aktualisiert:

KRONACH

Contest: Wer will die Kronacher Festung rocken?

Entspannten Gitarren-Sound servierte 2018 die Lichtenfelser Band „Monkey Circus“ mit (v. li.) Gitarrist Florian Werthmann, Bassist Bastian Stemmer und Schlagzeuger Max Zapf auf der Festung Rosenberg. Wer in ihre Fußstapfen treten möchte, bewirbt sich jetzt. Foto: Stephan Stöckel

Im Herbst geht es für den heimischen Rock´n´Roll-Nachwuchs um die sprichwörtliche Wurst. Acht Gruppen kämpfen alle Jahre wieder im Jugend- und Kulturtreff „Struwwelpeter“ um die begehrten Plätze für das renommierte Open Air „Die Festung rockt“, das am 26. und 27. Mai 2023 zum 14. Mal stattfinden wird.

„Die neue Nebenbühne hat es möglich gemacht, einer vierten Regionalband einen Spielplatz bei dem Open Air zu geben.“
Samuel Rauch, Festival-Organisator

In diesem Jahr steigt der Vorentscheid für das Festival, zu dem 2700 Besucher erwartet werden, am Samstag, den 5. November. Bands aus dem Landkreis Lichtenfels können sich wieder bewerben.

Den undankbaren vierten Platz gibt es nicht mehr. „Die neue Nebenbühne hat es möglich gemacht, einer vierten Regionalband einen Spielplatz bei dem Open Air zu geben“, sagt Samuel Rauch aus Bad Staffelstein Leiter des Struwwelpeter und hauptverantwortlicher Organisator des Festivals. Die Chancen stehen fünfzig zu fünfzig vor national oder international bekannten Formationen zu spielen. In den vergangenen Jahren sorgten auf der Festung „Rosenberg“ Top-Bands, wie die „Antilopen Gang“, „Millencollin“, „La Brass Banda“, „The Subways“ oder die „Donots“, für Stimmung.

Das Open Air zählt zu den größten Festivals für alternative Musik in Oberfranken. Über 150 Jugendliche helfen am Festivalwochenende ehrenamtlich mit, rund 30 engagieren sich über ein Jahr im „Festivalteam“ und übernehmen Verantwortung in allen Organisationsbereichen.

„Dem Festivalteam und mir liegt die lokale Szene am Herzen“, sagt Rauch. Um für mehr Mannigfaltigkeit und frisches Blut zu sorgen, dürfen sich die Gewinnerbands, die in diesem Jahr am Open Air teilgenommen hatten, nicht erneut bewerben.

Sie sind laut Rauch erst 2024 wieder startberechtigt. Zudem vermeldet der Redner eine Neuerung „Wir erweitern den geographischen Radius der Bands, die am Vorentscheid teilnehmen wollen, um die Landkreise Bamberg und Bayreuth.“ Die Auswahl der Gruppen für den Wettstreit erfolgt durch das Festivalteam des Jugend- und Kulturtreffs „Struwwelpeter“.

„Wenn sich das Team durch die vielen Bewerbungen hört, erlebt man immer wieder Überraschungen. Sehr gute Combos bewerben sich, die wir mitunter noch gar nicht kannten.“
Samuel Rauch, Festival-Organisator

Die Mitglieder des Gremiums bewerten die Musik mit Punkten, ohne zu wissen, welche Kapelle sie gerade hören. Es geht nur um die Musik, nicht um Namen oder Herkunft der Formation. „Wenn sich das Team durch die vielen Bewerbungen hört, erlebt man immer wieder Überraschungen. Sehr gute Combos bewerben sich, die wir mitunter noch gar nicht kannten“, plaudert Rauch aus dem Nähkästchen.

Beim Wettstreit am 5. November küren dann die Fans ihre Favoriten. Für die einzelnen Combos bedeutet das, möglichst viele ihrer Anhänger nach Kronach in den „Struwwelpeter“ zu locken. Für den Fall, dass der Bandwettbewerb aufgrund von Coronabeschränkungen entfallen sollte, kündigt der Leiter des Jungendzentrums folgendes an: „Dann wird das Festivalteam entscheiden, welche regionalen Bands die Festung rocken werden.“

Wer kann mitmachen?

Interessierte Bands aller Stilrichtungen, bei denen mindestens 50 Prozent der Mitglieder ihren Wohnsitz in den Landkreisen Bamberg, Bayreuth, Coburg, Hof, Lichtenfels, Kronach, Kulmbach, Saalfeld-Rudolstadt oder Sonneberg haben, bewerben sich mit einer E-Mail mit Links zu Soundbeispielen (gerne auch Proberaumdemo), Kontaktdaten mit zwei Handynummern der Bandmitglieder und Kurzinfo an: Samuel.Rauch@Struwwelpeters.de. Die Mail soll den Betreff „Festung Rockt Bandcontest“ haben. Einsendeschluss ist Sonntag, der 2. Oktober. Noch am selben Tag werden die Gruppen informiert, ob sie am Vorentscheid teilnehmen werden oder nicht. Die Einnahmen des Contests werden als Festivalgagen an die vier Gewinnerformationen ausgezahlt. Für die Teilnahme am Wettstreit selbst gibt es deswegen keine Gage.

Von STEPHAN STÖCKEL

Weitere Artikel