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BUCH

Endlich weicheres Wasser in Buch am Forst

Endlich weicheres Wasser in Buch am Forst
Bürgermeister der Stadt Lichtenfels Andreas Hügerich (li.) und Leiter der Stadtwerke Lichtenfels Dietmar Weiß vor dem Hochbehälter in Buch amForst, in dem das Wasser der Fernwasserversorgung mit dem Wasser aus den Bucher Tiefbrunnen gemischt wird. Foto: Stadt Lichtenfels

Mit dem Bau der Verbundleitung zum Coburger Ast der Fernwasserversorgung Oberfranken bei Forsthub durch die Stadtwerke Lichtenfels kann nun Zusatzwasser in den Hochbehälter Buch am Forst eingespeist werden. Dieses wird mit dem Brunnenwasser aus den bestehenden Tiefbrunnen Buch in einem vorgegebenen Verhältnis gemischt. Somit ist sichergestellt, dass die Wasserversorgung und die Löschwasserbereitstellung auch bei dem Ausfall eines Systems in Zukunft quantitativ und qualitativ aufrechterhalten werden kann und wie von den Bucher Bürgern an die Stadt Lichtenfels herangetragen, die Bucher Brunnen erhalten bleiben. Ein positiver Nebeneffektder Baumaßnahme ist, dass der Härtegrad von ca. 28 °dH (hart) auf 10 °dH (mittel) gesenkt werden kann.

Bürgermeister Andreas Hügerich zur nun fertiggestellten Baumaßnahme: „Ich freue mich, dass wir die Anregung aus den Bürgerversammlungen aufgreifen konnten und zudem unsere Stadtwerke mit der neuen Verbundleitung zur Fernwasserversorgung eine gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels zukunftssichere Wasserversorgung für den Ortsteil Buch erreicht haben.“

3750 Meter Wasserleitung verlegt

Durch den Bau der Verbundleitung wurde die Forderung des Wasserwirtschaftsamtes Kronach nach dem Bau eines redundanten Systems für eine zukunftssichere Versorgung des Stadtteiles erfüllt, so dass diese Lösung vom Freistaat Bayern bei Baukosten von 800 000 Euro mit mindestens 50 Prozent gefördert wird. So wurden 3750 Meter Wasserleitung verlegt, davon 1000 Meter im Spülbohrverfahren in einer Tiefe bis zu neun Metern. Das Rohr verfügt zudem über eine Leckageerkennung. Ein Pumpwerk ist aufgrund des anstehenden Vordruckes und der Verlegung der Verbundleitung im Bohrverfahren nicht erforderlich. Wie schon bei anderen Maßnahmen der Wasserversorgung werden von den Bürgern keine Verbesserungsbeiträge erhoben.

Die Stadtwerke Lichtenfels werden bis etwa Ende September das Mischungsverhältnis behutsam anpassen, bis der gewünschte Härtegrad erreicht wird. Während dieser Umstellung können Geruchs- und Geschmacksveränderungen sowie eventuelle Verfärbungen aufgrund von Ablösungen in den Rohrleitungen der Hausinstallation auftreten. Diese sind jedoch hygienisch und gesundheitlich unbedenklich. Die Wasserqualitätwird durch ein externes Labor ständig überprüft.

Ein besonderer Dank gilt den Grundstückseigentümern und der Bayerischen Staatsforstverwaltung, die es den Stadtwerken Lichtenfels erlaubt haben, die Verbundwasserleitung auf ihrem Grundstück zu verlegen. Ebenso danken die Stadtwerke Lichtenfels und die Stadt Lichtenfels der Fernwasserversorgung Oberfranken für die Bereitstellung des Trinkwassers sowie dem beteiligten Ingenieurbüro und der ausführenden Baufirma.

Ein kurzes Video zum diesem Thema gibt es auf der städtischen Internetseite www.lichtenfels.de zu sehen. (red)

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