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LICHTENFELS / NEUENMARKT

Bezirk ehrt Bernhard Christoph und Alois Dechant

Bezirk ehrt Bernhard Christoph und Alois Dechant
Mit Bernhard Christoph (3. v. li.) wurde laut Bezirkstagspräsident Henry Schramm ein „kommunalpolitisches Urgestein“ mit der silbernen Ehrenmedaille des Bezirks ausgezeichnet. Ihm gratulierten (v. li.) Henry Schramm, Bezirksrat Mathias Söllner, Rosemarie Christoph, Bezirksrat Manfred Neumeister und Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz. Foto: Sabine Heid

Für ihre Verdienste um Oberfranken wurden Bernhard Christoph aus Lichtenfels und Alois Dechant aus Weismain mit der Ehrenmedaille des Bezirks in Silber ausgezeichnet. Das Deutsche Dampflokomotiv-Museum bildete einen wunderbaren Rahmen für den Ehrungsabend des Bezirks Oberfranken. Bezirkstagsvizepräsident Andreas Starke (SPD) begrüßte dazu zahlreiche Ehrengäste aus der Politik, der Wissenschaft, der Kammern, der Sozialverbände und der freien Wirtschaft. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Blechbläserquintett der Schorgastaler Blasmusik unter der Leitung von Jürgen Braunersreuther.

„Wir brauchen Menschen, die sich in ihrer Freizeit und über das normale Maß ehrenamtlich zu engagieren und die bereit sind, nicht nur an sich zu denken.“
Henry Schramm, Bezirkstagspräsident

Eine Gesellschaft brauche Menschen braucht, die bereit sind, mehr als nur ihre Pflicht zu tun, sagte Bezirkstagspräsident Henry Schramm (CSU). „Wir brauchen Menschen, die sich in ihrer Freizeit und über das normale Maß ehrenamtlich zu engagieren und die bereit sind, nicht nur an sich zu denken: Menschen, die ihre Lebensfreude den Mitbürgerinnen und Mitbürgern weitergeben, die gerne helfen und vermitteln.“ Wichtig seien auch Menschen, die mit großem persönlichem Einsatz dazu beitragen, das kulturelle und denkmalpflegerische Erbe erhalten und dadurch nicht nur wertvolle Bausubstanz schützen, sondern auch identitätsstiftend wirkten. Dieses Engagement wolle der Bezirk würdigen.

Die Ehrenmedaillen in Silber erhielten Bernhard Christoph aus Lichtenfels, Alois Dechant aus Weismain, Lothar Huber aus Marktleugast und Albrecht Schläger aus Hohenberg an der Eger.

Bezirk ehrt Bernhard Christoph und Alois Dechant
Für seine Verdienste um Oberfranken wurde der Unternehmer Alois Dechant (re.) von Bezirkstagspräsident Henry Schramm mit der Ehrenmedaille des Bezirks in Silber ausgezeichnet. Foto: Florian Bergmann

Berndhard Christoph: Einsatz für die familienfreundliche Stadtgestaltung

Bernhard Christoph gilt in Lichtenfels als „Pionier der Grünen“ und gehörte von 1996 bis 2020 dem Stadtrat an. Er war 24 Jahre lang Fraktionsvorsitzender seiner Partei und zudem für sechs Jahre Dritter Bürgermeister. „Unter den Projekten, die sie in dieser Zeit in besonderem Maße politisch voranbrachten, stechen die familienfreundliche Umgestaltung der Lichtenfelser Innenstadt und die Ausarbeitung eines Standortkonzepts für Mobilfunkmasten, welches eine minimale Strahlenbelastung der Bürgerinnen und Bürger sicherstellen sollte, ganz besonders hervor“, sagte Henry Schramm.

Bernhard Christoph gehörte auch dem Lichtenfelser Kreistag von 2008 bis 2020 an und brachte wegweisende Entscheidungen für seinen Heimatlandkreis mit auf den Weg: Die Entscheidung für den Ersatzneubau für das Helmut-G.-Walther-Klinikum und der Beitritt des Landkreises Lichtenfels zum Verkehrsverbund Großraum Nürnberg nannte der Bezirkstagspräsident als wichtige Infrastrukturprojekte.

Alois Dechant trat 1963 in das 1881 gegründete Familienunternehmen ein, nachdem er ein Doppelstudium in Coburg als Architekt und Bauingenieur absolviert hatte. Zwei Jahre später wurde ihm die Geschäftsführung übertragen. „Du hast Dein Unternehmen immer in dem Bewusstsein geführt, dass Du Verantwortung trägst für Deine Belegschaft – ein Patriarch im besten und positivsten Sinne des Wortes“, meinte Schramm. Er habe immer größten Wert auf Qualität, aber auch auf soziale Verantwortung gelegt.

Alois Dechant: ein Unternehmer mit sozialer Verantwortung

Auch schwere Krisen habe Alois Dechant gemeistert und mit der Gründung der Firma Dechant Hoch- und Ingenieurbau Gmbh & Co. im Jahr 2000 das Familienunternehmen mit seinen Söhnen Peter und Thomas in die Hände einer neuen Generation gelegt. „Und Du hast Dich darüber hinaus in höchstem Maße um die Menschen, Vereine und Organisationen Deiner oberfränkischen Heimat verdient gemacht“, betonte der Bezirkstagspräsident.

 

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