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Feuerwehr-Ehrung: Ehrenamt nicht selbstverständlich

Feuerwehr-Ehrung: Ehrenamt nicht selbstverständlich
Nicole Hopf vom Landratsamt, Horst Sünkel von der Stadtverwaltung, die Feuerwehrreferenten Roland Lowig und Otto Dinkel, Landrat Christian Meißner, KBI Hermann Schuberth, Bürgermeister Andreas Hügerich (hi. v. li.) und KBR Timm Vogler (vo. li.) beglückwünschten die für 25-jährige Dienstzeit mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber ausgezeichneten Feuerwehrmänner. Foto: Alfred Thieret

Nachdem Corona-bedingt zwei Jahre lang keine Veranstaltungen möglich waren, wurde die staatliche Auszeichnung langjähriger aktiver Feuerwehrleute aus den 24 Feuerwehren des Stadtgebietes geteilt. Bei der ersten Festveranstaltung im Stadtschloss (wir berichteten) wurden 40 Feuerwehrmänner mit dem Feuerwehrehrenzeichen ausgezeichnet, und bei der vor Kurzen folgenden zweiten Veranstaltung im Stadtschloss durften weitere 29 Feuerwehrmänner für 25- und 40-jährige aktive Dienstzeit das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber beziehungsweise Gold entgegennehmen.

Mit der Feier werde der ehrenamtliche Einsatz langjähriger aktiver Feuerwehrleute gewürdigt, betonte der Erste Bürgermeister Andreas Hügerich bei der Begrüßung. Es sei nicht selbstverständlich, was die Feuerwehrleute für ihre Mitmenschen leisten. Ob bei Tag oder Nacht, wann immer ihre Hilfe gebraucht werde, stehe die Feuerwehr bereitwillig zur Verfügung. Zudem würden die Einsätze, ob Brände, Unfälle oder Naturkatastrophen, immer mehr von den Feuerwehrleuten verlangen, sie seien nicht als Einzelner, sondern als Team gefordert.

Bemerkenswert sei auch die Kameradschaft der Wehren untereinander, die gerade bei den gemeinsamen Einsätzen zum Tragen komme. Der Bürgermeister bedankte sich herzlich für das ehrenamtliche Engagement im Dienst am Nächsten, wünschte weiterhin allen Aktiven eine gute Zusammenarbeit und stets eine gesunde Heimkehr vom Einsatzort.

Feuerwehr-Ehrung: Ehrenamt nicht selbstverständlich
16 Feuerwehrmänner wurden für 40-jährige Dienstzeit mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet und durften die Glückwünsche der Ehrengäste entgegennehmen. Foto: Alfred Thieret

Beträchtlichen Teil des Lebens der Feuerwehr gewidmet

„Mit der Überreichung der Ehrenzeichen für 25- und 40-jährige aktive Dienstzeit möchte der Staat, aber auch der Landkreis und die Stadt den langjährigen Feuerwehrleuten dafür danken, dass sie einen beträchtlichen Teil ihres Lebens dem Feuerwehrdienst gewidmet haben“, unterstrich Landrat Christian Meißner.

Dass die aktiven Männer und Frauen zu jeder Zeit stets einsatzbereit waren, bekräftigte er mit einer Erinnerung an das Jubiläum zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr Klosterlangheim vor über 20 Jahren. Als nämlich der Festzug bei strömendem Regen das Festzelt erreicht hatte, meldeten viele Piepser Alarm, so dass zahlreiche Feuerwehrleute anstatt sich an die Tische zum Feiern zu setzen, umgehend zum Einsatz fuhren.

Auch während der Pandemie immer im Einsatz gewesen

Selbst während der Corona-Pandemie, die doch das Leben und den Alltag der Menschen radikal verändert habe, sei das Einsatzgeschehen der Feuerwehr weitergegangen, seien die Feuerwehrleute immer da gewesen, wenn sie gebraucht wurden. Wir alle wissen, dass wir uns auf unsere Feuerwehren verlassen können, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert, betonte der Landrat voller Dankbarkeit abschließend.

