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LICHTENFELS

Die Feuerwehr Lichtenfels/Main wird heuer 25 Jahre alt

Ehrungen und Ernennungen standen beim Gefahrenschutzzug in der Mitgliederversammlung an (v. li.): Kommandant Oliver Schardt, Thomas Rostalski, Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner, Manfred Bergmann, 2. Vorsitzender Mike Kober, Dominik Biesenecker, Christoph Ebertz, Vorsitzender Georg Storath, stellvertretender Kommandant Michael Fischer, Feuerwehrreferent Roland Lowig, Bürgermeister Andreas Hügerich und Kreisbrandmeister Alexander Klose. Foto: Gerd Klemenz

Bei der Hauptversammlung am Samstag in der Frankenakademie auf Schloss Schney ergab die Bilanz, dass die Kameraden der Feuerwehr Lichtenfels/Main – Gefahrenschutzzug durch Einsätze, Ausbildungen, Lehrgänge, Veranstaltungen sowie Arbeits- und Wartungsdienste über 170 Aktivitäten bei der Feuerwehr hatten. Das heißt, dass die „Mainer“ fast an jedem zweiten Tag bei „ihrer“ Feuerwehr waren.

„Im Oktober begehen wir unser 25. Gründungsjubiläum, und immer noch sind wir in den Räumlichkeiten untergebracht, die schon 1995 als Übergangslösung bezeichnet wurden.“
Georg Storath, Vorsitzender

Neben den Berichten des Vorstands und der Kommandanten standen Beförderungen, Ehrungen und Neuaufnahmen auf der Tagesordnung. Vorsitzender Georg Storath bedankte sich zunächst beim Landratsamt sowie bei der Stadt Lichtenfels für die Unterstützung im zurückliegenden Jahr, genauso wie bei den Kameraden für die geleisteten Stunden.

„Im Oktober begehen wir unser 25. Gründungsjubiläum, und immer noch sind wir in den Räumlichkeiten untergebracht, die schon 1995 als Übergangslösung bezeichnet wurden“, bemängelte Storath. Der Gefahrenschutzzug ist 1995 aus dem ersten Bergungszug des THW Ortsverband Lichtenfels hervorgegangen. Die Stadt Lichtenfels habe den Kameraden in Aussicht gestellt, dass sich an der Unterbringung etwas ändern soll. Einige Gespräche haben bereits stattgefunden, fügte der Vorsitzende an. In seinem Grußwort ging auch Bürgermeister Andreas Hügerich auf Gespräche beim Landratsamt bezüglich einer neuen Unterkunft ein.

Kreisbrandmeister Alexander Klose überbrachte die Grüße des Kreisbrandrats Timm Vogler sowie der Inspektion. Schriftführer Jan Werthmann ging in seinem Bericht auf die Aktivitäten des Vereins ein, dem 69 Mitglieder angehören. Kassier Manfred Bergmann berichtete über die finanzielle Situation des Vereins.

570 Stunden wegen Bränden, Technischer Hilfeleistung und ABC

Im zurückliegenden Jahr sei der Gefahrenschutzzug zu insgesamt 37 Einsätzen für die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) und die Feuerwehr gerufen worden, so der stellvertretende Kommandant Michael Fischer. Wegen Bränden, Technischer Hilfeleistung und ABC-Einsätzen sowie einer Sicherheitswache seien 570 Stunden zusammengekommen. „Die geleisteten Einsatzstunden stellen nur einen kleinen Teil der insgesamt geleisteten Stunden dar. Die meiste Zeit wurde in Ausbildungen, Übungen, Veranstaltungen und Lehrgängen investiert“, fügte Fischer an.

Die Bootsführer vertieften ihr Wissen über An- und Ablegemanöver, sicheres Manövrieren des Bootes und „Mann-über-Boot“-Manöver auf dem Main in Viereth-Trunstadt. Zum Thema „UG-ÖEL“ wurde der praktische Aufbau des ELW geübt, also des Einsatzfahrzeugs, das der Führung und Koordination von taktischen Einheiten der Feuerwehr, des THW, der Polizei oder anderer Hilfskräfte dient, mit allem Zubehör, Einweisung in die verbaute Technik sowie dem richtigen Umgang mit Software und Funkanlage. Für die Lastwagen-Fahrer fand auf dem Übungsgelände in Schlüsselfeld ein Sicherheitstraining statt. In Ebensfeld nutze man den Fahrsimualtor für Einsatzfahrten.

Von „Gefahrgut“ über „Drohne“ bis zu „Starkwetter“

Auch besuchten die Kameraden etliche Lehrgänge an den staatlichen Feuerwehrschulen. Die „Mainer“ wirken außerdem an der Landkreis-Ausbildung mit. So fanden ein Hochwasserlehrgang sowie drei Termine der Modularen Trupp-Ausbildung auf dem Gelände des Gefahrenschutzzuges statt, fügte Michael Fischer an.

Kommandant Oliver Schardt gab einen Ausblick auf das laufende Jahr, in dem 43 Übungen geplant sind. Weiterhin ging er auf die Mitarbeit in den Dispogruppen „Gefahrgut“, „Ölwehr“, „Tiefbauunfälle“, „Drohne“, „Waldbrand“, „Starkwetter“ und „Tierrettung“ ein. Bei Diensten, Übungen, Einsätzen und sonstigen Aktivitäten leisteten die Aktiven des Gefahrenschutzzuges über 4000 Stunden ehrenamtlich zum Wohl der Bevölkerung und der Umwelt.

Ehrungen

Ein Präsent bekamen die Stundenbesten Mario Meußer für 215, Christoph Ebertz für 227 sowie Sven Lausch für 243 Dienststunden überreicht. Zum Oberfeuerwehrmann wurden Dominik Biesenecker, Christoph Ebertz und Thomas Rostalski ernannt. Per Handschlag wurden Lukas Schöpf und Kirsten Beugnies in die Wehr aufgenommen. Für 40-jährige Mitgliedschaft ehrte Vorsitzender Storath den Ehrenkommandanten Horst Brunner sowie den Kassier und langjährigen Schriftführer Manfred Bergmann, für 20 Jahre Mitgliedschaft Robert Hönninger sowie für zehn Jahre Dominik Biesenecker und Michael Haas.

Von Gerd Klemenz

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