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LICHTENFELS

Größere Freischankflächen für die Wirte

Das Untere Tor soll in diesem Sommer als überdachte Freischankfläche genutzt werden können. Fußgänger und (schiebende) Radler können den Durchgang links benutzen. Foto: Annette Körber

Wie Steffen Hofmann, Leiter des Amtes für Wirtschaft, Tourismus und Kultur, erläuterte, will die Stadt die Gastronomie unterstützen. Voraussetzung für eine Öffnung der Außengastronomie sei aber zunächst die Unterschreitung des 7-Tage-Inzidenzwertes 100 im Landkreis an fünf aufeinander folgenden Tagen.

In diesem Fall werde die Stadt wie im vergangenen Jahr die Erweiterung der Freischankflächen kostenfrei ermöglichen. Geh- und Rettungswege müssten aber frei gehalten werden. Ganz unbürokratisch genüge ein Anruf, dann werde man vor Ort mit den Gastronomen die Sachlage besprechen und eine gute Lösung finden.

Unteres Tor als überdachter Bereich für die Außengastronomie

In diesem Jahr werde man das Untere Tor für Radfahrer und Fußgänger sperren, um diese Stelle als überdachten Bereich für die Außengastronomie, in diesem Fall durch das Weinhaus Heidenreich, nutzen zu können. Fußgänger und Radfahrer, die ihre Räder schieben müssen, können über die an das Tor angrenzende Passage den Säumarkt erreichen. Zusätzlich können Schirme aufgestellt werden. Große Partyzelte würden allerdings das Bild der historischen Altstadt stören.

Monika Faber (SPD) wollte wissen, wie es sich im Außenbereich verhält. Aus den Ortsteilen habe es diesbezüglich noch keine Anfrage gegeben, erklärte Steffen Hofmann. Dort stehe im Allgemeinen auch mehr Platz zur Verfügung. Frank Rubner (CSU) schlug eine Umleitung für die Radler vor, weil ihm die Passage neben dem Unteren Tor als zu eng erschien.

Keine zusätzlichen Kosten für die Wirte

Sein Parteifreund Uwe Held war anderer Meinung. Als Gastronom wünschte er sich, dass man nicht nur den Säumarkt, sondern den gesamten Marktplatz einbeziehen sollte. Die Radler sollten ganz selbstverständlich ihr Fahrrad durch die Passage und weiter durch die Innenstadt schieben bis zu der Gaststätte, bei der sie sich niederlassen wollen.

Philip Bogdahn (SPD) fragte nach, ob Gastronomen ohne Freischankfläche das Stadtschloss oder den Schlossgarten nutzen könnten. Da das Stadtschloss momentan häufig genutzt werde, sei dies schlecht möglich, antwortete Hofmann. Schließlich wollte Mathias Söllner (Grüne) noch etwas über eventuell anfallende Kosten erfahren. Bei Vorliegen einer Schankgenehmigung entstünden durch eine Vergrößerung der Fläche keine zusätzlichen Kosten, informierte Hofmann. Der Ausschuss stimmte diesem Vorgehen zu.

Von Alfred Thieret

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