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LICHTENFELS / MICHELAU

Bau der B 173 neu im Zeitplan

Informierten sich mit Landrat Christian Meißner (Mitte) vor Ort bei Michelau über den Fortschritt der Bauarbeiten beim Neubau der Bundesstraße B 173 (v. li.) Landrat Klaus Löffler (Kronach), MdB Emmi Zeulner, Dr. Jonas Geissler, Baudirektorin Katrin Roth, Kathrin Bullmann (Abteilungsleiterin am Landratsamt Lichtenfels) und MdL Jürgen Baumgärtner. Foto: Heidi Baur/Landratsamt

„Die Bauarbeiten an der Bundesstraße B 173 neu nehmen weiter Fahrt auf – ich freue mich, dass wir nach dieser langen Zeit des Planens und Wartens auf einem guten Weg sind und es endlich vorangeht“, unterstrich Landrat Christian Meißner bei einem Ortstermin bei Michelau mit Vertretern des Staatlichen Bauamtes Bamberg, den Abgeordneten Emmi Zeulner und Jürgen Baumgärtner und dem Kronacher Landrat Klaus Löffler (alle CSU). „Der Neubau der B 173 ist ein Jahrhundertbauwerk. Denn als leistungsfähige Straßenanbindung nach Norden und Osten sowie zur A 73 und zum weiteren Autobahnnetz und zur Metropolregion Nürnberg ist die B 173 neu nicht nur für den Landkreis Lichtenfels, sondern auch für den Landkreis Kronach existenziell wichtig.“

Seit 30. April 2019 liegt für den dritten Bauabschnitt der B 173 von Michelau bis Zettlitz, der seit den 1980er Jahren geplant wurde, Baurecht vor. Der Baubeginn erfolgte am 4. Mai 2020 durch das Bauwerk 12-1 an der B 289 westlich von Horb. Trotz der anhaltend nasskalten Witterung im Mai 2021 befinden sich alle Maßnahmen derzeit im Zeitplan, erläuterte Baudirektorin Katrin Roth vom Staatlichen Bauamt Bamberg vor Ort.

Eigene Homepage für das Bauprojekt

„Die Maßnahme ist derzeit die größte des Staatlichen Bauamtes Bamberg. Nach gut einem Jahr Bauzeit nehmen die ersten Brückenbauwerke Gestalt an, der laufende Erdbau lässt den künftigen Trassenverlauf erahnen und unsere Ausgleichsmaßnahmen für den Naturschutz stehen aufgrund der bisher günstigen Witterungsbedingung bereits in saftigem Grün. Das freut uns sehr. Mit der eigens für das Bauprojekt angelegten Homepage, wollen wir interessierten Bürgern ab sofort die Möglichkeit geben, sich über den aktuellen Baufortschritt und laufende Maßnahmen zu informieren“, so der Landrat weiter.

Die Seite kann direkt über die ww.bauprojekt-b173.de/ oder über die reguläre Homepage www.stbaba.bayern.de des Staatlichen Bauamts Bamberg aufgerufen werden. Die Homepage liefert umfassende Hintergrundinformationen zum Bauablauf, Naturschutz und aktuellen Themen. Weiterhin haben die Bürger die Möglichkeit sich den geplanten Streckenverlauf in einem virtuellen, dreidimensionalen Geländemodell anzusehen.

Der aktuelle Stand der Bauarbeiten

Ralf Holzheimer, der Leiter der Projektgruppe B 173 BA3, erläuterte den aktuellen Stand der Bauarbeiten. Mittlerweile befinden sich sieben Brücken von insgesamt 22 geplanten Ingenieurbauwerken im Bau. Daneben laufen derzeit Erdbauarbeiten, archäologische Grabungen und Maßnahmen zum Retentionsraumausgleich.

Derzeit erfolgen ferner die Erdbauarbeiten für die Anschlussstelle Michelau. Weiterhin wurde mit dem Setzen der Bohrpfähle für das Brückenbauwerk 6-5 die Überführung des öffentlichen Feld- und Waldweges nördlich von Trieb begonnen. Die Arbeiten am Brückenbauwerk 11-1 zur Überführung der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Hochstadt und Burgstall sind fortgeschritten. Hier stehen bereits die Widerlager und der Brückenüberbau. Auch Bauwerk 9-1, das die Kreisstraße LIF 4 überführt, soll noch in 2021 fertiggestellt werden. Beim Bauwerk 12-1 laufen derzeit die Dammvorschüttungen, das Bauwerk wird später die Bundesstraße 289 unterführen.

Gleichzeitig werden im Jahr 2021 weitere Bauwerke errichtet: das Bauwerk 6-6 nordwestlich von Trieb über den Scheidsbach, das Bauwerk 8-2 südwestlich von Hochstadt sowie das Bauwerk 9-2 südlich von Hochstadt, informierte Ralf Holzheimer weiter: „Darüber hinaus läuft die Bauvorbereitung weiter auf vollen Touren, wir werden in 2021 noch weitere Bauwerke ausschreiben.“

Alle Beteiligten waren erfreut über den Fortschritt der Arbeiten und betonten die Notwendigkeit der Baumaßnahmen, um den Wirtschaftraum in der Region zu stärken. (red)

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