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Die Woche vor 25 Jahren im Obermain-Tagblatt: Korbfachschule Lichtenfels hat vier neue Meister

Die Prüfungskommission und die vier neuen Korbmachermeister, die im April 1995 ihre Prüfung bestehen: (v. li.) Carolin Ebert, Bundesinnungsmeister Kurt Schütz, Erich Gebert, Alexander Backert, die Prüfungskommissionsmitglieder Heinz Lindner (Schmölz) und Heinrich Schreiber (Weismain), Fachschuldirektor Alfred Schneider und Stephan Nemmert. Foto: Popp

Zwei Bürgermeister-Stichwahlen haben ab 2. April 1995 ein klares Ergebnis: In Burgkunstadt wird Heinz Petterich (FW) mit 55,51 Prozent der Wählerstimmen zum Nachfolger von Georg Dora; die Wahlbeteiligung liegt bei 81 Prozent. Und in Michelau bleibt der Gemeindechef-Sessel in SPD-Hand: Fred Köhlerschmidt beerbt mit 58,14 Prozent Stimmenanteil den verstorbenen Herbert Perzel. Zwei Tage später wird er auch beim Verein Deutsches Korbmuseum Michelau neuer erster Vorsitzender und Perzels Nachfolger.

Abiturient und Drogendealer: 19-Jähriger vor Gericht

Vom Drogenkonsument in Teenagerjahren bis zum Drogendealer, als er volljährig wurde: Die „Karriere“ eines 19-jährigen Abhängigen ging geradewegs in nur eine Richtung. Bis ihn die Polizei erwischt und er fünf Monate später wegen Drogenhandels in 17 Fällen vor Gericht landet. Hier versucht der Abiturient die Kehrtwende, zeigt sich geständig, reuig, nimmt an einem Suchtprogramm teil und macht hilfreiche Aussagen in Verfahren gegen andere, berichtet das OT. 14 Monate Haft auf Bewährung verhängt das Jugendschöffengericht Lichtenfels.

Vier Korbmacher bestehen an der Berufsfachschule ihre Meisterprüfung: Alexander Backert aus Lichtenfels, Stephan Nemmert aus Frohnlach, Erich Gebert aus Hunsrück (Bayerischer Wald) und Carolin Ebert aus Unterpreppach. Im praktischen Teil hatten sie neben einem Möbelstück nach eigenem Entwurf auch eine 80er-Truhe aus Vollweide zu fertigen. In der Aufgabe „Sondertechnik“ entstanden eine Kinderwiege, ein Kinderbett, ein Paravent und ein Einkaufskorb in Schanzentechnik.

Grünfläche mit Sitzbänken statt Leichenhaus

In Staffelstein gehört das Leichenhaus im städtischen Friedhof der Vergangenheit an. Nach dem Bau der neuen Aussegnungshalle ist es nun abgerissen worden. Wenn der Schutt abgetragen sein wird, soll hier eine Grünfläche mit Sitzbänken und Unterstellmöglichkeiten für Besucher entstehen, wird Zweiter Bürgermeister Alfred Meixner im OT zitiert.

Das alte Leichenhaus im Staffelsteiner Friedhof ist abgerissen. Hier soll eine Grünfläche entstehen. Foto: Schardt

PCs an Schulen sind 1995 noch nichts Selbstverständliches. Als die Realschule Staffelstein jedoch einen geschenkt bekommt, sprudeln bei den Schülern die Ideen. Eine davon: Die Teilnehmer am Wahlfach Physik errichten im Schulhof eine Wetterstation und füttern den Schulcomputer mit den Messdaten. Nach Probephase und Nachbesserungen (Kultusministerium und Raiffeisenbank sponserten) wird das funktionierende Messinstrument dauerhaft in Betrieb genommen und dokumentiert nun halbstündlich: Temperatur, Luftdruck und -feuchtigkeit, Niederschlag, Windstärke und -richtung.

Rund 30 000 Menschen bei der „Obermain-Messe“

An der „Liebesinsel“ am Ende der Langen Gasse in Burgkunstadt kann die Verkehrsführung baulich verbessert werden: Durch eine Geländeabtragung im Bereich Dorschwiese wird die Straße verbreitert und ein Gehweg angelegt werden. Geplante Kosten: eine Million Mark.

Noch größer als bei der Premiere vor zwei Jahren: Am 5. April öffnet zum zweiten Mal in Lichtenfels die „Obermain-Messe“ unter Schirmherr und Staatssekretär Alfons Zeller. Örtliche und regionale Aussteller aller Branchen präsentieren sich und stellen ihre Ware und Dienstleistungen in der Stadthalle vor. Im Rahmenprogramm gibt es für die Besucher Vorführungen, Musik- und Tanzeinlagen. Auch Landkreis und Kommunen werben für sich als Unternehmensstandort, Urlaubsregion und attraktiven Lebensraum für Familien. Die Messe besuchen – von Mittwoch bis Sonntag – rund 30 000 Menschen.

Die letzten, leider abgestorbenen Reste der tausendjährigen Linde am Staffelsteiner Friedhof werden abtransportiert und sollen im Heimatmuseum ausgestellt werden. Der Bauausschuss hatte das im Februar beschlossen. Ein neues umformuliertes Hinweisschild soll am alten Standort an sie erinnern. Foto: Schardt

Parallel dazu präsentiert auch der – nach dem Abriss der alten Lagerhäuser 1993 – vergrößerte BayWa-Baustoff-Fachmarkt Lichtenfels in der Bamberger Straße am Freitag und Samstag seine Landtechnik-Schau mit imposantem Maschinen- und Fuhrpark auf 2000 Quadratmetern Gelände. 1,4 Millionen Mark sind in den Neubau investiert worden.

Feuerwehr rettet festsitzende Katze aus Baum

Zu hoch hinaus gewagt hat sich Anfang der Woche eine schwarz-weiß getigerte Katze im Schwürbitzer Birkenweg: In einem hohen Baum sitzt sie geschätzte zwei Tage fest und traut sich nicht mehr herunter. Am Mittwoch dann eilt der erste menschliche Retter mit einer Holzleiter zu Hilfe. Doch diese ist zu kurz. Also rückt die Feuerwehr mit ihrer Leiter an, und der Stubentiger steht schnell wieder auf seinen vier Pfoten auf festem Boden. Das OT dokumentiert es mit zwei Fotos.

Von Gabi Kriese

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