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LICHTENFELS

Erste beiden Entlassfeiern der HOS Lichtenfels

Ehrung der besten Schüler der Klasse 9a, die den Quali schafften: (v. li.) Elternbeiratsvorsitzender Roland Schunk, Landkreisbester Simon Schütz, Rektor Bernd Schick, Michelle Mager, Mandy Lunkenbein, Konrektorin Silke Fischer, Leyla Velioska und die Schulamtsdirektorin Stefanie Mayr-Leidnecker. Foto: Alfred Thieret

Der Corona-Pandemie geschuldet fand die Entlassfeier der Herzog-Otto-Mittelschule nicht wie üblich für alle Abschlussklassen im festlichen Rahmen in der Aula der Schule statt, sondern die Schüler der fünf Abschlussklassen, zwei 9. und drei 10. Klassen, erhielten in getrennten Veranstaltungen im überdachten Teil des unteren Pausenhofes ihre Abschlusszeugnisse.

„Heute seid ihr die Sterne, denn wenn ich in eure

Gesichter schaue, dann

strahlt ihr wie Sterne.“

Silke Fischer, Konrektorin

Konrektorin Silke Fischer hieß neben den Entlassschülern der 9. Klassen deren Eltern, die Lehrkräfte, den Elternbeirat und mehrere Ehrengäste willkommen. Bezugnehmend auf den Text des Eingangsliedes „A Sky full of stars“ der britischen Rockband Coldplay rief sie den Absolventen zu „Heute seid ihr die Sterne, denn wenn ich in eure Gesichter schaue, dann strahlt ihr wie Sterne“.

Das abgelaufene Schuljahr werde sicher niemand vergessen, stellte Rektor Bernd Schick fest. Schließlich hätte sich keiner erträumt, dass wochenlang kein Schüler in die Schule gehen dürfe, dass Masken und Sicherheitsabstand zum Schulalltag gehören würden, dass Schüler und auch so manche Lehrer die Schule vermissen werden.

„Heute ist nun für euch die Schule zu Ende geträumt“, meinte der Schulleiter. Das passe gut zu dem Lied „Zu Ende träumen“ von der deutschen Pop-Band „Pur“. Schon der Bandname passe gut zu dieser Abschlussfeier: Pur, ohne großes Rahmenprogramm, keine Live-Musik, keine Verpflegung, kein Getränk, sondern ganz pur, das Wesentliche im Blick, nämlich die Schüler. So heiße es in den Lied: „Wir sitzen zusammen, wir reden über Träume, erzählen unsere Wünsche und wie alles sein kann“. Die Schüler, die Gott sei Dank wieder zusammensitzen dürfen, wenn auch im gebotenen Abstand, hätten sich in Corona-Zeiten oft die Frage gestellt wie so etwas passieren könne. Auch der Satz „Wir hoffen und wir bangen, doch glauben fest daran“ entspreche den Empfindungen der Schüler, deren Gefühlswelt während der Prüfungszeit zwischen Hoffen und Bangen schwankte. Solche Situationen werde es im Leben noch viele geben. Wichtig sei, dass jeder an sich glaubt.

Lehrer versuchten immer, den Schülern Richtung aufzuzeigen

Der Rektor machte deutlich, dass die Lehrkräfte immer versucht hätten, den Schülern eine Richtung gemäß dem Schulmotto „Halt – Orientierung – Solidarität“ aufzuzeigen. Mit Willenskraft, Einsatz, Fleiß und Engagement werde der künftige Lebensweg die richtige Richtung nehmen.

Ehrung der besten Schüler der Klasse 9b, die den Quali schafften (v. li.) Konrektorin Silke Fischer, Rektor Bernd Schick, Lisa-Marie Benedikt, Klassenleiterin Corinna Ramming, Amy Sandberg und Lea Nowak. Foto: Alfred Thieret

Im Refrain heißt es „bis wir es zu Ende geträumt“. Schick stellte die rhetorische Frage „Habt ihr heute zu Ende geträumt?“, die er mit einem kategorischen „Nein“ selbst beantwortete. Natürlich hätten sie sich ihrem qualifizierendem Abschluss einen Traum erfüllt, aber es sollten unbedingt noch weitere folgen, wie etwa einen Ausbildungsplatz finden, eine Familie gründen und glücklich in Familie und Beruf werden.

Bis zu 1680-mal früh ins Klassenzimmer gegangen

Elternbeiratsvorsitzender Roland Schunk lobte die Leistung der Schüler unter den erschwerten Bedingungen und wünschte auf dem weiteren Lebensweg alles Gute. Schulamtsdirektorin Stefanie Mayr-Leidnecker erinnerte die Entlassschüler daran, dass sie heute nach neun Schuljahren zum 1680. Mal ein Schulhaus betreten hätten, falls sie keinen Tag in ihrer Schullaufbahn gefehlt hätten. Dies bedeutete 1680-mal früh den Schulfreunden wieder begegnen, Neuigkeiten austauschen und ins Klassenzimmer kommen, 1680-mal die Hausaufgabe abgeben und 1680-mal einen Schultag erleben. In den Vorjahren seien es 1710 Tage gewesen. Sie wünschte für die Berufsausbildung oder den Besuch einer anderen Schule weiterhin viel Kraft und Elan.

Zeugnisübergabe und Auszeichnung der Besten

Schließlich durften alle Schüler der Abschlussklassen 9a und 9b, die den qualifizierenden Schulabschluss geschafft hatten, ihre Zeugnisse entgegennehmen. Als Beste erwiesen sich in der Klasse 9a Michelle Mager, Mandy Lunkenbein und Leyla Valioska sowie in der Klasse 9b Lisa-Marie Benedikt, Amy Sandberg und Lea Nowak, denen die Klassenleiterinnen Susanne Kirschbaum (9a) und Corinna Ramming (9b) die Zeugnisse übergaben.

Eine besondere Leistung vollbrachte Simon Schütz aus der Klasse 9M, der den Mittleren Schulabschluss anstrebt. Er erwies sich beim qualifizierenden Schulabschluss mit der Note 1,5 als Schul- und Landkreisbester und wurde von der Schulamtsdirektorin mit einer von der Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz unterzeichneten Urkunde ausgezeichnet.

Die beiden Schulleiter dankten den Absolventen auch herzlich für ihren freiwilligen Einsatz bei verschiedenen Schuleinrichtungen.

 

Von Alfred Thieret

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