Der Kreisbrandrat Timm Vogler stellte erfreut fest, dass nach den zweidreivierteljährigen Corona-bedingten Einschränkungen endlich wieder Feuerwehrausbildungen in Präsenz möglich seien, der Übungsbetrieb der Wehren wieder anlaufen konnte und die verschiedensten Veranstaltungen wieder erlaubt seien. Glücklicherweise sei keine Feuerwehr im Landkreis in dieser langen Zeit pandemiebedingt ausgefallen. „Getragen von gegenseitigem Verständnis und kameradschaftlicher Unterstützung haben wir diese schwierige Zeit gemeinsam gemeistert und konnten Menschen, die in Not geraten sind, adäquat helfen und Gefahr für Leben, Gesundheit und Sachwerte abwenden beziehungsweise mindern“, hob Timm Vogler hervor.

Die gelebte Mitverantwortung des Einzelnen für seinen Nächsten sei die Stärke des ehrenamtlichen Engagements als Feuerwehrleute. Er nehme deshalb die Feierstunde zum Anlass, den zu Ehrenden - stellvertretend für alle 3600 Feuerwehrmänner und -frauen im Landkreis - für die Erfüllung dieser umfangreichen, vielseitigen und schwierigen Pflichten besonders zu danken. Timm Vogler wünschte den aktiven Feuerwehrmitgliedern weiterhin die Kraft, den Mut und die Zuversicht, die nötig sind, um diese wichtige ehrenamtliche Herausforderung zu meistern. Schließlich sei diese Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement einer der Eckpfeiler unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Feuerwehr-Ehrung: Ehrenamt nicht selbstverständlich
Jasmin Sünkel erhielt für die musikalische Umrahmung des Feuerwehr-Ehrungsabends viel Beifall. Foto: Alfred Thieret

Feuerwehrehrenzeichen in Silber oder Gold, Urkunde und Geschenk

Anschließend zeichnete Timm Vogler zusammen mit dem Landrat, dem Bürgermeister, dem Kreisbrandinspektor Hermann Schuberth und dem Kreisbrandmeister Alexander Klose sowie den Feuerwehrreferenten Roland Lowig und Otto Dinkel die geehrten Feuerwehrleute mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber oder Gold, einer Urkunde und einem Geschenk aus.

Den seit 40 Jahren aktiven Feuerwehrleuten finanziert der Landkreis zusätzlich einen einwöchigen Aufenthalt im Feuerwehrerholungsheim in Bayerisch Gmain, während die Stadt die Aufenthaltskosten für die Ehepartner übernimmt. Als kleine Anerkennung für ihr Engagement lud der Bürgermeister alle Anwesenden zu einem ausgezeichneten warmen Buffet ein, wobei einige städtische Mitarbeiter die Gäste mit Getränken bewirteten. Für die musikalische Umrahmung der Feier sorgte die 20-jährige Jasmin Sünkel am Klavier, während im anschließenden unterhaltsamen Teil der bekannte Alleinunterhalter Peter Hofmann für Stimmung sorgte.

Die Geehrten

Für 25-jährige aktive Dienstzeit wurden geehrt:

Katja Tremel (FF Eichig), Volker Denscheilmann (FF Isling), Dominik Friedrich, Thomas Goller, Harald Neumann, Christian Schrepfer, Stefan Schuberth, Frank Kraus, Jürgen Zeulner (alle FF Klosterlangheim), Raimund Büttner (FF Kösten), Stefan Geiger, Alexander Klose (FF Lichtenfels), Jürgen Geißendorfer (FF Schönsreuth).

Für 40-jährige aktive Dienstzeit wurden geehrt:

Stefan Krappmann, Richard Mahr (beide FF Isling), Hans-Jürgen Bayer (FF Klosterlangheim), Jürgen Jakob, Thomas Lang, Thomas Scheller (alle FF Kösten), Johann Will, Thomas Will (beide FF Köttel), Günther Elsner (FF Krappenroth), Manfred Geißendörfer (FF Schönsreuth), Manfred Lausch, Michael Menzel (beide FF Tiefenroth), Thomas Dippold, Karlheinz Meußer, Johann Schratz (alle FF Trieb), Gerhard Rauschner (FF Weingarten).

 

thi

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