aktualisiert:

LICHTENFELS

Corona-Tagebuch: Winterurlaub in Stanton

Corona-Tagebuch: Das große Schnattern
Markus Häggberg Foto: T. Mayer

Markus Häggberg schreibt augenzwinkernd ein Corona-Tagebuch. Heute geht es um einen Winterurlaub im Stanton.

„Liebes Corona-Tagebuch, es gibt böse Menschen. Richtige Drecksäcke. Ich kenne so einen Sack, und er nimmt mich hops, so oft er nur kann. Neulich, wir plaudern so vor uns hin, kam er auf das Thema Winterurlaub zu sprechen. Jetzt, im August. Er wird ,nach Stanton gehen', ins ,wunderschöne Stanton und zum Skifahren'. Ich muss zugeben, dass ich fast ein bisschen neidisch wurde, denn dieses Stanton, das hatte schon Klang. Es klang nach den Weiten des Westens, nach Wildwasser und nach Lachse fangenden Grizzlybären. Vor meinem geistigen Auge sah ich schneebedeckte Berge, Trapper und Fallensteller. Ich sah Jeremiah Johnson die Büchse spannen, anlegen und schießen. Stanton klang nach Freiheit und nach so rauen wie goldenen Tagen. Kurzum: nach Colorado. Und bitteschön, gehen die Leute nicht auch nach Aspen (Colorado) zum Skifahren? Na also! Der eine geht zum Skifahren nach Aspen und mein Bekannter geht eben nach Stanton.

Liebes Corona-Tagebuch, es hat ein bisschen gedauert, bis ich gemerkt habe, dass er mit Stanton dieses St. Anton in Österreich gemeint hatte.“

Corona-Tagebuch: Das große Schnattern
_

Weitere Artikel