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LICHTENFELS

Corona-Tagebuch: Aufschieben kann endgültig sein

Markus Häggberg Foto: Red

Markus Häggberg schreibt augenzwinkernd ein Corona-Tagebuch. Heute ist es ein kurzer aber sehr nachdenklicher Eintrag.

„Liebes Corona-Tagebuch, einem Bekannten verstarb ein Bekannter, und vor meiner Haustür hat er es mir heute früh erzählt. „Wir wollten immer mal zusammen einen trinken gehen“, sagte mir mein Bekannter über sich und den Verstorbenen. Wenn ich es richtig verstanden habe, nahmen sie sich das schon 2019 vor, dann auch 2020 und letztlich auch 2021. Bei 2021 wird es nun für alle Zeiten bleiben und es wird das Jahr irgendwie unvollkommen machen.

Liebes Corona-Tagebuch, wir alle kennen diese guten Absichten, und dass wir ihnen immer etwas in die Quere kommen lassen. Dann sagen wir so Sache wie ,beim nächsten Mal bestimmt' und so. Erich Kästner hatte recht: ,Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.'“

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