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Corona-Tagebuch: Was Kinder ausmachen

Corona-Tagebuch: Das große Schnattern
Markus Häggberg Foto: T. Mayer

Markus Häggberg schreibt augenzwinkernd ein Corona-Tagebuch. Heute geht es um ein Wiedersehen nach langer Zeit.

„Liebes Corona-Tagebuch, traf eine alte Schulfreundin aus Nürnberger Zeiten. Eine ärgerliche Begegnung. Obwohl sie so alt ist wie ich, macht sie – im Gegensatz zu mir – in ihren engen Jeans eine bessere Figur. Naja, sie hat halt auch – im Gegensatz zu mir – keine Kinder bekommen.

Als wir 17 waren, hatten wir beinahe mal ein Techtel gemechtelt, aber ich machte damals einen Rückzieher, weil sie – im Gegensatz zu mir – nicht so recht in ihre engen Jeans reinpasste. Naja, ich hatte damals halt auch noch keine Kinder bekommen.

Brigitte, so heißt die Schulfreundin, ist wirklich hübsch geblieben, und sie hat – im Gegensatz zu mir – ihren glatten Teint wundersam behalten. Keine Krähenfüße, keine Furchen, keine Sorgenfalten. Naja, wer Kinder hat, der hat auch Sorgen.

Wie sie so von sich und ihrem Beruf in dieser Steuerkanzlei erzählte, da kam sie auch wie von selbst darauf zu sprechen, dass sie jüngere (jünger wirkende?) Männer bevorzuge. Liebes Corona-Tagebuch, ich hätte nie gedacht, dass mir meine beiden Ziehkinder mal so im Wege stehen könnten. Aber nun ja, was müssen wir unseren Kindern nicht alles opfern.“

Corona-Tagebuch: Das große Schnattern
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