal, Vulkanausbrüchen und Erdbeben. Krieg, Seuchen, Hunger und Terror trieben Menschen in die Flucht und damit um die halbe Welt. Im letzten Buch der Bibel würden diese Erscheinungen, die es schon immer gegeben habe, als apokalyptische Reiter bezeichnet, so dass sich manche Menschen fragten, ob die Welt untergehe.

Doch im Auftrag Gottes versichere der Prophet Haggai den Menschen „Mein Geist soll unter euch bleiben. Fürchtet euch nicht!“.

Angst vor schrecklichen Bedrohungen nicht nötig

Jubelkonfirmation in Lichtenfels gefeiert
In Erinnerung an ihre Einsegnung vor 60 und 50 Jahren begingen diese Damen und Herren das Fest ihrer Jubelkonfirmation. Foto: Joachim Wegner

Wer auf ein langes Leben wie die Jubelkonfirmanden zurückblicken könne, habe viele schreckliche Bedrohungen erlebt, betonte Ralph-Peter Zettler. Endzeitstimmung habe es immer wieder gegeben, doch im Vertrauen auf Gott sei sie unnötig, mahnte er. Im Johannesevangelium habe Jesus mit folgenden Worten zum Gottvertrauen aufgefordert: „Ihr bleibt in meiner Liebe, wenn ihr meine Gebote haltet, ihr bleibt in meiner Liebe, wenn ihr betet und euch einander liebt, so wie ich euch liebe!“

Mit dem gemeinsamen Abendmahl und der Segnung der Jubilare erreichte der Festgottesdienst in der Martin-Luther-Kirche seinen Höhepunkt.

Von Joachim Wegner

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