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LICHTENFELS

Dickes Lob für Lichtenfelser Stadtsanierung

Das Anwesen Bamberger Straße 4 wurde mit Unterstützung der Stadtsanierung erneuert und wurde in der Stadtratssitzung am Montag von der Sanierungsbeauftragten Rita von Frantzky als Positivbeispiel gelobt. Foto: Stefan Lommatzsch

„Die Lichtenfelser Stadtsanierungs- und Geschäftsflächenprogramme sind Erfolgsmodelle und dienen anderen Kommunen als Vorbild.“ Dieses Lob verteilte Sanierungsbeauftragte Rita von Frantzky bei der Sitzung am Montag in der Stadthalle an Stadtrat und Verwaltung.

47 Beratungen mit Interessenten in diesem Jahr

Die Sanierungsbeauftragte hatte aber nicht nur warme Worte parat, sie stellte auch die aktuellen Vorhaben in den drei innerstädtischen Sanierungsgebieten „Östliche Altstadt“, „Altstadt Mitte“ und „Coburger Straße“ vor. So hätten im laufenden Jahr 47 Beratungen mit Bauherren und Bauwilligen stattgefunden, zusammen mit den 31 Beratungen in 2020 „eine unglaublich starke Nachfrage“, so von Frantzky. Ebenso „unglaublich“ sei die Bautätigkeit in 2021. Hier seien für Sanierungen 1,9 Millionen Euro ausgegeben worden. Die Höhe der Fördergelder belaufe sich auf rund eine halbe Million Euro, wovon die Stadt 162 000 Euro zugeschossen habe.

Als konkrete und abgeschlossene Bauvorhaben lobte die Sanierungsbeauftragte unter anderem die Anwesen in der Bamberger Straße 4 und in der Bahnhofstraße 12. „Die Stadt ist auf einem richtig guten Weg“ und dürfe sich über viele motivierte Bürgerinnen und Bürger freuen, sagte von Frantzky weiter und hob außerdem die Anfang Oktober vom Stadtrat verabschiedete Gestaltungssatzung hervor. Diese sei ebenfalls vorbildlich und bilde eine innovative Grundlage, mit der man gut arbeiten könne.

Eigentümer können sich Hausfarbe aussuchen

Die Stadtwerke Lichtenfels erzielten 2020 bei einer Bilanzsumme von 31,737 Millionen Euro einen Überschuss von knapp 260 000 Euro. Diese Zahlen wurden bei der Stadtratssitzung am Montag bekanntgegeben. Foto: Steffen Huber

Auf Nachfrage von Monika Faber (SPD) erläuterte die Sanierungsbeauftragte, dass sich Eigentümer ihre Hausfarbe selbstverständlich aussuchen könnten. „Wir wünschen uns, dass sich die Häuser in ihrer Farbgebung unterscheiden“, meinte sie, man würde den Leuten aber auch sagen, wenn eine Farbe überhaupt nicht passe.

Rita von Frantzky ging auch auf einige nicht gelungene Renovierungen ein. Hier schreite die Stadt ein und versuche, mit den Eigentümern ins Gespräch zu kommen. „Jeder, der im Sanierungsgebiet ein Projekt in Angriff nimmt, muss sich an die Satzung halten, egal ob er Förderung bekommt oder nicht“, betonte sie und appellierte an alle Eigentümer, sich bei der Stadt vor einem Bauvorhaben zu informieren.

„Man kann ja auch Modernes und Altes kombinieren, schließlich wollen wir keine Puppenstadt. Wichtig ist das gemeinsame Gespräch. Im Übrigen waren bisher alle Bauherren mit den Ergebnissen zufrieden“, sagte die Sanierungsbeauftragte.

Im Anschluss gab der Stadtrat grünes Licht für die Verlängerung der drei Sanierungsgebiete. Er genehmigte auch die Bedarfslisten für die Städtebauförderungsprogramme „Lebendige Zentren“ in Höhe von 543 000 Euro, „Innen statt außen“ (2,5 Millionen Euro) sowie „Innenstädte beleben“ (355 000 Euro).

Aus dem Stadtrat

• Um gemeinsam mit der Teilnehmergemeinschaft Klosterlangheim in die nächste Bauphase der Dorferneuerung zu gehen, war der Abschluss der „Vereinbarung zur gemeinsamen Durchführung von Maßnahmen der Teilnehmergemeinschaft Klosterlangheim und der Stadt Lichtenfels“ notwendig. Die Eigenmittel der Stadt betragen laut Sitzungsunterlage etwa 1,2 Millionen Euro. Die Mitglieder des Stadtrats votierten einstimmig für diese Vereinbarung.

• Das Gremium hat den Betrauungsakt für den Öffentlichen Personennahverkehr zwischen der Stadt und den Stadtwerken rückwirkend zum 1. Januar 2020 bis zu 31. Dezember 2027 verlängert. Damit kommt der Stadtrat einer EU-Verordnung nach.

Von Steffen Huber

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