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LICHTENFELS

Mit „Super Trooper“ und viel Schwung beim Kreissängertag

Mit „Super Trooper“ und viel Schwung beim Kreissängertag
Mit hervorragenden Chorgesang wurde der Kreissängertag 2020 eröffnet. Foto: Roland Dietz

Nicht verzagen, sondern neue Wege gehen – so lautet die Devise bei den heimischen Chören. Das wurde beim Kreissängertag des Sängerkreises Coburg/Kronach/Lichtenfels in Neufang deutlich. Trotz viele positiver Meldungen, der Mitgliederschwund bleibt ein großes Problem. Mit viel modernem Gesang leiteten Chöre aus der Sängergruppe Frankenwald unter der Leitung von Markus Häßler und Agnes Kauffer den Nachmittag ein.

Die Lieder „Super Trooper“ von „Abba“ sowie „Ich wollte nie erwachsen sein“ von Peter Maffay zeigten das modernes Singen ein wichtiger Bestandteil der Sängerbewegung geworden ist. Der stellvertretende Landrat Kronachs, Gerhard Wunder, sprach den Delegierten der Chöre und Vereine Mut zu. Chorgesang öffne Herzen und lasse Menschen Stress und Alltag vergessen.

140 Kinder singen in neuen Chören

Der Vorsitzende des Sängerkreises, Jens-Uwe Peter erklärte, dass der Chorgesang in Grundschulen weiter nach vorne getragen werden muss. In der Stadt Coburg wurde dafür schon einiges investiert. So singen 140 Kinder in neu entstandenen Chören. Ziel ist es, Kinder für modernen Chorgesang nachhaltig zu begeistern.

Das Projekt „Spielzeit Coburg“ sei sehr positiv gewesen. Hier wurden im Stadtbereich von Coburg fünf Klaviere aufgestellt. Damit konnte gespielt, gesungen und getanzt werden. Auch Chöre nutzten die Möglichkeit, so an die Öffentlichkeit zu treten. Auch das Projekt „Singen am Tag der Wallfahrt“ in Vierzehnheiligen hatte allen Teilnehmern viel Spaß gemacht. Beide Veranstaltungen sollen wiederholt werden.

Aufgebaut werden soll auch wieder ein Kammerchor. Jeder Chorsänger, der sich gerne anspruchsvollem Liedgut widmet, sei dazu willkommen. Die Neubesetzung des Musikausschusses ist ebenfalls gelungen. Ihm gehören neben Kreischorleiter Markus Hässler, noch Pia Hempfling, Agnes Kaufer und Jennifer Engelhard an.

Achte Chöre mussten ihren Singebtrieb einstellen

Mit „Super Trooper“ und viel Schwung beim Kreissängertag
Die Geehrten aus dem Landkreis Lichtenfels mit Sängerkreisvorsitzenden Jens-Uwe Peter (stehend, 2. v. li.). Foto: Roland Dietz

Nicht ganz so positiv viel jedoch der Bericht des erkrankten Kreisgeschäftsführers Hermann Neubauer aus. Auch im vergangenen Jahr mussten aus verschiedensten Gründen acht Chöre im Sängerkreis ihren Singbetrieb einstellen. So sind in diesem Jahr wieder 109 weniger Chormitglieder gemeldet. 50 Prozent der Aktiven sind in einem Alter von über 65 Jahren. Gut gemeinte Lösungsansätze brachten nicht den gewünschten Erfolg, da sich die Menschen in der heutigen Zeit in Vereinen nicht binden wollen. Es werde weiter viel Anstrengung kosten gegen diesen Trend an zu gehen.

Kreisschatzmeister Joe Trebes konnte einen positiven Kassenbericht abgeben. Der Ehrenpräsident des Fränkischen Sängerbundes, Peter Jacobi, gab zu bedenken, das Gesang eine bereichernde Freude darstellen sollte. Deshalb sollte man trotz aller gesellschaftlichen Interessen in der Gesellschaft eine solche Kultur gut nicht vergessen.

Blick in die Zukunft fällt optimistisch aus

„Wer singt, ist gewaltfrei und friedvoll“, fügte er weiter dazu. Mit engagierten Menschen im und um den Chorgesang sei er jedoch optimistisch, das 160-jährige Bestehen des Sängerkreises mit viel Freude zu feiern. Höhepunkt des Nachmittags war die Ehrung von Sängerinnen und Sänger, die ihr ganzes Leben dem Chorgesang gewidmet haben, wie es Jens-Uwe Peter ausdrückte.

Ehrungen

Aus den Sängergruppen des Landkreis Lichtenfels wurden ausgezeichnet: Sängergruppe Maintal: Erich Angermüller, Neuensorg (60); Karl Daum, Lichtenfels (70); Herbert Grebner, Kösten (65); Reinhold Höhn, Schönsreuth (65); Siegfried Höhn, Lichtenfels (70); Annemarie Hupfer, Lichtenfels (60); Hermann Rößner, Kösten (70); Hans Partheymüller, Marktgraitz (65).

Sängergruppe Kordigast: Mathilde Weiß, Altenkunstadt (65); Margarete Pitteroff, Altenkunstadt (65). Seit 25 Jahren ist außerdem Claudia Koch als Chorleiterin beim Gesangverein 1860 Schney tätig. Mit viel Beifall wurde allen für ihre Tätigkeit um den Chorgesang gedankt.

Von Roland Dietz

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