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LICHTENFELS

Corona-Tagebuch: Gegenseitige Unerklärlichkeit

Corona-Tagebuch: Das große Schnattern
Markus Häggberg Foto: T. Mayer

Markus Häggberg schreibt augenzwinkernd ein Corona-Tagebuch. Heute geht es um das Ende einer Beziehung. Um das große „Warum“.

„Liebes Corona-Tagebuch, wenn man eine Beziehung in den Sand setzt, dann kann man sich das Wie und Warum dazu oft nicht erklären. Man fand sich doch mal gegenseitig großartig und nun sollte man damals auf jemanden gestoßen sein, der womöglich doch nur gewöhnlich war?

Wie konnte einem das nur unterlaufen? Wo hatte man da nicht gut genug aufgepasst? Aber zurück zum Ausgangsproblem: Woran hat's am Ende gelegen? Wie oft stellt man sich im Leben doch diese Frage und nie wird man schlauer. Doch heute, liebes Corona-Tagebuch, sehe ich endlich klar und weiß die Dinge in aller Deutlichkeit zu benennen. Es fiel mir wie Schuppen von den Augen, weshalb die letzte Beziehung nicht klappte und wieso wir uns voneinander entfremdeten. Irgendwann kam die Antwort zu mir, weil ich mir auch Mühe gab und versuchte, hinter die Kulissen (auch meine) zu blicken. Ich zermarterte mir das Hirn und nun - rückblickend – weiß ich, woran es lag.

Sie und ich, wir hatten eine Entfremdung auf Basis gegenseitiger Unerklärlichkeit. Ja, ich glaube, das war's. Liebes Corona-Tagebuch, es ist immer wieder schön, wenn man sich den wichtigen Fragen im Leben stellt. Wie ich hörte, kann man daran nur wachsen.“

 

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